Seit dem 4. Mai stehen im Kanton St.Gallen wieder sogenannte Contact-Tracer im Einsatz. Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie hatte der Kanton enge Kontaktpersonen einer am Coronavirus erkrankten Person ausfindig gemacht und sie während ihrer Selbst-Isolation begleitet. Das Contact-Tracing musste jedoch wegen der zu hohen Fallzahlen eingestellt werden. «Seit der Wiederaufnahme begleitete der Kanton 16 auf das Virus positiv getestete Personen und 32 Kontaktpersonen», informiert die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen in einer Medienmitteilung. Der Kanton greife auf einen Pool von 25 Contact-Tracern zurück, die nach Bedarf arbeiten. Mit diesen Verfügbarkeiten könne flexibel auf die aktuellen Fallzahlen reagiert werden.

Die Contact-Tracer haben enge Kontaktpersonen von Corona-Patientinnen und -Patienten aufgespürt, die sich in eine zehntätige Quarantäne begeben mussten. «Die Mitarbeiter des Kantons meldeten sich täglich telefonisch bei den isolierten Personen und erkundigten sich nach dem Gesundheitszustand und dem Wohlbefinden», erklärt die Staatskanzlei. Diese Arbeit habe sich bewährt, mehrere mögliche Infektionsketten konnten durch die Kontaktaufnahme unterbrochen werden. «Zusätzlich schätzen die isolierten Personen das tägliche Gespräch und die Arbeit der Tracer», heisst es in der Mitteilung weiter. (pd)