Fehlt da nicht ein wenig das Salz in der Suppe? Immerhin geht es um das Amt des neuen Gemeindepräsidenten. «Es wäre insbesondere für die Stimmbürger von Vorteil, hätten sie eine Auswahl.» Es ist dies die Antwort von Christoph Zarth auf die Frage von Moderator Alex Frei. Um bei der Ersatzwahl am 23. August gewählt zu werden, sammelt der 45-jährige Zarth dieser Tage fleissig Punkte in der Bevölkerung. An einem Vorstellungsanlass zeigte er sich bürgernah und interessiert. Und das fanden die Balterswiler und Bichelseer gut. «Christoph Zarth hat gute Antworten auf die ziemlich schwierigen Fragen von Moderator Alex Frei gegeben», sagte ein Einheimischer nach der Veranstaltung.

Herauskristallisiert hat sich an diesem Morgen, dass Christoph Zarth etwas bewegen will. Bichelsee-Balterswil habe viel Potenzial, «kulturell, sportlich, politisch. Überall sind Personen am Werk, die gewillt sind, die Gemeinde voranzubringen. Was jedoch in diesem Zusammenhang verbessert werden muss, ist die Kommunikation. Die Gemeindebehörde sollte mehr Informationen nach aussen fliessen lassen. Das Stimmvolk hat ein Recht darauf, zu wissen, was hinter dem Vorhang geschieht. Aber natürlich soll jederzeit das Verwaltungsgeheimnis bewahrt werden.» Was Zarth unter anderem meint, sind etwa die Legislaturziele, welche bis anhin unter Geheimhaltung aufbewahrt wurden.

Dreifachturnhalle und Dorfplatz?

Dass sich der Naturfreund und aktive Turner aus Rüti im Kanton Zürich bereits mit dem Steuerfuss und den Gemeindefinanzen auseinandergesetzt hat, zeigt sein Interesse. Die Liebe hat den dreifachen Vater in die Gemeinde gelockt. Und er will bleien. «Wenn es mir gefällt, ich Bichelsee-Balterswil voranbringen kann und die Stimmbürger mich im Amt wiederkehrend bestätigen, warum nicht bis zur Pensionierung dieses herausfordernde Amt ausführen?»

Christoph Zarth will für eine parteiunabhängige Sachpolitik einstehen. Auf die Frage, zu welcher Partei er sich am ehesten hingezogen fühle, nannte er die CVP, GLP, und ein bisschen die SVP. Der Kandidat hat einiges vor und nennt auch konkrete Beispiele. «Warum keine Dreifachturnhalle ins Auge fassen? Warum Gemeindeverwaltung und Werke nicht zusammenlegen? Warum kein Dorfplatz? Mit der richtigen Kommunikation unter- und miteinander ist vieles möglich. Aus Bichelsee-Balterswil kann eine Vorzeigegemeinde werden.»

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Die Bichelseer CVP-Ständerätin Brigitte Häberli stellte Fragen an Christoph Zarth, den einzigen Kandidaten für das Gemeindepräsidium.