Das Coronavirus wird so manche Branche hart treffen. «Mit zum Teil existenzbedrohenden Einnahmeverlusten müssen vor allem Restaurants und Cateringbetriebe rechnen, aber auch Veranstalter von Sport- und Kulturereignissen. Darunter sind Vereine, die kurzfristig geplante Veranstaltungen absagen müssen und somit die Kosten nicht mehr durch Eintrittsgebühren und Sponsoring decken können.» Dies schreibt die Wiler SVP-Fraktion in einer dringlichen Anfrage an den Stadtrat, welche am Samstagabend übermittelt wird.

Zwar hätten Bund und Kanton finanzielle Unterstützung zugesichert. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass diese ausreichen werde, um sämtliche Verluste zu kompensieren. Darum solle die Stadt prüfen, ob ein Fonds für städtische finanzielle Härtefälle geschaffen werden könne. Der SVP schwebt vor, dass der Gewinn der Technischen Betriebe Wil des Jahres 2019 – oder ein Teil davon – in diesen Fonds fliesst. Die Antwort des Stadtrates steht noch aus.

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Kanton St. Gallen schränkt Spitalbesuche stark ein (14.3.)

Ab Montag, findet in den Schulen kein Präsenzunterricht mehr statt. Damit berufstätige Eltern insbesondere im Gesundheitswesen weiterhin arbeiten gehen können, verpflichtet die Regierung die Schulen, ab Montag bis und mit zum 4. April ein Betreuungsangebot sicherzustellen. Kein Kind soll unbetreut sein. Der Regierung ist es aber ein Anliegen, dass sich Elternteile ohne Berufstätigkeit gerade in den ersten Tagen gegenseitig helfen. Für die Regierung ist klar, dass die Kindertagesstätten weiterhin in Betrieb bleiben müssen. Betreuen, die einer Risikogruppe gemäss Bundesamt für Gesundheit angehören, sollen jedoch die Betreuung nicht mehr selber übernehmen, sondern allenfalls alternative Arbeiten übernehmen.

Die Regierung hat zudem entschieden, dass Schüler in der Sekundarstufe II ihre Aufnahme- und Abschlussprüfungen durchführen müssen. Das Bildungs- und das Gesundheitsdepartement werden sicherstellen, dass die Hygienevorgaben eingehalten werden.

Nur in Ausnahmesituationen Spitalbesuche möglich

Bewohner von Alters- und Pflegeheimen gehören zu den besonders gefährdeten Personen. Bei ihnen kann das Coronavirus einen schweren Verlauf nehmen. In Spitälern wiederum ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten, einerseits um geschwächte Patienten und andererseits um das Gesundheitspersonal zu schützen. Die Regierung hat deshalb in Absprache mit den Gesundheitsinstitutionen entschieden, Besuche in Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen ab kommenden Montag bis zum 30. April stark einzuschränken. Erlaubt sind nur noch Besuche von Personen von Heimbewohner, die sich in ausserordentlichen Situationen befinden. Dazu gehören zum Beispiel Eltern von Kindern im Spital, Partner von Gebärenden oder Besucher von palliativen Patienten oder Bewohnern.

Bereits heute werden aufgrund der bundesrätlichen Vorgaben viele Veranstaltungen abgesagt. Weiterhin erlaubt bleiben Veranstaltungen mit unter 100 Teilnehmenden, sofern sie die Vorgaben des Kantons einhalten. Restaurants, Bars und Clubs wiederum dürfen nicht mehr als 50 Personen gleichzeitig Einlass gewähren. Die Regierung appelliert an die Selbstverantwortung der Bevölkerung. Die Kantonspolizei wird bei Anzeigen einschreiten und auch Stichproben durchführen.

Regierung will KMUs unterstützen

Die Regierung begrüsst im Grundsatz das wirtschaftliche Unterstützungspaket des Bundesrates. Die Wirtschaft und Unternehmen befanden sich vor der Krise laut St. Galler Regierung in einer soliden Verfassung. Viele Unternehmen sind nun aber von den drastischen Einschränkungen im Alltag betroffen. Sie verzeichnen Umsatzeinbussen, die sich auf die Beschäftigung von Arbeitnehmenden auswirken. Zu diesem Zweck existiert die Möglichkeit der Kurzarbeit. In den vergangenen Tagen haben rund 15 Betriebe täglich beim Amt für Wirtschaft und Arbeit Kurzarbeitsgesuche angemeldet. Für die Regierung ist die Kurzarbeit ein praxiserprobtes Instrument zur Bewältigung von temporären Krisen auf dem Arbeitsmarkt. Die Massnahme hilft den Unternehmen dabei, vorübergehende Beschäftigungseinbrüche auszugleichen und so Arbeitsplätze zu erhalten.

Etliche Unternehmen laufen zudem in Liquiditätsengpässe. Die Regierung ruft deshalb die Banken dazu auf, zu ihren Firmenkunden zu stehen und in dieser schwierigen Situation auch ausreichend Liquidität zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig prüft die Regierung eine Stärkung der Bürgschaftsgenossenschaft Ost-Süd, damit diese schnell und unbürokratisch mehr Handlungsspielraum zur Stärkung der KMU erhält. Der Bund hat in seinem Paket zum gewerblichen Bürgschaftswesen zwar Massnahmen in Aussicht gestellt, die nach Beurteilung der Regierung aber wohl nicht ausreichen werden.

Urnenabstimmungen statt Bürgerversammlungen

Die Regierung sieht in der aktuellen Situation ausserordentliche Verhältnisse gemäss Gemeindegesetz, die die Durchführung einer Bürgerversammlung verhindern. Sie empfiehlt deshalb den Gemeinden, die anstehenden Bürgerversammlungen nicht durchzuführen, sondern diese per Urnenabstimmung durchzuführen. Diese könnten am 19. April oder am 17. Mai stattfinden.

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Keine Partys im Gare de Lion (14.3.)

Das Coronavirus bringt Einschränkungen für alle Altersgruppen mit sich. Den Jungen – nicht Haupt-Risiko-Gruppe – wird empfohlen, möglichst wenig zu reisen, um sich nicht auch noch anzustecken. Und auch das Nachtleben gestaltet sich anders. Nämlich stark reduziert.

Im Wiler Gare de Lion mussten die beiden für dieses Wochenende geplanten Veranstaltungen abgesagt werden. Dazu gehört auch die Bad Taste Party, welche am Samstagabend (14. März) hätte stattfinden sollen. «Wir sind untröstlich», schreibt da Gare de Lion-Team in einer Mitteilung. Tickets können an den Vorverkaufsstellen und direkt bei starticket.ch zurückgegeben werden.

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Badminton: Playoff-Halbfinals abgesagt (13.3.)

