Ob sich die Covid-19-Situation im Wahlkreis Wil entspannt oder nicht, lässt sich wie in den vergangenen Tagen nicht schlüssig beantworten. Gewisse Indikatoren deuten darauf hin. So zum Beispiel der 7-Tages-Wert. 236 Personen haben in der vergangenen Woche im Wahlkreis Wil einen positiven Befund erhalten – das sind 34 Personen pro Tag und somit weniger als auch schon. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass in diese Berechnung die Weihnachts-Tage einfliessen. Während dieser wurde wenig getestet und es gab dementsprechend wenig positive Fälle. Allein von Mittwoch auf Donnerstag waren es hingegen 63 Fälle, was wiederum einem hohen Wert entspricht. Es ist aber vorstellbar, dass in diese Zahl zu Weihnachten durchgeführte Tests einfliessen, welche erst jetzt gemeldet wurden. Zudem ist es auch so, dass Corona-Symptome erst einige Tage nach der Ansteckung erfolgen.

Etwas besser vergleichbar sind diese Zahlen: In den vergangenen beiden Wochen gab es im Wahlkreis Wil 809 Neuansteckungen pro 100'000 Einwohner. Das sind einige mehr als bei der gestrigen Auswertung. Im ganzen Kanton St. Gallen sind es in dieser Berechnung 748 Fälle – ziemlich genau gleich viele wie bei der Auswertung am Mittwoch.

Der Reproduktionswert entwickelt sich derweil positiv. Liegt dieser unter der Marke von 1, so gibt es weniger Ansteckungen und die Pandemie nimmt ab. Der aktuellste Wert, welcher am Silvester publiziert wurde, liegt im Kanton St. Gallen bei 0,74. Allerdings kann der R-Wert nur mit einer Verzögerung von zwei Wochen angegeben werden. Es handelt sich um den R-Wert vom 16. Dezember. Alles in allem lässt sich sagen: Es gilt die Entwicklung der nächsten Tage abzuwarten, um die Tendenz festzustellen. Die St. Galler Regierung will am kommenden Dienstag an einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand informieren. (pd/red)

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 30. Dezember, 24 Uhr.

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Zahl steigt wieder (30.12.20)

Die aktuelle Entwicklung bei den Corona-Zahlen ist schwierig zu deuten. Im 7-Tages-Durchschnitt waren es zuletzt 31 Fälle pro Tag im Wahlkreis Wil. Das ist ein guter Wert. Allerdings hat es von Dienstag auf Mittwoch 80 neue Corona-Befunde gegeben zwischen Wil und Flawil, was einem äusserst hohen Wert entspricht. Dies lässt sich damit begründen, dass Corona-Tests über die Weihnachts-Festtage zum Teil nicht möglich waren oder Meldungen erst in den Tagen danach erfolgt sind. Nachdem die statistischen Zahlen unmittelbar nach dem langen Weihnachts-Wochenende besonders tief waren, dürften nun die Nachmeldungen einfliessen. Kommt dazu, dass die Corona-Symptome der weihnachtlichen Familien-Feiern erst mit einigen Tagen Verzögerung auftreten.

In der 14-Tages-Statistik liegt der Wert im Wahlkreis Wil aktuell bei 794 Neu-Ansteckungen pro 100'000 Einwohnern. Kantonsweit waren es in den vergangenen beiden Wochen 743-Fälle pro 100'000 Einwohner.

Und wie sieht es mit der Impfung aus? Während in anderen Kantonen bereits geimpft wird, geht es im Kanton St. Gallen kommende Woche los. Am Mittwoch, 6. Januar werden die ersten Impfungen durchgeführt – und zwar durch mobile Impfteams. Der Startschuss fällt in einem noch nicht näher bezeichneten Heim. (pd/red)

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Ansteckungen sinken weiter (29.12.20)

Noch 209 Personen haben in der vergangenen Woche im Wahlkreis Wil einen positiven Corona-Befund erhalten. Das entspricht ziemlich genau 30 Personen pro Tag. Das sind zwar immer noch viele, aber doch deutlich weniger als noch an den Tagen vor Weihnachten. Als hallowil.ch am 14. Dezember das aktuelle Zahlenmaterial veröffentlichte, waren es 66 Fälle pro Tag gewesen zwischen Wil und Flawil. In der Statistik «Laborbestätigte Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner» ist die Zahl ebenfalls rückläufig und liegt im Wahlkreis Wil neu bei 790 Fällen. Damit nähert man sich dem kantonalen Mittel an, da kantonsweit 749 Fälle pro 100'000 Einwohner gezählt wurden in den letzten 14 Tagen. Dies besagen Zahlen, welche der Kanton St. Gallen am Dienstag veröffentlicht hat. Vor gut zwei Wochen waren es im Wahlkreis Wil noch 1140 Fälle gewesen. Der viel beachtete Reproduktionswert, welcher unter 1 liegen sollte und nur für den ganzen Kanton berechnet wird, ist auf 0,85 gesunken.

Trotzdem ist es noch immer zu früh, um von einer Entspannung oder Trendwende zu sprechen. Denn vorstellbar ist, dass sich in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr weniger Personen testen lassen. Zudem treten Corona-Symptome oftmals erst mehrere Tage nach der Ansteckung auf. So bleibt weiter abzuwarten, wie sich die Zahlen im Verlauf dieser und der kommenden Woche entwickeln. Auch über Silvester sind grössere Menschenansammlungen zu vermeiden beziehungsweise verboten und die Abstands-Vorschriften einzuhalten.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 28. Dezember, 24 Uhr.

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Weniger Ansteckungen über die Festtage (28.12.20)

Die gute Nachricht vorweg: Mit 282 Corona-Neuinfektionen binnen der letzten sieben Tage ist der Wert im Wahlkreis Wil so tief wie schon lange nicht mehr. Das sind noch 40 positive Befunde pro Tag. Zwischenzeitlich waren es mehr als 60 gewesen. Auch der zweiwöchige Wert «Anzahl laborbestätigte Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner» ist im Wahlkreis Wil deutlich unter die 1000er-Marke gesunken. Noch 909 Fälle wurden registriert. Der St. Galler Hotspot hat sich vom Nordwesten des Kantons (Wahlkreis Wil) in den Südosten (Wahlkreise Sarganserland und Werdenberg) verschoben, wo in dieser 14-Tages-Wertung mittlerweile mehr Fälle gezählt werden. Auch kantonsweit betrachtet sind die Zahlen über Weihnachten gesunken – auf noch 806 Fälle pro 100'000 Einwohner in den letzten beiden Wochen. Landesweit waren es 608 Fälle in den vergangenen beiden Wochen. Alle diese Zahlen sind am Montag kommuniziert worden.

Es ist allerdings zu früh, um im Wahlkreis Wil zu frohlocken. Denn 40 Fälle pro Tag sind immer noch ein hoher Wert. Zudem könnte es noch zu Nachmeldungen für die Festtage kommen. Denn Tests waren während Weihnachten nur schwer oder zum Teil gar nicht möglich. Und es ist auch so, dass Corona-Symptome oftmals erst einige Tage nach der Ansteckung auftreten. So bleibt diese Woche abzuwarten, um die Entwicklung beurteilen zu können. Der Kanton drückt auf die Euphorie-Bremse und erwartet «einen starken Anstieg nach den Feiertagen».^

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 27. Dezember, 24 Uhr.

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So unterstützt Niederbüren Corona-Betroffene  (27.12.20)

Schon Ende März des laufenden Jahres hat der Gemeinderat von Niederbüren aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie, welche Teile der Wirtschaft arg strapaziert, Unterstützungen gesprochen. Aufgrund der derzeitigen Situation ist die Wirtschaft nach wie vor arg betroffen. «Das lokale Gewerbe wie Restaurants, Coiffeursalons, Detailhandelsgeschäfte usw. steht wegen ausbleibender Kundschaft und Aufträgen finanziell unter Druck. Auch die Ortsvereine sind von den Massnahmen betroffen und mussten alle geplanten Veranstaltungen absagen. Neben den Unterstützungsmassnahmen von Bund und Kanton ist nach wie vor die Solidarität mit dem lokalen Gewerbe und den Vereinen durch die Gemeinde gefragt», schreibt diese im aktuellen Mitteilungsblatt.

