Als Aushängeschild der „Clientis-Anlagewoche“ fand am Mittwoch, 22. November 2017, im Beratungszentrum Uzwil eine Veranstaltung für interessierte Anleger zum Thema „Schweizer Aktien – Wo stehen wir?“ statt.In seinen einleitenden Worten begrüsste Patrick Schiegg, Leiter Beratungszentrum Uzwil, die über 50 Kunden und Nichtkunden und verwies dabei auf das Programm der Clientis-Anlagewoche. Dazu gehört auch eine frei zugängliche Ausstellung „Roadshow durch die Finanzmärkte“.

Sicherheit mit Diversifikation
Anschliessend berichtete Patrick Schiegg über die aktuellen Marktgeschehnisse und erwähnte aktuelle Trends wie Robotik und Automation oder Künstliche Intelligenz, deren Einfluss disruptive Veränderungen mit sich bringen und für risikofreudige Anleger spannende Renditechancen bieten.

Gemäss Schiegg können mit Aktienanlagen, insbesondere mit Dividendentiteln, nach wie vor attraktive Renditen erwirtschaftet werden, vorausgesetzt die persönliche Risikobereitschaft und Risikofähigkeit ist gegeben und der Diversifikation wird genügend Beachtung geschenkt. Aber auch antizyklische Anlageideen, zum Beispiel die Investition in Rohstoffe oder Anlagen in Fremdwährungen, wurden vorgestellt und analysiert.

Schweizer Firmen profitieren von der Globalisierung
Der mit grosser Spannung erwartete Hauptreferent, Daniel Häuselmann, Portfolio Manager und Leiter des Teams Aktien Schweiz bei GAM Group, erläuterte anschliessend die Gründe für die bärenstarken Schweizer Aktien in den vergangenen Jahren.

Unter anderem nannte Häuselmann den starken Schweizer Franken, welcher zu höherer operativer Effizienz führte, aber auch die Globalisierung, von welcher Schweizer Firmen profitieren und den Heimmarkt als gute Ausgangsbasis für globale Expansion nutzen.

Gewinnpotential beachten
Aktuell bewertet der Experte den Schweizer Aktienmarkt als hoch, weshalb ein Gewinnwachstum vorausgesetzt wird. Langfristig steigende Gewinne erklären steigende Kurse, weshalb die Aussichten nach wie vor attraktiv und intakt sind. Häuselmann bevorzugt Small & Mid Caps, da sie zwar teuer sind, aber das grössere Gewinnwachstumspotenzial aufweisen.

Am Beispiel von Swisscom erläutert der passionierte Aktienspezialist, dass deren Aktie bisher viel besser als der Markt war, jedoch seit 2000 stagnierende Gewinne ausweist. Aktuell ist die Aktie teuer und es wird schwierig sein, den Gewinn steigern zu können.

Nebst dem Wachstumspotenzial setzt das Team um Daniel Häuselmann den Fokus unter anderem auf Geschäfte mit hohen Eintrittsbarrieren, langfristigem Wettbewerbsvorteil, konsistenten Strategien, exzellenten Managementqualitäten sowie vorteilhafter Nachhaltigkeitsanalyse.

Post inside
Daniel Häuselmann, Portfolio Manager und Leiter des Teams Aktien Schweiz bei GAM.