Das Coronavirus hat auch den Schweizer Badmintonsport in die Knie gezwungen. «Der Badmintonclub Uzwil nimmt den vorläufigen Unterbruch der Nationalliga A zur Kenntnis», so der Verein in einer Medienmitteilung. Die Entscheidung war zuletzt unumgänglich und die logische Konsequenz aus den aktuellen Umständen. «Auch sportlich hätten aktuell die Playoffs nur noch unter verzerrten Wettbewerbsbedingungen durchgeführt werden können», heisst es weiter.

Somit ist für den Badmintonclub Uzwil der geplante Playoff-Halbfinal gegen Zürich an diesem Wochenende gestrichen. «Ob die Playoffspiele überhaupt noch gespielt werden bleibt fraglich», informiert der Verein weiter. Allenfalls könnten Halbfinal- und Finalspiele im Juni nachgeholt werden. Dies werde der Verband zeitnah entscheiden. Auch wie es in den unteren Ligen weitergehen werde. 

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HV des Lindenhof-Quartier findet nicht statt (13.3.)

Auch der Vorstand des Wiler Quartiers Lindenhof zieht nach und entscheidet aufgrund der aktuellen Entwicklung rund um das Coronavirus die 47. Hauptversammlung vom 21. März zu verschieben. «Ein neues Datum für die Hauptversammlung wird zu gegebener Zeit den Mitgliedern bekanntgegeben werden», heisst es in einem kurzen Schreiben. Das Verschiebedatum werde frühestens im Juni sein. 

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Wiler Spielfest 2020 ist definitiv abgesagt (13.3.):

Wer am Freitagmorgen die Webseite des Wiler Spielfestes besuchte, dem stach sofort in roter, fetter Schrift folgende Mitteilung ins Auge: «Das Wiler Spielfest 2020 ist aufgrund der aktuellen Ereignisse leider abgesagt.» Garniert war das Ganze mit einem traurigen Smiley. Tatsächlich rang das OK des Wiler Spielfestes schon seit Anfang März mit sich, ob es den beliebten Familienanlass absagen sollte, doch wollte man «zuerst die weiteren Entwicklungen und die weiteren verbindlichen Verfügungen der Behörden und des Bundesrates abwarten», wie OK-Präsident und -Sprecher Olaf Sommer am Freitagvormittag erklärte. Doch aufgrund der weiterhin äusserst volatilen Lage in Sachen Coronavirus und dem Umstand, dass aktuell eher mit einer zeitnahen Verschärfung, denn mit einem Abflauen der Pandemie zu rechnen ist, hat das Organisationskomitee des Wiler Spielfestes – bestehend aus Mitgliedern des Wiler Spieleclub und der Ludothek Wil – am Donnerstagabend an einer ausserordentlichen Sitzung beschlossen, «schweren Herzens auf das Spielfest heuer zu verzichten». Wegen der aktuellen Lage gab es für das OK keine andere Wahl. «Der Entscheid fiel einstimmig», so Olaf Sommer. 


Das Wiler Spielfest 2021 kommt bestimmt

Gleichzeitig wurde aber auch der Entscheid gefällt, dass heuer überhaupt kein Spielfest stattfinden wird. Denn zum einen könne aktuell niemand absehen, wie lange die Coronavirus-Pandemie noch anhalten werde. Und zum anderen sei es organisatorisch zu aufwendig, um innert weniger Monate alles noch einmal aufzugleisen. Das Spielfest-OK bedauert die Absage, im Wissen, dass sich viele Hunderte Spielernaturen Jahr für Jahr aufs Wiler Spielfest freuen, sehr, doch der Entscheid ist definitiv. «Wir wünschen allen zuallererst, dass sie gesund durch die ganze Sache kommen – und danach natürlich auch viele schöne private Spielrunden bis zum Wiler Spielfest 2021», so Olaf Sommer. (cla)

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Rund 30 Unternehmen haben Kurzarbeit vorangemeldet (12.3.):

«Die Voranmeldungen betreffen hauptsächlich die Branchen Messebau und Veranstaltungstechnik, Markthändler, Gastro sowie Hotellerie, einige Produktionsbetriebe sowie verschiedene weitere Dienstleister», sagt Karin Jung, Amtsleiterin des St. Galler Volkswirtschaftsdepartements zu hallowil.ch. Per Montagabend – das sind die aktuellsten Zahlen – lagen dem Amt für Wirtschaft und Arbeit 28 Voranmeldungen von Unternehmen vor, die den Arbeitsausfall ausschliesslich auf die Auswirkungen des Coronavirus zurückführen. Zum Vergleich: Per Ende Februar – also noch vor den behördlichen Massnahmen im Zuge des Virus’ – hatten 31 Betriebe Kurzarbeit gemeldet. «Nur wenige dieser Kurzarbeitsgesuche machten einen Arbeitsausfall ausschliesslich aufgrund des Coronavirus geltend», sagt Karin Jung. 1300 Personen waren kantonsweit betroffen. Per Ende Januar waren es 21 Betriebe mit 1000 betroffenen Personen gewesen.

Doch was bringt Kurzarbeit eigentlich? «Die Massnahme hilft den Unternehmen dabei, vorübergehende Beschäftigungseinbrüche auszugleichen und so Arbeitsplätze zu erhalten. Das Volkswirtschaftsdepartement prüft Anträge für Kurzarbeit umgehend und berücksichtigt dabei die aktuelle Lage», schreibt der Kanton.

Studieren von zuhause aus

Betroffen von der Corona-Krise sind je länger je mehr auch die Studenten der St. Galler Hochschulen. Wo möglich, sollen sie in den kommenden Wochen über digitale Kanäle am Studium teilnehmen können. Dies empfehlen das Gesundheits- und das Bildungsdepartement.

Nicht davon betroffen sind die Volks-, Mittel- und Berufsfachschulen. Kinder und Jugendliche gehören wie Studierende nicht zu besonders gefährdeten Personen. Während aber Studierende mehrheitlich nicht mehr zuhause wohnen und somit nicht zwingend einen engen Kontakt zu Personen über 65 Jahren haben, ist dies bei Kindern und Jugendlichen anders. Ein digitaler Unterricht in der Volksschule würde bedeuten, dass viele Kinder von ihren Grosseltern betreut würden. Da Personen über 65 Jahren zu einer Risikogruppe gehören, ist aus Sicht des Gesundheits- und des Bildungsdepartementes das Risiko einer Ansteckung dieser Personen zu hoch. Die Massnahme wäre somit weder wirksam noch verhältnismässig. Gleiches gilt, wenn arbeitstätige Eltern ihre Kinder betreuen müssten. (pd/sdu)

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KliWi-Theater fällt auch aus (11.3.)