Der Gemeinderat hat nun beschlossen, die bestehenden Massnahmen vorderhand bis Ende März 2021, allenfalls gar bis Ende Juni 2021, zu verlängern. Und das sind konkret die Hilfestellungen:

  • Steuerpflichtige, welche durch das Coronavirus reduzierte Einkünfte erzielen und dadurch für die Bezahlung der Steuern eine (tiefere) Ratenzahlung benötigen, können sich direkt an das Steueramt wenden. Die Stundungsgesuche werden kulant behandelt.
  • Gebühren für Bewilligungen von Veranstaltungen und Festwirtschaftspatente, welche aufgrund der ausserordentlichen Lage abgesagt werden mussten, werden durch die Ratskanzlei storniert bzw. zurückbezahlt.
  • Sämtliche Rechnungen (inklusive Stromrechnungen und Liegenschaftsabgaben) an das örtliche Gewerbe, welches durch das Coronavirus reduzierte Einkünfte erzielt und von den Massnahmen des Bundes betroffen ist, werden auf Gesuch hin grosszügig und ohne Verrechnung von Verzugszinsen gestundet.
  • Rechnungen des Gewerbes für geleistete und ausgeführte Arbeiten werden durch die Gemeinde umgehend beglichen.
  • Ortsansässige Gewerbebetriebe, welche durch die Lage stark betroffen sind, können bis auf weiteres kostenlos im Mitteilungsblatt inserieren. (gk/red)

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Zahlen pendeln sich ein (25.12.20)

Weihnachtsfeiern im kleinen Kreis sind erlaubt. Trotzdem besteht die Befürchtung, dass die ohnehin schon hohen Corona-Zahlen dadurch weiter nach oben gehen könnten. In den Tagen vor den Festtagen hat sich der Wert mit den Corona-Neuansteckungen im Wahlkreis Wil eingependelt. Die letzten Zahlen vor dem langen Wochenende hat der Kanton St. Gallen an Heiligabend publiziert. Demnach haben sich in der vergangenen Woche im Wahlkreis Wil 347 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind knapp 50 Fälle pro Tag – etwas mehr als bei der Meldung am Dienstag, als von 46 Fällen pro Tag zu berichten gewesen war.

Auch der Richtwert «Laborbestätigte Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner» ist weiterhin hoch. Im Wahlkreis Wil waren 1053 Fälle registriert – einige weniger als noch zwei Tage zuvor (1066 Fälle). An der ungeliebten Spitze dieser St. Galler Wahlkreis-Rangliste liegt Werdenberg mit 1075 Fällen. Auf Platz zwei kommt der Wahlkreis Wil. Im Kanton St. Gallen ist de Wert leicht gesunken auf 908 Fälle. Schweizweit hat sich die Zahl bei 657 Fällen eingependelt. Spitzreiter ist das Tessin mit 951 Fällen. Der Kanton St. Gallen und die Region Wil bleiben also ein Hotspot. (pd/red)

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 23. Dezember, 24 Uhr.

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Werdenberg ist neu Corona-Hotspot (22.12.20)

Immerhin, es gibt mal eine positive Meldung von der Corona-Front: Die Anzahl Neuansteckungen in der vergangenen Woche ist im Wahlkreis Wil auf 325 Fälle zurückgegangen. Noch vor wenigen Tagen lag dieser Wert bei über 400 Neuansteckungen. Das sind zwischen Wil und Flawil noch 46 Fälle pro Tag. Vor etwas mehr als einer Woche waren es täglich 66 Fälle gewesen.

Nachdem der Wahlkreis Wil nun eine Weile an der Spitze der Corona-Neuansteckungs-Rangliste im Kanton St. Gallen war, so wurde diese unrühmliche Leaderposition an den Wahlkreis Werdenberg weitergegeben. 1066 Neuansteckungen pro 100'000 Einwohnern waren es in den vergangenen beiden Wochen im Wahlkreis Wil, 1093 Fälle in Werdenberg. Der kantonale Mittelwert ist leicht gesunken auf 928 Fälle. Der landesweite Durchschnitt hat sich bei 656 Fällen eingependelt. Auch wenn der Kanton St. Gallen nach wie vor einer der Corona-Hotspots des Landes ist, so ist er nun nicht mehr der Corona-Hotspot. Das ist mit 950 Fällen neu das Tessin.

Mittlerweile ist auch bekannt, ab wann im Kanton St. Gallen die Corona-Impfungen beginnen: ab dem 4. Januar. Zuerst werden älteren Menschen mit Vorerkrankungen und auch das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt sowie Betreuungspersonen von besonders gefährdeten Menschen geimpft. Für die breite Bevölkerung wird die Impfung voraussichtlich erst in einigen Monaten zur Verfügung stehen. (pd/sdu)

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Weiterhin viele Corona-Neuansteckungen  (21.12.20)

Auch nach dem Wochenende ist für den Wahlkreis Wil nicht von einer Entspannung der Corona-Situation zu berichten. In der gut vergleichbaren Statistik «Anzahl laborbestätigte Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner» liegt der Wahlkreis Wil mit 1155 Fällen nach wie vor an der Spitze. Das sind noch einmal 15 Neuansteckungen mehr als vor einer Woche (siehe Artikel unten). Dies zeigen Zahlen, welche der Kanton St. Gallen am Montagmorgen publiziert hat. Zum Vergleich: Der kantonale Durchschnitt liegt bei 972 Fällen. Der landesweite Mittelwert lag am Freitag (aktuelleres Zahlenmaterial liegt noch nicht vor) bei 665 Fällen, also bei gut der Hälfte.

Eine leichte Entspannung gibt es, wenn man nur die letzten sieben Tage betrachtet. Da waren es im Wahlkreis Wil effektiv 399 Fälle, was einen Tagesdurchschnitt von 57 gibt. Vor einer Woche waren noch 66 Fällen pro Tag zu vermelden gewesen.

19 Corona-Patienten im Spital Wil

Und wie ist die aktuelle Situation im Spital Wil? Am Montagmorgen wurden 19 Patienten mit bestätigter Corona-Infektion gepflegt. So vielen wurden bei der all-montäglichen hallowil.ch-Nachfrage noch nie vermeldet. Vor Wochenfrist waren es 17 Corona-Patienten gewesen.

Gemeinhin wird erwartet, dass es in den kommenden Tagen aufgrund der Weihnachts-Feierlichkeiten mehr Ansteckungen geben dürfte. Darum gilt weiterhin der Aufruf von Bund und Kanton, die Anzahl Kontakte möglichst tief zu halten, wenn möglich zuhause zu bleiben und bei den privaten Weihnachtsfeiern Abstand einzuhalten und die Hygienevorschriften zu beachten. (pd/sdu)

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 20. Dezember, 24 Uhr.

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Skigebiete müssen ab Dienstag schliessen (19.12.20)

Die Regierung hat sich am Samstag zu einer ausserordentlichen Sitzung getroffen, um die Beschlüsse des Bundesrates und die aktuelle Lage zu besprechen. Sie unterstützt die durch den Bundesrat erlassenen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus. Gleichzeitig ist sich die Regierung des Kantons St.Gallen einig, dass auf kantonaler Stufe weitere Einschränkungen nötig sind. «Wie in den vergangenen Tagen bereits angetönt, ist die epidemiologische Lage und die Auslastung der Spitalkapazitäten derzeit nicht genügend gut, um den Skiliftbetrieben eine Betriebsbewilligung für die Festtagszeit auszusprechen», so die St. Galler Regierung. Deshalb hat das Gesundheitsdepartement entschieden, dass Skiliftbetriebe vorerst ab dem 22. Dezember 2020 keine Gäste transportieren dürfen. Dazu zählen auch Personen, die zum Tourenfahren, Schlitteln und Winterwandern transportiert würden. Ausgenommen ist die Zubringeranlage Unterterzen-Flumserberg, da sie Bestandteil des öffentlichen Verkehrs ist.

