Das war natürlich schade, als Sina ihren Auftritt absagen musste und das erst noch am Tag ihres geplanten Auftritts. Doch infolge eines Ausfalls, betreffend gesundheitlichem Problems eines Teammitglieds, ging es nicht anders. Nun, was will man machen? Nach vorne schauen und sich ab dem freuen, was noch folgt. Und das war am Samstagabend das Duo Nadja Räss und Markus Flückiger. Will heissen; stimmkräftiger Jodelgesang paart sich mit melodiösem Schwyzerörgeli Sound. Eine musikalisch-gesangliche Paarung, die bei den rund 30 Besuchern gut ankommt.

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Nadja Räss und Markus Flückiger


Was heisst denn bloss «Fiisigugg»?

«Fiisigugg» heisst das aktuelle Programm der beiden Musiker. «An diesem hatten wir jetzt genug Zeit, um daran zu feilen, bis es gut genug ist», sagt Nadja Räss, eingangs ihres Konzerts. Kombiniert man ein altgermanisches Wort für Gaukler mit dem Einsiedler Dialektausdruck für Tüftler, kommt eben dieses «Fiisigugg» hervor. Verspielt, verstiegen, virtuos und doch vertraut, sollte das Konzert werden. So jedenfalls wurde es angekündigt, und? Sie hielten Wort. Schon beim zweiten Arrangement forderte Nadja Räss die Besucher auf, ihre Augen zu schliessen und sich fallen zu lassen. «Vergesst euren Alltag in den kommenden Minuten. Schliesst die Augen und taucht ab.» Entschleunigung pur, hiess es fortan und das ist etwas, was sich jeder in diesen Momenten gönnte. Man merkte es den Protagonisten, unten auf der Bühne an, dass sie sich freuten wieder auf der Bühne zu stehen. «Wir freuen uns natürlich auch darum insbesonders, weil wir genau hier auf der Bühne stehen können», sagte Räss, die wie ihr Musikkollege Markus Flückiger zu den bekanntesten Protagonisten der neueren Schweizer Volksmusik gehört. Ein kurzweiliger, toller Abend, für diesen die Macher des Chössi-Theaters verantwortlich zeichnen, daher gebührt ihnen ein grosser Dank.