Nächste Woche hätte eigentlich die Premiere der Krimi-Komödie «Mord on Backstage» im Wiler Restaurant der Psychiatrie St.Gallen Nord aufgeführt werden sollen. Eigentlich. Nun teilt das KliWi-Theater-Ensemble in einer Medienmitteilung mit, dass die Premiere am Freitag, 20. März, und alle weiteren acht Aufführungen im März und April abgesagt werden müssen. Denn auch das Theaterstück fällt dem Coronavirus zum Opfer: «Dies haben wir aufgrund der Coronavirus-Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wie auch des Kantons St.Gallen entschieden.» Die Komödie von von Claudia Gysel – bei der Geschichte dreht sich alles  um eine Theatergruppe mit Intrigen und Ehekrisen, gemixt mit Witz, Shakespeare und Leidenschaft – werde voraussichtlich nächstes Jahr aufgeführt. (pd) 

Aktualisierte Informationen unter:  www.kliwi.ch  

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Wiler Stadtparlament tagt ohne Publikum (10.03.):

Die aktuelle Situation mit dem Coronavirus ist der Grund, warum die Stadt Wil nur zwei Tage vor der nächsten Parlamentssitzung entschieden hat, dass kein Publikum zugelassen werden kann. «Es nehmen nur Parlamentsmitglieder, Stadtratsmitglieder, Mitarbeiter des Parlamentsdiensts und Medien teil», wird in einer Medienmitteilung informiert Die Debatte kann am Folgetag wie üblich im Internet nachgehört werden. Auch für die Parlamentssitzung am Donnerstagabend werden Massnahmen getroffen: «Parlamentsmitgliedern mit einem Alter über 65 Jahren oder chronischen Krankheiten ist eine Teilnahme an der Sitzung freigestellt.» Ausserdem werden nach Angaben der Mitteilung die Tische in der Tonhalle soweit möglich mit grösserem Abstand platziert.« Im Weiteren gelten die Hygienemassnahmen des Bundesamts für Gesundheit», heisst es. (pd)

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Es wird nicht mehr von Risikogebieten gesprochen (10.03.)

«Veranstalter von Anlässen müssen ihre Gäste ab sofort nicht mehr fragen, ob sie sich in den vergangenen 14 Tagen in einem 'betroffenen Gebiet' gemäss Bundesamt für Gesundheit aufgehalten haben», informiert die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen. Die Bestimmung entfalle, weil das Bundesamt auf die Bezeichnung von entsprechenden Gebieten seit gestern verzichte. Nach aktuellen Angaben des BAG bestehe in fast allen Regionen der Welt das Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Deshalb definiert das BAG seit gestern keine «betroffenen Gebiete» mehr. «Zuvor waren beispielwiese mehrere Regionen Italiens auf der Liste aufgeführt», so die Staatskanzlei.

Diese Änderung wirkt sich auf die Weisung für Anlässe mit unter 1000 Teilnehmern des Kantons St.Gallen aus. In dieser hatte der Kanton bisher verlangt, dass Veranstalter ihre Gäste fragen, ob sie sich in den vergangenen 14 Tagen in einem solchen Gebiet aufgehalten haben. Neu entfällt diese Pflicht. «Bestehen bleibt hingegen die Pflicht, die Gäste auf ihre Gesundheit anzusprechen», teilt die Staatskanzlei mit.

Die aktualisierte Weisung ist auf der offiziellen Kantons-Webseite aufgeschaltet.

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Männerchor Niederhelfenschwil sagt Unterhaltung ab (08.03.):

«Mit grossem Bedauern sagt der Männerchor Niederhelfenschwil die Unterhaltungen vom nächsten Samstag und Sonntag 14./15. März 2020 ab». Dies schreibt der Männerchor in einer Mitteilung. Weiter heisst es darin: Die grosse Unsicherheit rund um das Coronavirus, die geringe Anzahl an Reservationen, die Sorge um die Gesundheit der Besucher, des Personals und der Mitglieder haben den Ausschlag für diesen Entscheid gegeben. Der Männerchor werde weiter informieren, sobald sich die Situation rund um das Coronavirus entschärft hat.

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Kleinkunstfestival «Die Krönung» in Aadorf abgesagt

«Wir sind sehr enttäuscht», schreibt das Veranstaltungsteam des Kleinkunstfestivals «Die Krönung» in einer Mitteilung. Am Mittwoch habe man auf die nationale Verordnung zum Coronavirus gewartet.  Bis dahin mussten im Kanton Thurgau alle Veranstaltungen einer Risikobeurteilung unterzogen werden. Der Anlass war beim Kanton angemeldet. Als dann am Mittwoch verschärfte Massnahmen bekannt gegeben und das Zuschauerlimit auf 150 Personen gesenkt wurde, zeichnete sich ab: Die «Die Krönung» 2020 wird nicht stattfinden. «Ein nationales Limit von 200 wäre für uns als Veranstalter tragbar gewesen», schreibt das Veranstaltungsteam.

Am Freitag sei dann der definitive Bescheid vom Kanton Thurgau gekommen, dass der Anlass nicht durchgeführt werden dürfe. Für die Veranstalter ist es gemäss Mitteilung  das erste Mal, dass ein Anlass dieser Grösse abgesagt wird. Man rechne damit, dass die Absage «ein Loch in die Kasse reissen» werde. In welcher Höhe sei noch nicht abzuschätzen. Um den 18 Künstlern entgegen zu kommen, würden bereits getätigte Spesenauslagen wie Flug- und Zugspesen entschädigt. Leute, welche bereits ein Ticket für «Die Krönung» gekauft haben, erhalten ihr Geld an der Vorverkaufsstelle Büecherchorb zurück.

Weiter teilt das Veranstaltungsteam mit, dass es mit der Vorbereitung der nächsten Ausgabe bereits begonnen habe. Die 15. «Krönung» soll am am 12. und 13. März 2021 stattfinden.

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«Gare de Lion» muss Personalien erfassen (08.03.):

«Alle unsere Veranstaltungen im März wurden vom Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen einer Riskoüberprüfung unterzogen und bewilligt», teilt das Wiler Kulturzentrum «Gare de Lion» in einer Medienmitteilung mit. Allerdings müsse sich der Veranstalter an gewisse Weisungen halten. So müssen Besucher beispielsweise nachweisen können, dass sie in den letzten 14 Tagen in keinem Risikogebiet wie Italien, China, Hongkong, Iran, Japan, Südkorea und Singapur waren. Das «Gare de Lion» muss an der Eingangskontrolle auch nachfragen, ob die Besucher Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden zeigen. Falls einer dieser beiden Punkte bei einem Besucher zutreffe, könne die betroffene Person an keiner Veranstaltung teilnehmen. «Zudem sind wir verpflichtet,  sämtliche Personalien zu erfassen», heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Daten möchte das «Gare de Lion» mithilfe von ausgefüllten Formularen erfassen. «Selbstverständlich halten wir uns an die Datenschutz-Richtlinien», erklärt das Wiler Kulturzentrum. Den Besuchern stehen vor Ort die erforderlichen Formulare zur Verfügung. «Um längere Wartezeiten am Eingang möglichst zu vermeiden, kann man das Formular runterlasen sowie vorgängig ausfüllen, unterschreiben und an die Veranstaltung mitbringen.» (pd)

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Weitere Veranstaltungen werden abgesagt (07.03.):

«Der Raiffeisenbank am Bichelsee ist die Gesundheit der Genossenschafter und Mitarbeiter sehr wichtig und sie möchte kein unnötiges Risiko eingehen», erklärt die Bank in einer Medienmitteilung. Deshalb haben der Verwaltungsrat und die Bankleitung im Rahmen einer Risikoabwägung entschieden, die statutarische Generalversammlung vom 25. März in Bichelsee zu verschieben und die Raiffeisenfeste vom 27. März in Turbenthal und Eschlikon abzusagen. «Das Ersatzdatum für die Generalversammlung wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben», heisst es weiter.