«Um eine Bewilligung erteilen zu können, muss der Reproduktionswert unter 1 fallen und es müssen genügend Kapazitäten in den Spitälern zur Verfügung stehen», schreibt die Regierung. Wann dies der Fall ist, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Die Regierung verfolgt die Lage fortlaufend und das Gesundheitsdepartement würde bei positiver Entwicklung die Betriebsbewilligung wieder erteilen. Es braucht hierfür kein neues Bewilligungsgesuch der Skiliftbetriebe.

Die Regierung bittet die Bevölkerung, auch auf das Skifahren und das Tourenfahren in anderen Kantonen zu verzichten. Damit leistet die Bevölkerung Unfallprävention und entlastet dadurch das Personal in den Spitälern, das bereits stark mit der Betreuung von Corona-Patienten belastet ist.

Präsenzunterricht bis Sekundarstufe I bleibt

Aufgrund der epidemiologischen Lage hat auch das Bildungsdepartement Massnahmen beschlossen. So müssen die nachobligatorischen Schulen (Mittelschulen und Berufsfachschulen) nach den Weihnachtsferien für zwei Wochen Fernunterricht betreiben. Mit dieser Massnahme will das Bildungsdepartement verhindern, dass nach den familiären Kontakten in der Festtagspause Ansteckungen in die Schulhäuser getragen werden. Für besondere Konstellationen wie zum Beispiel notwendige Prüfungen und Qualifikationsverfahren sind Ausnahmen vom Präsenzverbot vorgesehen.

Das Bildungsdepartement hat die Schulführungen bereits letzten Donnerstag vorsorglich über die zur Diskussion stehende Massnahme informiert. Einerseits dürfe der weit vernetzte Schulbereich nicht zur Ursache für die Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung werden, andererseits dürfe den jungen Menschen nicht der Bildungsanspruch vorenthalten werden. Der Bundesrat sieht in seiner Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus denn auch keine Verschärfungen von Massnahmen im Bildungsbereich vor. Insbesondere erlaubt er Präsenzunterricht weiterhin. Das Bildungsdepartement hält deshalb am Präsenzunterricht im Kindergarten und in der Primarschule fest. Auch auf der Sekundarstufe I wird der Präsenzunterricht fortgesetzt. Die Maskenpflicht bleibt dort bis auf Weiteres bestehen. Eine Ferienverlängerung in der Volksschule schliesst das Bildungsdepartement aus.

Läden bleiben offen

Weiterhin gilt im Kanton St.Gallen auch eine strengere Beschränkung bei Treffen im öffentlichen Raum als auf nationaler Ebene. So sind im Kanton St.Gallen Menschenansammlungen im öffentlichen Raum bereits ab zehn Personen verboten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. Auch Darbietungen im öffentlichen Raum, die zu Menschenansammlungen führen können, sind verboten. Die meisten Personen stecken sich jedoch im privaten Umfeld an. Die Regierung appelliert deshalb an die Bevölkerung, ihre privaten Kontakte auch über Weihnachten und Neujahr so stark wie möglich zu minimieren. Falls man sich trotzdem trifft, soll die Bevölkerung diese Präventionsmassnahmen einhalten, um Familie und Freunde zu schützen.

Offen bleiben die Läden. Regierungspräsident Bruno Damann sagte aber an einer Medienkonferenz am Samstag, dass die Schliessung ein nächster Schritt darstellen könne, falls die Fallzahlen nicht abnehmen würden. (pd/red)

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Der Bundesrat schliesst die Restaurants (18.12.20)

Ziel der Massnahmen ist es, die Fallzahlen deutlich und rasch zu senken, um die Menschen vor dem Virus zu schützen, die Gesundheitsversorgung sicherzustellen und das Gesundheitspersonal zu entlasten. Den Kantonen muss es wieder möglich sein, das Testen, die Nachverfolgung der Kontakte, die Isolation und die Quarantäne lückenlos zu gewährleisten. Die neuen Massnahmen gelten ab nächstem Dienstag, 22. Dezember 2020, und sind bis am 22. Januar 2021 befristet.

Restaurants werden geschlossen

Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Für die Festtage gibt es keine Ausnahmen. Offen bleiben dürfen nur Betriebskantinen, Schulkantinen in obligatorischen Schulen sowie die Restauration für Hotelgäste. Take-Away-Angebote und Lieferdienste bleiben erlaubt.

Auch Sportbetriebe werden geschlossen. Im Freien darf Sport in Gruppen bis maximal fünf Personen weiterhin getrieben werden. Profispiele können ohne Zuschauern weiterhin stattfinden. Sportliche und kulturelle Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen vor ihrem 16. Geburtstag sind mit Ausnahme von Wettkämpfen weiterhin erlaubt.

Museen, Kinos, Bibliotheken, Casinos, botanische Gärten und Zoos sowie andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen werden ebenfalls geschlossen. Kulturelle Aktivitäten bleiben in Kleingruppen möglich. Veranstaltungen mit Publikum bleiben verboten. Alternative Veranstaltungsformen bleiben gestattet, zum Beispiel online übertragene Veranstaltungen.

Kapazität von Läden wird weiter eingeschränkt

Die Anzahl Personen, die sich gleichzeitig in Einkaufsläden aufhalten dürfen, wird weiter eingeschränkt. Die maximale Personenzahl ist dabei abhängig von der frei zugänglichen Ladenfläche. In allen Läden gelten zudem weiterhin strenge Schutzkonzepte. Die Einschränkungen der Öffnungszeiten bleiben bestehen: Die Läden müssen zwischen 19 Uhr und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben.

Kantone mit günstiger epidemiologischen Entwicklung können Erleichterungen beschliessen, etwa das Öffnen von Restaurants und Sporteinrichtungen. Massgebend sind hier insbesondere eine Reproduktionszahl, die unter 1, sowie eine 7-Tagesinzidenz, die unter dem schweizerischen Durchschnitt liegen muss.

Empfehlung: Bleiben Sie zu Hause

Die Bevölkerung wird dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Menschen sollen ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken sowie auf nicht-notwendige Reisen und auf Ausflüge zu verzichten.

Der Bundesrat will in den nächsten Wochen rasch weitere Massnahmen ergreifen können, sollte sich die Lage weiter verschlechtern. Er verfolgt die Entwicklung laufend. Am 30. Dezember 2020 wird er eine Zwischenbeurteilung vornehmen und Anfang Januar Bilanz ziehen.

Kantone bleiben für Skigebiete zuständig

Für die Skigebiete bleiben weiterhin die Kantone zuständig. Für den Betrieb gelten aber strenge Voraussetzungen: Die epidemiologische Lage muss den Betrieb erlauben und in den Spitälern, beim Contact Tracing sowie beim Testen müssen ausreichende Kapazitäten sichergestellt sein. Auch müssen strenge Schutzkonzepte vorliegen und deren Umsetzung sichergestellt werden. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, darf ein Kanton keine Bewilligung erteilen.

Bundesrat erweitert Einsatz von Schnelltests

Damit sich die Bevölkerung noch einfacher testen lassen kann, erweitert der Bundesrat den Einsatz von Schnelltests. Er hat eine entsprechende Änderung der Covid-19-Verordnung 3 beschlossen. Sie tritt am 21. Dezember 2020 in Kraft.

Bisher sind ausschliesslich Antigen-Schnelltests mittels Nasen-Rachenabstrich anerkannt. Künftig dürfen in Apotheken, Spitälern, Arztpraxen und Testzentren alle Arten von Schnelltests durchgeführt werden, die den Kriterien des BAG entsprechen.

