Der «Lockdown» aufgrund der Corona-Krise hat in der ganzen Schweiz bei vielen Firmen für rote Zahlen gesorgt. Entweder wegen ausbleibenden Einnahmen oder nicht vorhandener Kundschaft. Auch das Gewerbe in der Stadt Wil hat es getroffen. Der Stadtrat reagiert nun und setzt eine Empfehlung des Parlaments um. Dieses hat im Juli einer Resolution zugestimmt, um in gewissen Härtefällen finanzielle Hilfe leisten zu können. Die Stadt Wil will demnach Organisationen unterstützen, welche eine Leistung im öffentlichen Interesse erbringen. Um Gelder zu erhalten, müssen die Organisationen belegen, dass sie die Hilfe von Kanton und Bund bereits voll ausgeschöpft haben und deshalb keine weitere Unterstützung erhalten werden. Zusätzlich muss garantiert werden, dass der Betrieb mindestens zwei Jahre fortgeführt werden kann, bevor die Stadt unter die Arme greift.

Ähnliche Hilfestellung in Wilen

Die Gemeinde Wilen hatte kurz vor Ostern einen ähnlichen Entscheid getroffen. Der Gemeinderat entschied damals insgesamt maximal 100 000 Franken pro Jahr für Firmen in finanzieller Not zur Verfügung zu stellen. Die Hilfestellung in Wilen und Wil ist aber nicht identisch. Wilen unterstützt dabei alle Unternehmen, während Wil nur Organisationen mit Leistungen von öffentlichem Interesse zur Seite steht. Zudem werden in der Gemeinde Wilen nur Unternehmen unterstützt, die von Bund und Kanton kein Geld erhalten haben. Im Gegensatz dazu gibt es in der Stadt Wil ausschliesslich finanzielle Hilfe, wenn die Finanzspritze der beiden übergeordneten Instanzen bereits ausgeschöpft ist. Bis Mitte Mai hatte sich in dieser Sache aber noch niemand bei der Gemeinde Wilen gemeldet.