Grund für diese Entscheidungen sei nicht zuletzt, dass der Bundesrat auf die jüngste Entwicklung der Coronavirus-Epidemie reagiert und die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiegesetz eingestuft hat. In diesem Zusammenhang hat der Bundesrat Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten. Seit 4. März gilt die zusätzliche Handlungsempfehlung «Abstand halten». «Bei Veranstaltungen ab 150 Personen ist der Veranstalter verpflichtet, eine Risikoabwägung zusammen mit der zuständigen kantonalen Behörde vorzunehmen», schreibt die Bank in der Mitteilung weiter. Mit diesen Massnahmen soll die Verbreitung des Coronavirus in der Schweiz verzögert und wenn möglich eingedämmt werden.

Unihockeyturnier wird nicht nachgeholt

Das alljährlich stattfindende Unihockeyturnier für Jugendriegen und Kinderturnen, das heuer am 21. März hätte durchgeführt werden sollen, wird abgesagt. «Die Grösse und das daraus resultierendes Massnahmepaket – Daten der Teilnehmer und Besucher – gegen die Ausbreitung der Krankheitsfälle ist an einem solchen Anlass nicht ganz korrekt durchführbar», begründen die Veranstalter den Entscheid. Aus terminlichen Gründen und der Ungewissheit was noch für Massnahmen getroffen würden, werde das Turnier dieses Jahr überhaupt nicht mehr stattfinden.

Konzerte werden abgesagt

Das Baronenhaus in Wil sagt das Konzert vom 15. März auch ganz ab. «Um keine unnötige gesundheitliche Risiken aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus einzugehen, haben wir uns entschieden, das geplante Baronenhauskonzert abzusagen», schreiben Andrea und Roland Bisshart-Schaffhauser in einer kurzen Medienmitteilung. Sie wollen Konzertbesucher erst wieder in der nächsten Konzertsaison begrüssen. 

Am grossen Frühjahrskonzert des Sängerbundes an der Thur hätten am 21. März rund 90 Mitwirkende die erwarteten 300 bis 400 Besucher mit ihren Beiträgen in den Frühling einstimmen sollen: Die Panflötengruppe Panspirit Appenzell, die Schwyzerörgeligruppe Bergkristall, der Sängerbund als Männerchor und zusammen mit 45 Frauen in einem grossen Gemischchor. «Leider muss das Konzert wegen der zunehmenden Bedrohung durch das Coronavirus abgesagt werden», teilt der Sängerbund an der Thur in einer Medienmitteilung mit. Der Anlass solle in der gleichen Form am 27. März 2021 nachgeholt werden. (pd)

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Zweiter bestätigter Coronavirus-Fall im Kanton St. Gallen (06.03.):

Bei der zweiten betroffenen Personen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, handelt es sich um eine Frau aus dem Raum St.Gallen. «Sie ist zuhause isoliert, wird vom Kantonsspital betreut und befindet sich derzeit in guter gesundheitlicher Verfassung», teilt die St. Galler Staatskanzlei in einer Medienmitteilung mit. Die Frau habe sich über einen bereits bekannten Fall infiziert und sich deshalb aus eigenem Antrieb in Quarantäne gesetzt. «Die Frau bleibt bis 48 Stunden nach Ende der Symptome und insgesamt zehn Tage zu Hause», wird weiter informiert. Sie habe eine Verhaltensinstruktion erhalten. Das Kantonsspital St.Gallen stehe jedoch in täglichem Kontakt mit der Frau, falls eine Hospitalisation notwendig werden würde. «Noch ausstehend ist der zweite Labortest des Referenzlabors in Genf», so die Staatskanzlei.

Die Frau hat sich laut Staatskanzlei bei einer Person angesteckt, von der bereits bekannt war, dass sie durch das Coronavirus erkrankt ist. «Die Frau hat deshalb aus eigener Motivation jeglichen Kontakt mit weiteren Personen gemieden, ihre Arztpraxis telefonisch kontaktiert und sich damit vorbildlich verhalten», heisst es weiter. Das Kantonsarztamt habe deshalb keine weiteren Personen in Quarantäne setzen müssen.

«Der zweite bestätigte Fall im Kanton St.Gallen ändert nichts an der medizinischen Beurteilung der Lage durch das Kantonsarztamt. Die Risikoeinschätzung bleibt gleich», informiert die Staatskanzlei. Die Bevölkerung solle die Hygienemassnahmen konsequent einhalten. Diese wurden heute vom Bundesrat aktualisiert und sind auf der Kantonswebseite oder auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) aufgeführt. (pd)

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Eine weitere Generalversammlung wird vertagt (06.03.):

Nachdem Anfang Woche die Raiffeisenbank Regio Uzwil mitgeteilt hat, dass sie ihre Generalversammlung vom 13. März verschiebt, zieht nun auch der Standort Niederhelfenschwil mit: Die Generalversammlung vom 27. März wird vertagt. Schliesslich hat der Bundesrat am 28. Februar auf die jüngste Entwicklung der Coronavirus-Epidemie reagiert und die Situation in der Schweiz gemäss Epidemiegesetzt als «besondere Lage» eingestuft. In diesem Zusammenhang wurden Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten. Dieses Verbot gilt bis mindestens am 15. März. «Obwohl die geplante Generalversammlung aktuell von diesem Verbot nicht betroffen ist, hat sich der Verwaltungsrat intensiv über eine Durchführung beraten», heisst es in einer Medienmitteilung der Raiffeisenbank Niederhelfenschwil. Dabei seien auch Kontakte zu externen Fachgremien beansprucht worden.