Schnelltests auch ohne Symptome

Schnelltests können zudem neu auch bei Personen ohne erkennbare Symptome und ausserhalb der geltenden Testkriterien des BAG durchgeführt werden. Sie können zum Beispiel als zusätzlicher Schutz in Schutzkonzepten von Altersheimen, Hotels oder am Arbeitsplatz integriert werden. Ein negatives Resultat eines Schnelltests ist nur am Testtag gültig. Bisher durften nur Personen mit Symptomen, nach einer Meldung durch die Swiss-Covid-App und im Rahmen von angeordneten Ausbruchsuntersuchungen getestet werden.

Personen oder Institutionen, die einen Schnelltest ausserhalb der Testkriterien durchführen, müssen den Schnelltest selbst bezahlen. Wer positiv getestet wird, sollte als Bestätigung unverzüglich einen PCR-Test durchführen lassen. Der Grund dafür ist die höhere Wahrscheinlichkeit falsch positiver Resultate solcher Schnelltests. Die Kosten für den PCR-Bestätigungstest werden vom Bund übernommen.

Kein Ersatz für Hygiene- und Verhaltensregeln

Schnelltests sind kein Ersatz für die Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Handhygiene, Abstand halten, Maske tragen und Kontakte reduzieren bleiben zentrale Massnahmen zum Schutz vor einer Infektion und zur Bekämpfung der Epidemie.

Und wie reagiert der Kanton St. Gallen? Die Regierung trifft sich am Samstagmorgen zu einer Sitzung und wird um 13.30 Uhr informieren.

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So funktioniert die St. Galler Impfstrategie (17.12.20)

Mit der Zulassung eines oder mehrerer Impfstoffe gegen Covid-19 wird in Kürze gerechnet. Nach erfolgter Zulassung wird sich der Kanton St.Gallen an die nationalen Impfempfehlungen halten und gemäss der Impfstrategie des Bundes mit dem Impfen von spezifischen Zielgruppen beginnen.

Impfungen sind in der Schweiz freiwillig – auch für Covid-19 wird es im Kanton St.Gallen keine Impfpflicht geben. Dagegen setzt der Kanton auf umfassende Informationen. Die Impfung gegen Covid-19 kann vor einer Erkrankung und schweren Krankheitsverläufen schützen und so die Krankheitslast in der Gesundheitsversorgung reduzieren. Da aktuell noch nicht bekannt ist, ob auch das Ansteckungs- und Übertragungsrisiko mit einer Impfung tiefer ist, bleiben die Hygiene- und Verhaltensregeln auch weiterhin wichtig und können durch die Impfung vorerst nicht ersetzt werden.

Vorerst keine Impfzentren

Zur Zielgruppe gehören neben den besonders gefährdeten älteren Menschen mit Vorerkrankungen auch das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt und Betreuungspersonen von besonders gefährdeten Menschen. Für die breite Bevölkerung wird die Impfung voraussichtlich erst in einigen Monaten zur Verfügung stehen.

Der Kanton möchte das Impfen niederschwellig und kostenlos anbieten. In erster Linie sollen sich Personen deshalb über bestehende medizinische Strukturen impfen lassen können. Der Kanton verfolgt eine nachhaltige und längerfristige Strategie zum bestmöglichen Schutz der Bevölkerung. Auf grosse Impfzentren in Messe- oder Turnhallen verzichtet der Kanton zumindest zu Beginn.

So funktioniert das 3-Phasen-Modell

Die Ausrollung der Impfungen wird gestaffelt erfolgen, da zu Beginn voraussichtlich nur wenig Impfstoff zur Verfügung stehen wird:

  • 1. Phase: In der ersten Phase mit wenig Dosen an Impfstoff und komplexen Liefer- und Lagerbedingungen wird an wenigen Impfstandorten wie Spitälern und wenigen Impfpraxen geimpft. Bewohnende und Mitarbeitenden von Betagten- und Pflegeheimen werden vor Ort mit Unterstützung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten oder mobilen Impf-Teams geimpft. Im Januar dürften voraussichtlich 10'000 Impfdosen im Kanton St. Gallen zur Verfügung stehen. Da pro Person zwei Impfungen nötig sind, können damit 5000 Personen geimpft werden.
  • 2. Phase: Wenn mehr Dosen an Impfstoff zur Verfügung stehen, werden in einer zweiten Phase weitere Impfstellen mit Impfstoff versorgt, zum Beispiel grosse Arztpraxen. So können entsprechend mehr Risikopatientinnen und -patienten sowie Betreuende von Risikopatientinnen und -patienten gegen Corona geimpft werden.
  • 3. Phase: In der dritten Phase soll es Impfungen für die breite Bevölkerung geben. Diese Phase wird voraussichtlich ab Mai oder Juni sein, wenn deutlich grössere Mengen an Impfstoff verfügbar sind und auch Impfstoffe mit weniger hohen Ansprüchen an Logistik und Lagerung erhältlich sind. Dafür können neben Arztpraxen zusätzlich auch Apotheken eine wichtige Rolle übernehmen. Grössere Impfzentren in Messe- oder Turnhallen könnten kurzfristig zum Einsatz kommen, wenn die regulären Strukturen nicht ausreichen. (pd/red)

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Umfrage: Wäre Restaurant-Schliessung angemessen? (16.12.20)

Am Freitag bespricht der Bundesrat weitere Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus. Am Samstag wird die St. Galler Regierung nachziehen. Es scheint wahrscheinlich, dass spätestens am Wochenende die Schliessung der gastronomischen Betriebe im Kanton St. Gallen angeordnet wird und die Bars und Restaurants in der Folge schliessen müssen. Dieser Schritt ist laut Bruno Damann, Präsident des St. Galler Regierungsrates sehr wahrscheinlich, weil die Ansteckungsgefahr dort hoch sei.

Doch was halten die Leser von hallowil.ch von dieser möglichen Anordnung? Machen Sie mit bei der Umfrage ganz am unteren Ende dieses Artikels.

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Kanton spricht ab Januar Härtefall-Gelder (15.12.20)

Knapp zweieinhalb Wochen nachdem der Bundesrat den Rahmen für das Härtefallprogramm von Bund und Kantonen verabschiedet hat, legt die St. Galler Regierung ihre Verordnung per Dringlichkeitsrecht für die Umsetzung der Hilfen im Kanton St.Gallen vor. Sie will Betriebe unterstützen, die nach betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Kriterien eine Chance auf Weiterbestand haben. Die Regierung hat die Bezugskriterien in der kantonalen Verordnung entsprechend definiert. Wer finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen will, muss deshalb eigene Reserven einbringen.

Diese Branchen können profitieren

Insgesamt stehen im Kanton St.Gallen vorerst 22,6 Millionen Franken für Härtefallmassnahmen zur Verfügung. Die Mittel werden je zur Hälfte durch den Bund und durch den Kanton bereitgestellt. Um sicherzustellen, dass die Finanzhilfen die angestrebte Wirkung entfalten, schränkt die Regierung den Kreis der Bezüger auf folgende Branchen ein:

  • Gastronomie
  • Hotellerie
  • Reisen und Tourismus
  • Märkte und Messen
  • Freizeit und Veranstaltungen
  • Tierparks

Unternehmen dieser Branchen können Unterstützungsgelder anfordern, wenn sie die grundlegenden Anforderungen der Covid-19-Härtefallverordnung des Bundes erfüllen und vor Ausbruch der Corona-Krise (Stichtag 15. März 2020) Personal im Umfang von mindestens 300 Stellenprozenten beschäftigt haben.

