«Das Jahr 2020 ist für unsere Gruppe erfreulich verlaufen», erklärte Andreas Buri, CEO der Clientis AG, dem gemeinsamen Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum. «Im schwierigen Umfeld der Coronakrise ist es unseren Banken gelungen, ihr kontinuierliches, nachhaltiges und solides Wachstum fortzusetzen.»

Erfreuliche Steigerung des Zinserfolgs im Kerngeschäft

Das Zinsgeschäft stellt mit 77 Prozent  Anteil am Gesamterfolg den wichtigsten Ertragspfeiler der Clientis Banken dar.  Der Brutto-Zinserfolg konnte um 3,4 Prozent auf 131,2 Millionen Franken gesteigert werden. Der Netto-Zinserfolg erhöhte sich um 2,5 Prozent auf 132,0 Millionen Franken.

Der gesamte Betriebserfolg  lag mit 171,7 Millionen Franken gegenüber Vorjahr um 0,8 Prozent höher. Ein tieferer übriger ordentlicher Erfolg von 13,8 Millionen Franken (-12,1 Prozent) ist unter anderem auf negative Wertanpassungen bei den übrigen Finanzanlagen aufgrund des starken Einbruchs der Börsenkurse im ersten Quartal zurückzuführen. Der Geschäftsaufwand nahm demgegenüber um 0,5 Prozent auf 96,4 Millionen Franken leicht zu, wobei sich der Personalaufwand um 1,9 Prozent erhöhte, während der Sachaufwand um erfreuliche 1,4 Prozent sank.

Das operative Ergebnis sank leicht und lag bei  60,5 Millionen Franken. Der Konzerngewinn lag mit einer Abnahme von 1,2 Prozent leicht unter Vorjahr bei 54,2 Millionen Franken. Die Cost/Income Ratio (Verhältnis von Aufwand und Ertrag) konnte mit 56,1 Prozent leicht verbessert und weiterhin deutlich unter der Zielmarke von 60 Prozent gehalten werden.

Höhere Bilanzsumme und mehr Kundengelder

Die Bilanzsumme wuchs 2020 um 14,6 Prozent auf  13,8 Milliarden Franken an, da insbesondere das Passivgeschäft mit institutionellen Anlegern aufgrund des guten Ratings ausgebaut werden konnte. Der deutliche Zuwachs der Kundengelder von rund  1,19 Milliarden Franken beziehungsweise  +14,1 Prozent auf 9,66 Milliarden Franken widerspiegelt das grosse Vertrauen der Kundinnen und Kunden und verdeutlicht das bewährte Geschäftsmodell der Gruppe.

Risikoarmes Kreditportfolio

In ihrem Kerngeschäft, den Hypothekarfinanzierungen, wuchsen die Clientis Banken um 4,1 Prozent und dies trotz unverändert konservativer Finanzierungsgrundsätze. Ende Jahr waren Hypotheken von 9,6 Milliarden Franken ausstehend. Die gesamten Ausleihungen an die Kunden nahmen um 4,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Franken zu.

Eigenmittel-Anforderungen deutlich übertroffen

Das Eigenkapital präsentiert sich, auch im Branchenvergleich, weiterhin ausgezeichnet. Die traditionell starke Eigenkapitalbasis wurde um 3,8 Prozent auf solide 1,153 Milliarden Franken verbessert. Die Gesamteigenmittelquote reduzierte sich leicht auf 20,5 Prozent (Vorjahr 20,9 Prozent). Sie übertrifft damit die gesetzliche Anforderung von 11,2 Prozent weiterhin deutlich.

Covid-Pandemie

Die Clientis Banken standen und stehen in ihren Geschäftsstellen während der Coronakrise mit sämtlichen Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden zur Verfügung. Dank moderner technischer Infrastruktur konnte nach Bedürfnissen der Einzelbanken für bestimmte Mitarbeitende rasch auf Homeoffice umgestellt werden. Im Rahmen der Soforthilfe unterstützten die Clientis Banken ihre Kunden mit einer raschen, unkomplizierten Abwicklung von 919 Kreditaufträgen, deren Volumen per Ende Jahr rund 86 Millionen Franken betrug. Die Covidpandemie hatte bisher keine grösseren negativen Auswirkungen auf das Kreditportfolio der Clientis Banken. Längerfristige Auswirkungen sind aktuell noch nicht abschliessend abschätzbar. Die generelle Risikobeurteilung über die Bankengruppe bleibt unverändert gut.

Ausblick

Trotz den aktuellen Herausforderungen mit tiefem Zinsumfeld, Margen- und Kostendruck sowie Investitionen in Innovation und Digitalisierung ist die Clientis Gruppe überzeugt, auf zukünftige, anspruchsvolle Eventualitäten gut vorbereitet zu sein. Dank des grossen Kundenvertrauens und den Anstrengungen im Vertrieb, dürften die Clientis Banken auch 2021 zusätzliches Geschäftsvolumen generieren können.