«Für uns geniesst die Gesundheit der Mitglieder und Mitarbeiter oberste Priorität. Wir machen den Entscheid über die Durchführung nicht von einer Anzahl Personen oder der Auffassung einer Behörde abhängig», so Guido Messmer, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Niederhelfenschwil. Die Raiffeisenbank hat ihre eigene Risikoabwägung durchgeführt. Gerade deshalb sei sie unter keinen Umständen bereit, die Mitglieder und das Personal einem möglichen Risiko auszusetzen. «Wir sind überzeugt, die richtige Entscheidung in der gegenwärtigen Situation gefällt zu haben», ergänzt Messmer. Die Bank werde zum gegebenen Zeitpunkt über die Neuansetzung der Generalversammlung informieren. (pd)

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Erster Thurgauer Coronavirus-Fall: Es ist eine Ärztin (06.03.):

«Bei einer Person im Kanton Thurgau ist das Coronavirus nachgewiesen worden», bestätigt der Informationsdienst der Thurgauer Staatskanzlei in einer Medienmitteilung am Freitag. Bei der infizierten Person handle es sich um eine 47-jährige Ärztin aus dem Raum Kreuzlingen. «Es geht ihr den Umständen entsprechend gut, sie zeigt leichte Symptome, eine Hospitalisation ist nicht notwendig. Die Frau muss jedoch 14 Tage zu Hause bleiben und hat Verhaltensinstruktionen erhalten», sagte Kantonsärztin Agnes Burkhalter an einer Medienorientierung. Laut der Thurgauer Staatskanzlei hat sich die Frau im privaten Umfeld bei einer erkrankten Person in der Schweiz angesteckt. Der erste Test aus St. Gallen war positiv, ebenso wie das zweite Laborresultat des Referenzlabors für Viruserkrankungen (NAVI) in Genf. Rund 30 enge Kontaktpersonen wurden informiert und werden sich ebenfalls für zwei Wochen in Quarantäne begeben. «Quarantäne bedeutet, dass die Leute im häuslichen Umfeld bleiben müssen, wenn möglich mit eigenem Zimmer, eigenem Bad, mit separaten Mahlzeiten und unter Einhaltung der Hygieneregeln des Bundes», teilt die Staatskanzlei weiter mit. Bei Symptomen müssen sie sich beim Hausarzt melden, dann erfolgt der Abstrich. «Mit diesem Schritt soll die Ansteckungskette unterbrochen werden», heisst es weiter. Quarantäne wird als Vorsichtsmassnahme auch bei Personen verhängt, die keine Symptome einer Erkrankung zeigen. 

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Verantwortliche des Kantons Thurgau informierten am Freitag vor den Medien über den ersten Coronavirus-Fall. (pd)

Der erste bestätigte Fall im Kanton Thurgau ändert nichts an der medizinischen Beurteilung. Weiterhin sollen die Hygienemassnahmen konsequent eingehalten werden. Diese lauten:

• Vermeiden Sie das Händeschütteln.

• Halten Sie Abstand.

• Waschen Sie sich regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder nutzen Sie ein Hand-Desinfektionsmittel.

• Niesen oder husten Sie in ein Taschentuch – oder wenn sie keines haben, in Ihre Armbeuge.

• Vermeiden Sie den Kontakt mit Personen, die Atembeschwerden oder Husten haben.

• Wenn Sie grippeartige Symptome verspüren, bleiben Sie zu Hause. So verhindern Sie, dass die Krankheit weiter übertragen wird.

• Entsorgen Sie das gebrauchte Taschentuch im Mülleimer.

Zwei Fälle sind noch offen

«Für Veranstaltungen im Kanton Thurgau gilt neu: Veranstaltungen bis 150 Personen sind nicht mehr bewilligungspflichtig», so die Staatskanzlei. Sie unterliegen der Risikoabschätzung des Veranstalters. Veranstaltungen, die nach dem 15. März stattfinden, sind von der aktuellen Verordnung nicht betroffen und werden zum jetzigen Zeitpunkt vom Kanton nicht beurteilt. Die Betriebszeiten der Hotline des Kantons Thurgau zu Fragen rund um das Coronavirus werden ausgedehnt. Sie ist nun täglich von 8 bis 18 Uhr unter der Nummer 058 345 34 40 erreichbar.

«Stand heute Morgen wurden im Kanton Thurgau 102 Personen negativ getestet, zwei Fälle sind noch offen, ein Fall wurde eben positiv getestet», so die Staatskanzlei. (pd)

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Tag der Frau: Referentin sagt wegen Coronavirus ab (05.03.):

Der Verein Wiler Frauentag organisiert dieses Jahr am Sonntag, 8. März, eine Matinee. Geplant war ein Vortrag mit Diskussion und Apéro. Doch Referentin Margrit Stamm, welche zum Thema «Neue Väter brauchen neue Mütter» gesprochen hätte, sagte wegen des Coronavirus ab.

Der Anlass im Cinewil findet trotzdem statt, allerdings mit angepasstem Programm. Türöffnung ist weiterhin um 9.30 Uhr. Um 10 Uhr wird der Dokumentarfilm «Von der Rolle» gezeigt. Danach ist ein Apéro anberaumt. Frauen und Männer sind an diesem Anlass willkommen.

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Anlässe mit weniger als 150 Personen sind nun erlaubt (5.3.)

Der Bundesrat hatte am 28. Februar entschieden, dass für Veranstaltungen mit unter 1000 Personen eine Risikoabwägung durch den Veranstalter und den Kanton vollzogen werden muss. Ab sofort steht im Kanton St.Gallen hierfür ein Formular auf der Website www.sg.ch/coronavirus zur Verfügung. Dort müssen beispielsweise Angaben zur Anzahl Teilnehmenden, zur Veranstaltungsart und dem Veranstaltungsort gemacht werden. Die Angaben werden anschliessend durch das Kantonsarztamt geprüft. Es wägt das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus an der Veranstaltung ab. Aufgrund dieser Empfehlung sind Veranstaltungen entweder erlaubt oder sollen abgesagt werden.

Empfehlung: Aufs Tanzen verzichten

Neu gilt im Kanton St. Gallen: Wer eine Veranstaltung mit unter 150 Personen plant, muss das Formular nicht ausfüllen. Hingegen muss der Veranstalter oder die Veranstalterin die Vorgaben des Gesundheitsdepartementes einhalten. Diese sind:

  • Stellen Sie bei den Eingängen zu Ihrer Veranstaltung entsprechende Hinweise auf und machen Sie auch auf die Hygienemassnahmen aufmerksam. Auf der Website des BAG und des Kantons sind Vorlagen zu finden.
  • Fragen Sie bei der Eingangskontrolle bei den Teilnehmenden mit Hilfe einer einfachen Liste nach, ob die Teilnehmenden in letzten 14 Tagen in einem betroffenen Gebiet gemäss BAG waren (Gebiete sind auf der Website des BAG aufgeführt). Falls ja, sollen diese Teilnehmenden wieder nach Hause gehen.
  • Fragen Sie bei der Eingangskontrolle die Teilnehmenden, ob sie Symptome wie Fieber, Husten und Atembeschwerden zeigen. Falls ja, sollen sie wieder nach Hause gehen.
  • Es wird empfohlen, dass besonders gefährdete Personen nicht teilnehmen. Dazu zählen Personen über 65 Jahre und Personen mit schweren Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen oder Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen.
  • An Veranstaltungen soll auf engen Kontakt wie zum Beispiel das Tanzen verzichtet werden.
  • Passen Sie wenn möglich die räumlichen Verhältnisse an. Prüfen Sie auch die Verschiebung nach draussen. Mehr Platz bedeutet weniger Risiko.
  • Machen Sie Ihre Gäste - sofern möglich - im Vorfeld per E-Mail auf diese Empfehlungen aufmerksam. Betroffene Teilnehmende sollen zu Hause bleiben. Gäste mit Symptomen wie Fieber, Husten und Atembeschwerden sollen ebenfalls zu Hause bleiben.