Nicht rückzahlbare Beträge und Solidarbürgschaften

Der Kanton unterstützt die Unternehmen mit nicht rückzahlbaren Beiträgen sowie rückzahlbaren Darlehen in Form von Solidarbürgschaften. Letztere gewährt die BG Ostsüd (Bürgschaftsgenossenschaft für KMU) für Bankkredite im Umfang von 100 Prozent des von der Bank gewährten Kreditbetrags zuzüglich eines Jahreszinses. Der Kanton wiederum übernimmt die volle Deckung allfälliger Bürgschaftsverluste. Unternehmen können gemäss Vorgaben des Bundes höchstens 10 Prozent ihres durchschnittlichen Umsatzes der Jahre 2018 und 2019 als nicht rückzahlbaren Beitrag beantragen. Die Summe ist zudem auf maximal 500'000 Franken begrenzt.

Anders sieht es bei den Solidarbürgschaften aus, also bei den rückzahlbaren Darlehen: Hier können Unternehmen Kredite bis höchstens 25 Prozent des Umsatzes beantragen. Es gilt eine Umsatzobergrenze von 10 Millionen Franken. Wer als Unternehmen einen Härtefall geltend machen will, muss bereits Selbsthilfemassnahmen getroffen haben, um die betrieblichen Folgen der Krise einzugrenzen. Dazu zählt beispielsweise, dass man seit dem Ausbruch der Corona-Krise keine Dividenden und Tantiemen ausgeschüttet oder Rückzahlungen von Aktionärsdarlehen und dergleichen vollzogen hat – ausser man hat durch Kapitalerhöhungen in mindestens gleichem Umfang diese Zahlungen wieder kompensiert.

Nur Online-Einreichung möglich

Unternehmen müssen ihre Anträge auf Unterstützungsgelder online einreichen. Das Formular sowie eine Wegleitung werden ab dem 4. Januar 2021 ab 9 Uhr auf www.sg.ch/coronavirus unter der Rubrik «Betriebe» aufgeschaltet sein. Die Frist für die Einreichung der Anträge endet am 31. Oktober 2021. Die Anträge werden nach dem Eingangszeitpunkt geprüft. Es gilt entsprechend das Prinzip: «First come, first served.» Bereits ab heute sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Prozess online abgebildet. Der Kanton prüft anschliessend, ob die Anträge die formellen Voraussetzungen der kantonalen Verordnung erfüllen. Danach erfolgt die materielle Beurteilung durch ein Fachgremium. Dieses besteht aus Treuhand- und Kreditspezialisten sowie Vertretern des Kantons. Für die Leitung des Fachgremiums hat das Finanz- und Volkswirtschaftsdepartement ein externes Mandat an die OBT AG vergeben. Das Gremium gibt zuhanden des Kantons eine Empfehlung ab, ob, in welcher Form und in welcher Höhe ein nicht rückzahlbarer Beitrag oder ein rückzahlbares Darlehen gewährt werden soll. Basierend darauf fällt der Kanton seinen Antragsentscheid.

Neue Massnahmen ab Freitag und Samstag

Um die betroffenen Unternehmen so rasch wie möglich mit Härtefallgeldern auszustatten, hat die Regierung die nun vorliegende kantonale Verordnung per Dringlichkeitsrecht erlassen. Sie wird dem Parlament auf die Februarsession 2021 hin eine Gesetzesvorlage unterbreiten, welche die dringliche Verordnung in ordentliches Gesetzesrecht überführt. Dieses Vorgehen hat die Regierung mit den im Kantonsrat vertretenen Parteien und Fraktionen vereinbart. Je nach Verlauf der weiteren Diskussionen auf Bundesebene werden die Regierung oder der Kantonsrat das Härtefallprogramm in den kommenden Wochen und Monaten noch anpassen. Dies betrifft insbesondere das finanzielle Ausmass der Hilfen, welche sich aufgrund der jüngsten Ankündigungen des Bundesrats noch erhöhen dürfte

An einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag äusserte sich zudem Regierungspräsident Bruno Damann zur Gastronomie - und macht der Branche kaum Hoffnung. "Die Chance ist gross, dass wir die Betriebe schliessen werden. Es ist ein Ort, wo es Ansteckungen geben kann", sagte Damann. Der Kanton wartet ab, welche Massnahmen der Bundesrat am Freitag beschliesst. Als Konsequenz daraus wird die St. Galler Regierung dann die eigenen Massnahmen am Samstag verkünden. (pd/red)

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Wahlkreis Wil als Corona-Hotspot der Schweiz (14.12.20)

Die Entwicklung bei den Corona-Neuansteckungen geht in die falsche Richtung. Allein im Wahlkreis Wil haben in der vergangenen Woche 464 Personen einen positiven Corona-Befund erhalten. Das sind rund 66 Personen pro Tag. Das ergeben aktuelle Zahlen, welche der Kanton St. Gallen am Montagmorgen publiziert hat. Zum Vergleich: Vor gut zwei Wochen, als die Kurve zwischenzeitlich abgeflacht war, wurden 44 positive Covid-19-Tests pro Tag im Wahlkreis Wil registriert, am vergangenen Freitag deren 60.

In der gut vergleichbaren Auswertung «Anzahl laborbestätigter Covid-19-Fälle der letzten 14 Tag pro 100'000 Einwohner» liegt der Wahlkreis Wil mit 1140 Fällen an der Spitze des Kantons. Noch am Freitag war von 1090 Fällen in den vergangenen 14 Tagen zu berichten gewesen. Auf Platz zwei folgt der Wahlkreis Rorschach mit 1044 Fällen. Im ganzen Kanton waren es in den vergangenen beiden Wochen 951 Neue Covid-19-Fälle pro 100'000 Einwohner.

Somit ist der Wahlkreis Wil aktuell Corona-Hotspot der Schweiz. Zum Vergleich: Landesweit waren zuletzt 622 Fälle pro 100'000 Einwohner vermeldet worden. Diese Zahlen wurden allerdings am vergangenen Freitag publiziert. Aktuellere, landesweite Daten liegen noch nicht vor. (sdu)

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 13. Dezember, 24 Uhr.

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Die Anzahl Neuinfektionen mit Covid-19 sowie die Zahl der Hospitalisationen sind im Kanton St.Gallen in den vergangenen Tagen wieder angestiegen. Das von der Regierung mit den bisherigen Massnahmen verfolgte Ziel einer Stabilisierung und kontinuierlichen Senkung der Fallzahlen konnte daher nicht erreicht werden. Für das Gesundheitspersonal und die Gesundheitseinrichtungen bedeutet dieser Anstieg eine grosse Belastung. Aufgrund dieser angespannten Situation hat die Regierung bereits am Mittwoch ein Massnahmenpaket vorgestellt, das für Entlastung sorgen soll. Das Paket wurde nun auf die vom Bund am Freitag bekannt gegebenen Massnahmen abgestimmt, und die Regierung hat die entsprechende Verordnung verabschiedet. «Die von der Regierung vorgesehenen Massnahmen in den Bereichen öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe sowie Veranstaltungen werden durch die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen ersetzt», teilt die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen am Samstagvormittag in einer Medienmitteilung mit. Ergänzend zu den bereits bestehenden, von Bund und Kanton beschlossenen Massnahmen gilt daher kantonal ab Sonntag neu Folgendes:

  • Besuche in Betagten- und Pflegeheimen müssen in einem öffentlich zugänglichen Raum wie zum Beispiel der Cafeteria oder dem Foyer stattfinden. Die Leitung kann unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen vorsehen. 
  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeitsverpflichtungen so weit als möglich von zu Hause aus erfüllen – also Homeoffice. 
  • Wer positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wird, benachrichtigt unverzüglich alle Personen, mit der er oder sie in den letzten 48 Stunden vor dem Test oder vor dem Auftreten der ersten Symptome engen Kontakt hatte. Die benachrichtigte Person begibt sich unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne.
  • Menschenansammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen, sind verboten. Darbietungen im öffentlichen Raum, die zu Menschenansammlungen führen können, sind verboten.

