Busse bleibt zwar Busse. Aber die Bezahlung soll einfacher werden: Ab sofort werden Ordnungsbussen anders aussehen. Die Bussenzettel werden mit einem QR-Code versehen, der die Erfassung vereinfachen soll. Ab sofort ist die Zahlung somit online möglich. Per Smartphone, Kreditkarte oder auch am PC kann bezahlt werden. Auch funktionieren Dienste wie Twint. Die Rechnung im Plastiksäckli entfällt, denn das neue Papier bleibt selbst bei Regen bis zu drei Tage intakt.

Und so funktioniert es: Die Polizisten erfassen die Busse in einer App. Zurück bleibt ein Bussenzettel mit QR-Code. Der oder die Gebüsste scannt den Code mit dem Smartphone oder gibt die Bussennummer im Online-Portal ein und kann sofort bezahlen. 30 Tage nach Ausstellungsdatum wird eine Übertretungsanzeige mit Einzahlungsschein per Post zugestellt, will oder kann man nicht online bezahlen. «Die Polizisten brauchen nun weniger Zeit zur Erfassung von Bussen. Das gibt ihnen Mehr Zeit für die Prävention oder die Strafverfolgung», sagt Philipp Sennhauser, Leiter der Verkehrspolizei St. Gallen am Donnerstag.

Die QR-Busse gibt es vorerst nur in Wil und läuft als Pilotprojekt. Geplant ist, im kommenden Frühjahr das Gebiet auf die umliegenden Gemeinden und im Sommer 2020 auf den ganzen Kanton auszuweiten.

hallowil.ch wollte es genau wissen, hat eine Busse gefangen und Philipp Sennhauser zum Video-Interview gebeten.