Veranstaltungen mit über 1000 Personen bleiben gemäss Bundesrat bis mindestens zum 15. März verboten.

Das Gesundheitsdepartement passt die Weisung an, weil das Bundesamt für Gesundheit gestern seine Empfehlungen im Umgang mit Veranstaltungen geändert hat.

Neue Präventionsmassnahme: Abstand halten

Das Bundesamt für Gesundheit hat am Donnerstag zudem ein neues Merkblatt zu den Präventionsmassnahmen publiziert. Neu ist, dass man Abstand halten soll zueinander. Damit sollen vor allem ältere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden, da das Virus bei ihnen einen stärkeren Verlauf nehmen kann.

Der Kanton St. Gallen rät:

  • Wer für Personen mit chronischer Erkrankung oder mit geschwächtem Immunsystem einkaufen kann, soll dies diesen Personen anbieten.
  • Wer Sitzungen auch per Video- oder in einer Telefonkonferenz führen kann, soll dies tun.
  • Wer Sitzungen mit Direktkontakt durchführt, soll wenn möglich grössere Räume reservieren, um auch bei Sitzungen Abstand halten zu können.

Abstand halten ist vor allem als Schutz der Risikogruppen wichtig. Dazu zählen Personen ab 65 Jahren und Personen, die eine Vorerkrankung haben. Kinder stellen keine Risikogruppe dar. Da sie aber das Virus übertragen können, sollen sie enge Kontakte mit Risikogruppen vermeiden.

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Kein Pastazmittag in Uzwil (5.3.20)

Im Zusammenhang mit den jüngsten Entwicklungen der Coronavirus-Ausbreitung hat sich der ökumenische Arbeitskreis Uzwil entschlossen, den Pastazmittag nicht in der ankündigten Form durchzuführen. Es findet am Sonntag, 8. März kein ökumenischer Anlass im Gemeindesaal Uzwil statt. Der Arbeitskreis lädt stattdessen um 10.30 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst in der reformierten Kirche Niederuzwil ein, ohne anschliessendes Beisammensein. Der Arbeitskreis bittet alle, die gemäss BAG zu den Risikogruppen gehören, nicht an der Feier teilzunehmen.

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So geht die Thurvita mit dem Virus um (4.3.20)

In den Heimen der Thurvita gibt es aktuell weder bestätigte Fälle noch Verdachtsfälle auf eine Coronavirus-Erkrankung. Es besteht aber das Risiko, dass sich das Coronavirus in der Schweiz weiter verbreitet. Um die Bewohnenden in den Thurvita-Häusern vor dem Coronavirus zu schützen, wird die Veranstaltung «Spitaleintritt – und nie wieder heim?» von kommendem Montag (9.März) auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Ebenso wurden die Angehörigen und die Mitarbeitenden über die gebotenen Vorsichtsmassnahmen gemäss Kampagne «So schützen wir uns» informiert. Weiter bittet Thurvita die Angehörigen, auf einen Besuch zu verzichten, wenn sie Krankheitssymptome zeigen oder kürzlich Risikogebiete bereist haben.

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Erster bestätigter Coronavirus-Fall im Kanton St. Gallen (4.3.20)

Bei der Person handelt es sich um eine erwachsene Frau aus St.Gallen, wie der Kanton St. Gallen am Mittwochmorgen mitteilt. Sie zeigt leichte Symptome wie Schnupfen, ist aber in guter gesundheitlicher Verfassung. Eine Hospitalisation ist nicht notwendig. Die Frau muss jedoch bis 48 Stunden nach Ende der Symptome und insgesamt zehn Tage zu Hause bleiben. Sie hat eine Verhaltensinstruktion erhalten.

Die Frau weilte vom 21. bis 23. Februar 2020 in Mailand. Wenige Tage nach ihrer Rückkehr zeigte sie leichte Symptome und hat richtig gehandelt: Sie blieb zuhause, meldete sich telefonisch beim Arzt und wurde für einen Abstrich aufgeboten. Dieser ist nun positiv ausgefallen. Noch ausstehend ist das zweite Laborresultat des Referenzlabors für Viruserkrankungen (NAVI) in Genf.

Angehörige 14 Tage in Quarantäne

Das Kantonsarztamt hat Personen, die mit der Frau im selben Haushalt wohnen, sowie weiteren engen Kontaktpersonen 14 Tage Quarantäne verordnet. Quarantäne bedeutet, dass die betroffenen Personen während der Inkubationszeit von 14 Tagen zuhause bleiben müssen und keinen engen Kontakt zu weiteren Personen haben dürfen. Mit diesem Schritt kann eine allfällige Übertragung des Virus eingedämmt werden. Quarantäne wird als Vorsichtsmassnahme – wie im aktuellen Fall – bei Personen verhängt, die derzeit keine Symptome einer Erkrankung zeigen.

Der erste bestätigte Fall im Kanton St.Gallen ändert nichts an der medizinischen Beurteilung der Lage durch das Kantonsarztamt. Die Risikoeinschätzung bleibt gleich. Die Bevölkerung muss sich nicht stärker sorgen. Sie soll aber die Hygienemassnahmen konsequent einhalten.

Das sind:

  • Vermeiden Sie Handeschütteln.
  • Waschen Sie sich regelmässig und richtig die Hände mit Seife. 
  • Vermeiden Sie es, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Niesen oder husten Sie in ein Taschentuch oder in Ihre Armbeuge. Entsorgen Sie das Taschentuch anschliessend in einem geschlossenen Eimer. 
  • Verwenden Sie Papierhandtücher oder Heisslufttrockner in öffentlichen Toiletten.
  • Bleiben Sie bei grippalen Symptomen (Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen) zu Hause und kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin. 
  • Gehen Sie nur nach telefonischer Anmeldung in die Arztpraxis oder die Notfallstation.
  • Halten Sie Abstand zu Personen, die sich bekannterweise mit dem Corona-Virus angesteckt haben.
  • Lüften Sie Ihre Wohnräume regelmässig.

Die Hygieneanweisungen sowie täglich aktualisierte Informationen zur Lage im Kanton findet die Bevölkerung auf http://www.sg.ch/coronavirus.

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Keine gross Feier für besten Samariter (4.3.20)

Die Organisatoren haben sich entschieden, die öffentliche Veranstaltung «Samariter des Jahres 2019» abzusagen. Der Titel wird dennoch am Samstag an den oder die Gewinnerin verliehen. Dies allerdings im kleinen Kreis des OKs sowie der fünf Nominierten. Unter ihnen ist auch die 22-jähriger Bronschhoferin Regina Krohn. hallowil.ch wird am Wochenende berichten, ob es ihr zum Titelgewinn gereicht haben wird.