«Die nun ergriffenen Massnahmen werden so lange in Vollzug bleiben, bis sich ein nachhaltiger Rückgang der Fallzahlen zeigt», betont die Staatskanzlei. Sollte sich in den nächsten Tagen keine Stabilisierung der Fallzahlen ergeben, werden weitergehende Einschränkungen unumgänglich sein. Dabei sei die Regierung bestrebt, dass jene Massnahmen ergriffen werden, die auch für einen längeren Zeitraum umgesetzt werden könnten. Dadurch solle die Gefahr eines raschen Wiederanstiegs der Fallzahlen bei einer Lockerung reduziert werden. «Die Regierung begrüsst die vom Bund angekündigte Aufstockung des Härtefallprogramms», heisst es weiter. Der Kanton St.Gallen werde den damit geschaffenen Spielraum zur Unterstützung der belasteten Branchen nutzen. Die Regierung werde voraussichtlich in der kommenden Woche die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen für eine rasche Abwicklung von Gesuchen um finanzielle Entschädigung schaffen. (pd)

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Wahlkreis Wil weiter an der Spitze: Es sind 60 Neu-Infektionen pro Tag (11.12.20):

Der Wahlkreis Wil bleibt auch nach einer Woche an der Spitze der kantonalen Tabelle «Anzahl laborbestätigter Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100 000 Einwohner. 1090 Fälle waren es in den vergangenen beiden Wochen. Noch vor einer Woche war die Zahl bei 934. Nachdem die Kurve davor etwas abgeflacht war, zeigt sie nun wieder immer weiter nach oben. Zum Vergleich: An zweiter Stelle ist der Wahlkreis Rorschach mit 1037 Fällen, an dritter Stelle kommt mit 994 Fällen der Wahlkreis St. Gallen. 

419 Personen haben in den vergangenen sieben Tagen im Wahlkreis Wil einen positiven Corona-Test erhalten. In der Vorwoche lag diese Zahl noch bei 368 Personen. Und es entspricht rund 60 Fällen pro Tag. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren es noch 52 Fälle gewesen und vor zwei Wochen waren es 44 Fälle pro Tag. Auch kantonsweit steigen die Zahlen weiter an: 2378 Fälle wurden in der letzten Woche registriert. Sieben Tage zuvor waren es noch 2179 Fälle gewesen. Alters- und Pflegeheime sind immer noch stark betroffen. 

Nun stellt sich nun die Frage: Zieht der Bundesrat die geplanten Corona-Verschärfungen durch oder knickt er unter dem Druck von Kantonen und Parteien ein? Am Freitagnachmittag um 14 Uhr will der Bundesrat. hallowil.ch wird über die Entscheidung berichten. 

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 10. Dezember, 24 Uhr.

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Diese Massnahmen sieht die St. Galler Regierung vor (9.12.20):

Die Regierung hat an ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, die maximale Anzahl Personen pro Treffen für private und öffentliche Veranstaltungen auf zehn Personen zu reduzieren und die Sperrstunde für Restaurations- und Freizeitbetriebe auf 22 bis 6 Uhr auszuweiten. Diese von der Regierung vorgesehenen Einschränkungen werden in Vollzug gesetzt, sofern der Bundesrat die am Vorabend in Aussicht gestellten bundesweiten Massnahmen wider Erwarten nicht anordnen sollte. «Mit diesem koordinierten Vorgehen will die Regierung Doppelspurigkeiten und sich überholende Beschlüsse von Bund und Kanton verhindern», heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei. Die Regierung des Kantons St.Gallen unterstütze die Stossrichtung der Massnahmen des Bundesrates und trage diese mit. Im Rahmen der Härtefallregelung seien die Auswirkungen dieser Massnahmen auf die betroffenen Branchen zu berücksichtigen. Die Regierung habe darüber hinaus weitere Einschränkungen beschlossen. «Die Einschränkungen sind notwendig, weil die Anzahl Neuinfektionen mit Covid-19 im Kanton St.Gallen in den vergangenen Tagen wieder gestiegen ist», betont die Regierung. Mit den nun beschlossenen Einschränkungen zielt die Regierung darauf ab, das Gesundheitssystem funktionsfähig zu behalten.

Kreis möglicher Ansteckungen minimieren

Der Bevölkerung kommt in der Präventionsstrategie weiterhin die zentrale Rolle zu. Sie kann am meisten dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, indem sie die Anzahl Kontakte minimiert und die Abstands- und Hygieneregeln einhält. Je mehr unterschiedliche Personen man trifft, umso grösser ist die Möglichkeit für das Virus, sich weiter zu verbreiten. Aufgrund dieser Überlegungen unterstützt die Regierung das Ziel des Bundesrates, die maximale Anzahl Personen pro Treffen einzuschränken.

Enge Kontaktpersonen müssen in Quarantäne

Um die Möglichkeit einer Ansteckung zu minimieren, hat die Regierung auch entschieden, die Quarantäneregeln wieder zu verschärfen. «Neu müssen alle engen Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen in Quarantäne», so die Regierung. Wer mit einer infizierten Person im gleichen Haushalt wohne, werde vom Team des Contact Tracings informiert und müsse zehn Tage in angeordnete Quarantäne.

Enge Kontaktpersonen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen, müssen von der positiv getesteten Person selber informiert werden. Diese Personen müssen sich zehn Tage in Selbstquarantäne begeben. Bei Selbstquarantäne ohne Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, besteht über eine Selbstdeklaration Anspruch auf EO. Die entsprechenden Formulare sind bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St.Gallen beziehungsweise bei der zuständigen Ausgleichskasse aufgeschaltet. Das Gesundheitsdepartement kann Ausnahmen für die Quarantänepflicht bewilligen, vor allem für das Personal von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. «Die Regierung empfiehlt zudem, dass sich auch Personen mit grippalen Symptomen in Isolation begeben und sich so rasch als möglich testen lassen», heisst weiter.

Skigebiete offen, aber noch keine Bewilligung für Weihnachtswoche

Bis zum 22. Dezember können die Skigebiete gemäss aktueller Verordnung des Bundes ihren Betrieb öffnen, sofern das entsprechende Schutzkonzept bis spätestens diesen Freitag, 11. Dezember, beim Gesundheitsdepartement eingereicht ist. Als Skigebiet gilt, sobald mindestens ein Ski- oder Sessellift zur Verfügung steht. Während des Bewilligungsverfahrens des Schutzkonzeptes darf das Skigebiet die Anlagen betreiben, längstens bis zum 22. Dezember. Für die Zeit nach dem 22. Dezember erachtet die Regierung aktuell die Voraussetzungen für eine Bewilligung als nicht erfüllt. Der Reproduktionsfaktor liegt im Kanton St.Gallen zurzeit über 1 und die Auslastung der Spitäler, besonders die Auslastung der Intensivstationen, ist zu hoch. Beim Wintersport ereignen sich immer wieder schwere Unfälle, die zu einer zusätzlichen Belastung der Spitäler führen. Eine solche Zusatzbelastung wäre gegenwärtig nicht tragbar.

Eine Bewilligung (allenfalls mit zusätzlichen Auflagen) für nach dem 22. Dezember 2020 kann in Aussicht gestellt werden, wenn der Reproduktionsfaktor unter 1 zu liegen kommt und genügend Intensivpflegeplätze zur Verfügung stehen. Im Skigebiet selbst werden Zivilschutzdienstleistende eingesetzt, um die Einhaltung der Schutzkonzepte zu überprüfen. Sie werden in den Skigebieten als «Ranger» patrouillieren und in erster Linie überzeugen, ermuntern und ermahnen. Strafkompetenzen werden sie nicht haben. Sie werden aber ihre Feststellungen an das Gesundheitsdepartement zurückmelden, damit die Bewilligungsbehörde allfällige Sanktionen aussprechen kann. Die Gemeinden kontrollieren weiterhin die Restaurationsbetriebe, damit die dort geltenden Schutzkonzepte eingehalten werden. Die Einhaltung des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmenden übernimmt das Arbeitsinspektorat.

