Einen guten Monat vor dem Start des Classic Openair in der Wiler Altstadt mit Ausschnitten aus vier Opern des italienischen Komponisten Giacomo Puccini ist der erste gemeinsame Probeabend im Wiler Stadtsaal laut den Organisatoren geglückt. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, beinhalten doch die Chorwerke und Arien aus den Opern Le Villi, Tosca, Madama Butterfly und Turandot teilweise komplizierte Partituren. Die häufigen Tempowechsel fordern Chor und Orchester gleichermassen. Komplimente verteilt der musikalische Leiter, Kurt Pius Koller, sowohl ans Orchester, das mit gegen 30 bereits bestens integrierten Zuzügern verstärkt wurde, als auch an die beiden Chöre, die sich auf Anhieb an die kraftvolle Orchestermusik gewöhnt haben. «Dass das erste Zusammenwirken auf Anhieb so gut klappte, hätte ich niemals erwartet. Auf dieser Probe lässt sich aufbauen», sagt Koller.

Erstmals im Einsatz standen bei der Probe im Stadtsaal auch die beiden 13-jährigen Knaben Yannis Keller und Emanuele Grande, von denen sich die Mitglieder des Sinfonischen Orchesters mit nicht weniger als einem halben Dutzend Schlagzeuger begeistert zeigten.

Vorverkauf läuft besser als letztes Mal

Am 8. August werden die beiden Solisten Sorin Coliban (Bass) und Enrique Ambrosio (Tenor) in Wil eintreffen. Zwei Tage später kommt es im Stadtsaal zum ersten grossen Durchlauf mit einer sechsstündigen Monsterprobe. Am 12. August wird dann vor dem Hof zu Wil die Tribüne mit rund 650 Plätzen aufgebaut. Die fünf öffentlichen Durchführungen finden zwischen dem 16. und dem 24. August statt. Bereits über die Hälfte aller Tickets konnte abgesetzt werden. „Damit liegen wir über den Vergleichswerten vom letzten Classic Openair vor drei Jahren“, sagt Florence Leonetti, die für die Gesamtleitung der Veranstaltung zuständig ist. Bei ungünstiger Witterung finden die Aufführungen nicht auf dem Hofplatz, sondern im Stadtsaal statt. (pd/red)