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Amateur-Kicker dürfen wieder ran (3.3.20)

Nachdem am vergangenen Wochenende alle Fussballspiele sowohl im Spitzen- als auch im Breitensport abgesagt worden waren, erklärt der Schweizerische Fussballverband am Dienstag, dass im Breitensport wieder Matches stattfinden dürfen. Unter Auflagen.

Noch immer sind Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern verboten. Spiele der Super League und der Challenge League wurden bis mindestens Mitte März ausgesetzt. Für alle anderen Partien gilt nun, dass pro Spiel Bewilligungen eingeholt werden müssen. Das heisst: Für jedes Spiel muss ein Antrag bei der zuständigen Behörde gestellt werden. Es wird dann eine Risikoabwägung erstellt und alsdann über die Durchführung entschieden. Der Trainingsbetrieb bleibt weiterhin in der Obhut und Verantwortung der einzelnen Vereine. Folglich wird es im Trainingsbetrieb nicht zu Einschränkungen kommen.

Die momentane Lösung ist nicht definitiv. Der Schweizerische Fussballverband hofft auf eine einheitliche Lösung, die schweizweite Gültigkeit hat und nicht für jedes Spiel eine Genehmigung braucht, was die Wiederaufnahme eines unverfälschten Wettspielbetriebes des SFV, der Ersten Liga und der Amateur Liga erlauben würde. Dazu ist man beim Verband im engen Austausch mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK).

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Raiffeisen Regio Uzwil vertagt Generalversammlung (3.3.20)

Die Generalversammlung der Raiffeisenbank Regio Uzwil ist ein Grossereignis. An fünf Standorten verteilten sich im vergangenen Jahr rund 2000 Teilnehmer. Doch nun hat der Bundesrat auf die jüngste Entwicklung mit dem Coronavirus reagiert und stuft die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» ein. In diesem Zusammenhang wurden Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten – mindestens bis am 15. März. Bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen, bei denen weniger als 1000 Personen teilnehmen, müssen die Veranstalter zusammen mit den zuständigen kantonalen Behörden eine Risikoabwägung vornehmen. Mit diesen Massnahmen soll die Verbreitung des Corona-Virus in der Schweiz verzögert oder eingedämmt werden.

Im Rahmen dieser Risikoabwägung haben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der Raiffeisenbank Regio Uzwil entschieden, die Generalversammlung der zu verschieben. Sie hätte am 13. März stattfinden sollen. Dies, um die Gesundheit der Mitglieder nicht unnötig zu gefährden. Und im Besonderen auch angesichts der Tatsache, dass die oben erwähnten Mass-nahmen unter Umständen weiter verschärft werden könnten. Ein Ersatzdatum ist noch nicht bestimmt, wie die Bank am Dienstagvormittag vermeldet.

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Obwohl die Vorbereitungen bereits liefen, wurde die diesjährige Generalversammlung der Raiffeisenbank Regio Uzwil auf ein noch unbestimmtes Datum verschoben.

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Weitere FC-Wil-Spiele verschoben (2.3.20)

Der Ball in den beiden Schweizer Profiligen ruht auch an den nächsten beiden Wochenenden. Das haben die Präsidenten der Super- und Challenge-League-Klubs an einer ausserordentlichen Präsidentenkonferenz in Bern am Montagnachmittag entschieden. Nachdem bereits die Runde am vergangenen Wochenende komplett verschoben worden war, wird gleiches auch am nächsten und übernächsten Wochenende geschehen. Denn bis zum 15. März gilt die Verordnung des Bundesrates, dass keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen durchgeführt werden dürfen.

Bezogen auf den FC Wil heisst dies: Das Spiel am kommenden Freitag in Aarau wird genau so auf unbestimmte Zeit verschoben wie das Heimspiel gegen Winterthur, welches auf den 15. März angesetzt war. Sollten diese strikten Massnahmen des Bundes über den 15. März hinaus verlängert werden, würde auch die Partie des FC Wil am 21. März auswärts gegen die Grasshoppers verschoben. Danach steht eine zweiwöchige Länderspielpause an. Laut der Swiss Football League stehen noch genügend Ausweichtermine zur Verfügung. Bereits jetzt lässt sich allerdings absehen, dass im April und Mai viele «Englische Wochen» mit drei Partien (Samstag-Mittwoch-Samstag) anstehen. Bis dahin ist der FC Wil bemüht, Trainingsspiele zu organisieren.

Geisterspiele kein Thema

Sollte das Grossveranstaltungs-Verbot über die Länderspielpause verlängert werden, würden sich die Klubs zusammen mit der Swiss Football League erneut beraten.

Diskutiert wurde am Montag auch die Option, die Spiele ohne Zuschauer durchzuführen. Die Klubs entschieden sich aus wirtschaftlichen Gründen aber dagegen. (pd/sdu)

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Kein bestätigter Fall über das Wochenende (1.3.20)

Bis am Sonntagabend um 17.30 Uhr wurden laut dem Referenzlabor für neu auftretende Virus-Erkrankungen (Navi) in Genf schweizweit 24 Fälle von Ansteckung mit dem Coronavirus bestätigt. Dies betrifft die Kantone Aargau, beide Basel, Bern, Fribourg, Genf, Graubünden, Tessin, Waadt und Zürich. «Alle Erkrankten sind isoliert», schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Heisst auch: Trotz Verdachtsfällen ist bis am Sonntagabend keine in den Kantonen St. Gallen und Thurgau lebende Person nachweislich am Coronavirus erkrankt. Allerdings gibt es im Kanton St. Gallen einen ersten Zwischenfall. Im Grand Ressort Bad Ragaz wurde nachträglich eine Person positiv getestet, die auf der Durchreise von Mailand nach Zürich für zwei Nächte im besagten Hotel eingecheckt hatte. Erst zuhause in Zürich ist die Krankheit ausgebrochen. Dies schreibt das Hotel auf seiner Homepage. Mehrere Mitarbeiter des Grand Ressorts sind nach Bekanntwerden des Falles aus Sicherheitsgründen beurlaubt worden.

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Liveticker der Pressekonferenz des Kantons St. Gallen (28.2.20):

16.55 Uhr: Dann wird hier Schluss gemacht. Wir tun es gleich, danken für das Interesse und wünschen ein gesundes Wochenende.

16.52 Uhr: Das Schlusswort hat Heidi Hanselmann: Stand jetzt gibt es noch keinen bestätigten Coronavirus-Fall im Kanton St. Gallen, sagt sie. Es gebe 43 Verdachtsfälle. Und es laufen 18 Tests.