Besuche in Heimen in öffentliche Räume verlegen

In den Heimen können Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin zwei Besuche pro Tag empfangen. «Neu müssen die Besuche aber in einem öffentlich zugänglichen Raum stattfinden wie zum Beispiel der Cafeteria oder dem Foyer.» Für den öffentlich zugänglichen Raum müsse ein Schutzkonzept vorliegen. Zimmerbesuche seien nicht mehr erlaubt, da nur in den öffentlich zugänglichen Räumen ein Schutzkonzept konsequent umgesetzt werden kann. Zudem wird damit das Personal entlastet, das in der Pflege dringend benötigt wird.

Wenn möglich von zu Hause aus arbeiten

Viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Kanton St.Gallen ermöglichen ihren Mitarbeitenden bereits das Arbeiten von zu Hause aus – so auch die Verwaltung. Die Regierung sieht darin eine Chance, die Anzahl Kontakte zu minimieren. «In der Zeit vor Weihnachten und danach ist Homeoffice besonders wichtig, um Kontakte in der Familie zu ermöglichen», so die Regierung.

Die Regierung hat daher beschlossen, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dafür zu sorgen haben, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeitsverpflichtungen so weit als möglich von zu Hause aus erfüllen. Die Unternehmen und die Verwaltung sollen das betrieblich für sie vertretbare und tragbare in Bezug auf Homeoffice umsetzen. Diese Anordnung ist bis Mitte Januar 2021 befristet.

Die übrigen Einschränkungen gelten bis auf Widerruf unbefristet und werden am Sonntag, 13. Dezember, 00.00 Uhr, unter Berücksichtigung der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen in Vollzug gesetzt. (red)

Medienkonferenz der St. Galler Regierung im Replay:


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Es sind wieder mehr als 50 Neu-Infektionen pro Tag (4.12.20)

Der Wahlkreis Wil ist wieder zurück an der Spitze der derzeit wohl meistgehassten Tabelle: Nämlich bei der Statistik «Anzahl laborbestätigter Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner». 934 Fälle waren es in den vergangenen beiden Wochen. Noch vor einer Woche hatte sich die Zahl bei 865 Fällen eingependelt. Nachdem die Kurve zwischenzeitlich etwas abgeflacht war, zeigt sie nun also wieder leicht nach oben.

368 Personen haben in den vergangenen sieben Tagen im Wahlkreis Wil einen positiven Corona-Befund erhalten. Das entspricht einer Zunahme um 7,3 Prozent im Vergleich mit der Vorwoche. Und es entspricht rund 52 Fällen pro Tag. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren es noch 44 Fälle gewesen. Auch kantonsweit sind die Zahlen wieder ansteigend. 2179 Fälle wurden in der letzten Woche registriert. Sieben Tage zuvor waren es noch 1780 Fälle gewesen. Alters- und Pflegeheime sind immer noch stark betroffen. Vermehrt kommt es aber auch in Firmen zu Ansteckungen.

Drohen nun verschärfte Massnahmen? Der Kanton St. Gallen wird am kommenden Mittwoch (9. Dezember) um 14 Uhr eine Pressekonferenz abhalten und zur aktuellen Corona-Situation informieren. hallowil.ch wird den Livestream dieser Pressekonferenz zeigen.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 3. Dezember, 24 Uhr.

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17 Corona-Tote in Wiler Altersheimen (2.12.20)

In den von Covid-19 betroffenen Wiler Heimen – Sonnenhof, Fürstenau und Bergholz – sind insgesamt 17 Tote zu beklagen. Unter den Mitarbeitenden haben sich bislang ungefähr 20 Prozent mit dem Coronavirus infiziert. Das teilt Thurvita am Mittwochmittag mit.

Das gröbste scheint aber überstanden zu sein. Die Mehrheit der Thurvita-Bewohnenden darf wieder Besuche empfangen. Dabei gelten die Regeln des Kantons St. Gallen: Besuchende melden sich vorgängig an und es dürfen maximal zwei Besuchende pro Tag und Einwohner ins Heim kommen. In der Pflegewohnung Bergholz sind Besuche nur in palliativen Situationen möglich. Dieselbe Einschränkung gilt weiterhin auch für eine Abteilung des Pflegezentrums Fürstenau. Im Alterszentrum Sonnenhof befindet sich aktuell noch eine Person in Isolation wegen Covid-19 und muss auf Besuche verzichten.

Balance finden

Thurvita beobachtet die Entwicklungen rund um das Coronavirus genau, beurteilt die Massnahmen in den Heimen laufend neu und passt sie bei Bedarf an, wie die Organisation am Mittwoch mitteilt. Dabei gelte es die Balance zu finden zwischen den Bedürfnissen jedes einzelnen Bewohnenden und dem Schutz aller Betagten, die unter demselben Dach wohnen. (pd/red)

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Auch das WPH Flawil mit Todesfällen (1.12.20)

Mitte November ist es auch im Wohn- und Pflegeheim (WPH) in Flawil passiert. Trotz Schutzkonzept fand das Coronavirus den Weg in die Institution. Aktuell seien 28 Bewohner und 13 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Vier Personen sind an den Folgen der Infektion gestorben. Das berichtet die Wiler Zeitung am Dienstagabend mit Verweis auf eine entsprechende Mitteilung des WPH. Demnach würden 14 Personen Symptome aufweisen, aber noch auf das Ergebnis warten. Laut dem Artikel wurde ein Besuchsverbot angeordnet, welches voraussichtlich bis zum 18. Dezember aufrecht bleibt. Ausnahmen seien in speziellen Situationen und in Rücksprache mit der Heimleitung möglich.

In immer mehr Alters- und Pflegeheimen der Region Wil hat sich das Coronavirus verbreitet. Am schlimmsten war die Situation im Seniorenzentum Uzwil, wo binnen dreier Wochen 22 Todesfälle hingenommen werden mussten. Zu sagen ist allerdings, dass das Alterszentrum Uzwil eine der grössten Institutionen in der Region Wil ist.

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Kurve zeigt wieder leicht nach oben (30.11.20)

Spielt da der Black Friday mit vielen Begegnungen in den Einkaufszentren eine Rolle? Am Montagmorgen hat der Kanton St. Gallen aktuelle Zahlen zur Entwicklung der Corona-Infektionen publiziert. Im Wahlkreis Wil haben demnach in der vergangenen Woche 344 Personen einen positiven Corona-Befund erhalten. Das sind 49 Fälle pro Tag. Noch vor dem Wochenende war zu bilanzieren gewesen, die Zahl sei zuletzt leicht gesunken auf noch 44 Fälle pro Tag. Oder anders formuliert: Ein deutlicher Abwärtstrend ist nicht auszumachen. Nun schon von einem neuerlichen Aufwärtstrend zu sprechen, wäre aber auch verfrüht.

Für den kantonalen und landesweiten Vergleich wird jeweils die Kennzahl «Laborbestätigte Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner» angegeben. Auch dieser Wert zeigt nach dem Wochenende leicht nach oben im Wahlkreis Wil. 914 Fälle wurden in den vergangenen beiden Wochen ermittelt. Am vergangenen Freitag waren es in eben dieser Statistik noch 865 Fälle gewesen. An der Spitze liegt weiterhin das Rheintal mit aktuell 1014 Fällen. Auch kantonsweit ist diese Zahl über das Wochenende wieder leicht angestiegen – von 760 auf 799 Fälle. Der Wahlkreis Wil liegt somit weiterhin klar über dem kantonalen Durchschnittswert.

Und wie sieht die Situation im Spital Wil aus? Am Montagmorgen wurden 14 Patienten mit einer bestätigten Corona-Virus-Infektion gepflegt. Das ist eine Person weniger als noch vor Wochenfrist. (sdu)

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 29. November, 24 Uhr.

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Ansteckungs-Quote im Wahlkreis Wil sinkt langsam (27.11.20)

Die ganz grosse Entspannung ist es noch nicht. Aber die Zahl bewegt sich langsam nach unten – auf nach wie vor hohem Niveau. Noch 44 Neuansteckungen mit dem Coronavirus sind in der vergangenen Woche im Wahlkreis Wil registriert werden – pro Tag. Eine Woche zuvor war dieser Wert bei 46 Neuansteckungen gelegen. In der gut vergleichbaren Tabelle «Laborbestätigte Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner» hat der Wahlkreis Wil im Kanton St. Gallen nach wie vor einen ungeliebten Spitzenplatz inne. 865 Fälle wurden am Freitagmorgen gemeldet. Zum Vergleich: Zu Rekordzeiten waren es 1200 Fälle in zwei Wochen gewesen. Einzig im Wahlkreis Rheintal ist die Ansteckungsrate aktuell noch höher mit 937 Fällen. Im Toggenburg, lange an der Spitze, hat sich die Zahl auf 604 Fälle reduziert. Kantonsweit liegt der Durchschnitt bei 760 Fällen pro 100'000 Einwohner.

Alles in allem waren bisher im Wahlkreis Wil seit Pandemie-Ausbruch im März 2665 Personen mit dem Coronavirus infiziert, in ganzen Kanton knapp 16'500 Personen. 

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 26. November, 24 Uhr.

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6 Corona-Fälle  im Kirchberger «Sonnegrund» (26.11.20)

Das Covid-19-Virus macht auch vor dem Haus für Betagte «Sonnegrund» in Kirchberg nicht halt. Nachdem am Montag die ersten zwei positiven Fälle aufgetreten sind, haben mittlerweile 6 der 70 Bewohner einen positiven Corona-Befund erhalten. «Verschiedene Bewohnende sind in Quarantäne, weil sie mit den laborbestätigten Bewohnenden Kontakte pflegten», schreibt Betriebsleiterin Martha Storchenegger am Donnerstagmittag in einer Mitteilung.

Es wurde entschieden, einen internen Lockdown bis voraussichtlich 7. Dezember zu verhängen. Es wird allen Bewohnern empfohlen, auf ihren Zimmern zu bleiben, um eine Durchmischung zu verhindern. Auf Gruppenaktivitäten und Anlässe wird verzichtet. Gegessen wird in den Zimmern. Spaziergänge auf dem «Sonnegrund»-Gelände sind für die gesunden Bewohner weiterhin möglich.

Ab sofort und bis voraussichtlich 7. Dezember gilt im «Sonnegrund» ein generelles Besuchsverbot. Davon ausgenommen bleiben angemeldete Besuche im geschützten Besucherraum oder beantragte Besuche in ausserordentlichen Situationen. In solchen Fällen erteilt die Heimleitung Ausnahmebewilligungen. Anfangs Dezember wird die Situation neu beurteilt und über weitere Massnahmen entschieden. (pd/red)

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Für Gottesdienste anmelden (25.11.20)

Bereits seit einigen Wochen können an Veranstaltungen nicht mehr als 50 Personen teilnehmen. «Bei verschiedenen Gottesdiensten rechnen wir jedoch mit mehr als 50 Personen», erklärt die katholische Pfarr- und Kirchgemeinde Wil. Um Engpässe in der kommenden Advents- und Weihnachtszeit möglichst zu vermeiden, wurde nun ein elektronisches Anmeldesystem eingeführt. Wer an einem Gottesdienst teilnehmen möchte, kann sich ab dem 28. November auf der offiziellen Internetseite der Pfarr- und Kirchgemeinde anmelden. Falls für Interessierte kein Internetzugang zur Verfügung besteht, so kann während den Bürozeiten von Montag bis Freitag, je von 8 bis 11.30 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr, die Anmeldung telefonisch über die Administration unter der Nummer 071 914 88 10 getätigt werden.

«Eine Anmeldung für einen Gottesdienst kann jedoch frühestens eine Woche vor der Feier gebucht werden», heisst es in einer Medienmitteilung der katholischen Pfarr- und Kirchgemeinde Wil. Die Anmeldung gewähre den Zugang zur Kirche oder des Pfarreizentrums, es bestehe jedoch keine spezifische Platzreservation. Nicht angemeldete Personen könne Zutritt nur gewährt werden, wenn die zugelassene Anzahl Besucher nicht überschritten werde. «In den Gottesdiensten und bei anderen kirchlichen Veranstaltungen gilt weiterhin eine Maskentragepflicht ab zwölf Jahren», wird betont.

Stimmungsvoller Advent trotz Corona

Nach Angaben der Pfarr- und Kirchgemeinde werden beiden Wochenendgottesdienste aus der Kirche St. Peter im Internet live übertragen: Diese finden am Samstag um 17 Uhr sowie am Sonntag um 09.30 Uhr statt. «Zudem werden vom 24. bis zum 27. Dezember die Christmetten sowie die täglichen Eucharistiefeiern live übertragen», wird in der Medienmitteilung versprochen. Die Gottesdienste können nach etwa drei Stunden auch nachträglich auf dieser Website abgerufen und angeschaut werden. «Vieles ist in dieser Zeit der Pandemie leider nicht möglich», heisst es weiter, «Die Kirchgemeinde ist jedoch überzeugt, dass es gemeinsam gelingen wird, auch in diesem besonderen Jahr die Advents- und Weihnachtszeit stimmungsvoll zu gestalten.» (pd)

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Die katholische Pfarr- und Kirchgemeinde gibt trotz Coronavirus alles, um eine stimmungsvolle Advents- und Weihnachtszeit zu ermöglichen. (Bild pd)

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Regierung empfiehlt: «Nicht als ganze Familie einkaufen gehen» (24.11.20)

Die Weihnachtszeit ist die wichtigste Saison für viele Detaillisten. Sie haben deshalb gute Schutzkonzepte erarbeitet und setzen diese um. Am meisten zur Sicherheit beim Einkaufen tragen indes die Konsumenten selber bei. Ihr Verhalten wird in den kommenden Tagen und Wochen besonders wichtig sein. Aufgrund der anstehenden Rabatttage und Weihnachtsverkäufen rechnet die St. Galler Regierung mit einem erhöhten Personenaufkommen in den Läden. Nun gibt sie Tipps, wie man sich im Corona-Einkaufsstress verhalten soll:

  • Kaufen Sie während der Woche tagsüber ein, wenn Sie können.
  • Vermeiden Sie Einkäufe zu den Stosszeiten am Abend und am Wochenende.
  • Nehmen Sie nicht die ganze Familie zum Einkaufen mit, wenn Sie nicht müssen.
  • Halten Sie Abstand, sei es an der Kasse, bei der Garderobe oder bei den Regalen.
  • Desinfizieren Sie sich regelmässig die Hände, zum Beispiel bevor und nachdem Sie den Einkaufswagen/Korb angefasst haben.
  • Tragen Sie eine Maske, auch schon bei der Anreise im ÖV und im Auto mit Freunden.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich krank fühlen oder mit einer kranken Person im selben Haushalt wohnen. (pd)

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Corona-Fälle im «Sonnegrund» Kirchberg (23.11.20)

«Der Sonnengrund ist keine «coronafreie Insel» mehr. Das muss Martha Storchenegger, Betriebsleiterin des Alterszentrums Sonnegrund in Kirchberg, auf der Homepage der Institution mitteilen. Demnach seien diverse Bewohnende in Isolation oder Quarantäne. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen. Seit Montag gelten besondere Schutzmassnahmen und ein generelles Besuchsverbot – vorerst befristet bis am 7. Dezember.

Das Seniorenzentrum in Uzwil hat bereits seit geraumer Zeit ein Besuchsverbot verhängt. Wie die «Wiler Zeitung» unlängst berichtete, waren innerhalb von drei Wochen schon 17 Todesfälle zu beklagen. Alles in allem haben sich demnach an den beiden Standorten Sonnmatt und Marienfried über 60 Personen infiziert.

Auch in den Wiler Alters-Institutionen der Thurvita sowie im «Solino» Bütschwil mussten Corona-Fälle akzeptiert werden. (red)

Ältere Beiträge zur zweiten Corona-Welle finden Sie hier