16.48 Uhr: Vernazza sagt. "Niemand weiss, wie viele Leute es nun trifft und wie viele Fälle man verzögern kann."

16.43 Uhr: Soll man Einkaufszentren schliessen und Züge nicht mehr fahren lassen? Heidi Hanselmann sagt: "Am Bahnhof ist es kein Problem, im Zug kann es aber schon sein. Trotzdem muss man pragmatisch damit umgehen. Panik wäre nun fehl am Platz.

16.40 Uhr: Wer steckt wen an? Vernazza sagt: "Kinder scheinen eine grosse Ansteckungsquelle zu sein. Trotzdem sind sie beim Coronavirus kein Problem." Und weiter: "Die Krankheit wird uns alle erfassen. Wir hoffen, dass es nicht in drei Monaten passiert, sondern in zwei Jahren."

16.38 Uhr: Nun wird der Fächer geöffnet und die Fragen kommen aus dem Publikum. Der Kanton Solothurn habe soeben entschieden, nur noch Veranstaltungen mit höchstens 100 Personen durchzuführen. Sollen Vorlesungen an der Uni noch durchgeführt werden? Die HSG werde sich mit Desinfektionsmittel bestücken, heisst es vom Podium her. Man könne noch an die Uni gehen.

16.33 Uhr: Wieder spricht Schlegel: "Es wird eine Epidemie sein. Sehr viele Leute werden krank sein. Wir müssen im Spital relativ viele schwere Erkrankungen behandeln können. Je länger man den Ausbruch herauszögern kann, desto besser. Dass Patienten isoliert werden, ist nichts Neues für uns. Die Krankheit breitet sich nicht im Spital aus, sondern draussen."

16.31 Uhr: Vernazza ergänzt: "Die Epidemie ist noch nicht da. Es ist aber wichtig, die Massnahmen jetzt zu ergreifen."

16.28 Uhr: Jetzt ist Pietro Vernazza, Chefarzt Infektologie, an der Reihe: "Wir werden die Ausbreitung nicht verhindern können. Die Krankheit wird 50, 60, 70 Prozent der Bevölkerung erreichen. Danach werden wir immun. Die Herausforderung ist, dass die Ausbreitung nicht auf einmal passiert. Zentral ist, die Hygienemassnahmen sofort umzusetzen."

16.24 Uhr: Nun ist Hausarzt Patrick Scheiwiler dran. Es halte sich mit dem Ansturm noch in Grenzen. Bei einem Anruf gelte er herauszufinden, ob die Person in einer Risiko-Region war. "Ich mache derzeit noch keine Tests. Aber das Szenario, dass man die Leute in der Praxis abklärt, dürfte kommen. Das Ziel ist aber, die Leute nicht in der Praxis zu haben.

16.18 Uhr: Soll ich noch in den Ausgang? "Ja", sagt Faisst. "Wir haben ja noch keinen bestätigten Coronavirus-Fall im Kanton St. Gallen. Wichtig sei, ein gesundes Immunsystem. "Tessin, Graubünden, Engadin sind noch keine Risikogebiete."

16.17 Uhr: "Keine Masken kaufen", empfiehlt Faisst. Diese seien für die Kranken vorbehalten.

16.14 Uhr: Jetzt ist Karin Faisst, Leiterin Amt für Gesundheitsvorsorge an der Reihe. Wie schützt man sich am besten? "Händewaschen, Händewachen, Händewaschen", sagt sie und wiederholt: "Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen." Am besten mit heissem Wasser. Zudem in die Ellenbeule niessen und sich nicht ins Gesicht fassen. Wenn man sich ungut fühle, solle man daheim bleiben.

16.10 Uhr. Nun spricht Kantonsärztin Danuta Reinholz zur Frage, wie gefährlich das Virus ist. "Kinder sind nicht davon betroffen. Bei Personen über 60 Jahren steigt die Mortalitätsrate an. Wir liegen leicht über der saisonalen Grippe." Der beste Schutz sei, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.

16.07 Uhr: Welche Priorität hat die Bekämpfung dieses Virus, will Moderator Thomas Zuberbühler wissen. "Sehr hoch, sagt Hanselmann. Wichtig sei, die Anzahl Fälle zu reduzieren.

16.02 Uhr: Als erstes Spricht Regierungsrätin Heidi Hanselmann. Es geht zuerst um diese Sache mit dem Grossveranstaltungs-Verbot. Für weniger als 1000 Leute gibt es nun einen Erlass im Kanton St. Gallen. Voraussetzung für die Durchführung eines Anlasses ist, dass keine Leute aus den Risiko-Regionen (vom Bund definiert) teilnehmen. "Es werden derzeit auch keine Bewilligungen für Anläse unter 1000 Leuten im Kanton erteilt", sagt Hanselmann. "Die Gesundheit der Bevölkerung ist prioritär."

15.58 Uhr: Herzrlich willkommen aus dem St. Galler Pfalzkeller. Hier geht nun eine Presskonferenz zum Thema Coronavirus über die Bühne. Wir sind gespannt. Simon Dudle tickert für Sie.

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Fussballspiel FC Wil - FC Lausanne-Sport verschoben (28.2.20):

In den nächsten beiden Wochen finden in der Schweiz keine Veranstaltungen mehr statt, an denen mehr als 1000 Personen anwesnd sind. Das hat der Bundesrat an einer Sitzung am Freitagvormittag entschieden und die Regelung ab Freitag um 10 Uhr in Kraft gesetzt. «An oberster Stelle steht der Schutz für die Personen und das Umfeld», sagt die St. Galler Regierungsrätin und Vorsteherin des Bildungsdepartements an einer Medienkonferenz. Es müsse auch mit «grossen wirtschaftlichen Schäden» gerechnet werden. Bei Veranstaltungen mit Personen unter 1000 Zuschauern nehmen die Kantone eine Risikoabwägung vor.

Aktuell sind 15 Personen am Coronavirus erkrankt (bestätigte Fälle) und über 100 Personen sind in Quarantäne. Im Kanton St. Gallen gibt es noch keinen bestätigten Fall.

Das für Samstag geplante Challenge-League-Fussballspiel zwischen dem FC Wil und dem FC Lausanne-Sport wird verschoben - wie alle anderen Partien der höchsten beiden Schweizer Ligen an diesem Wochenende. Wie es weitergeht und wann diese Spiele nachgeholt werden, besprechen die Klubs an einer Sitzung am kommenden Montag. Auch der FC Wil nimmt an dieser Sitzung teil. Aufgrund des hohen Termindrucks und um die Meisterschaft in einem regulären Rahmen weiterführen zu können, werden Spiele ohne Zuschauer ins Auge gefasst. Gleichzeitig müssen bei der Diskussion der möglichen Szenarien aber auch die wirtschaftlichen Interessen der Klubs berücksichtigt werden, schreibt die Swiss Football League in einer Mitteilung. Der Eishockey-Verband hat derweil entschieden, dass alle Partien an diesem Wochenende vor leeren Rängen stattfinden.

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Die Stadt Wil bereitet sich vor (27.2.20)

«Bei Bedarf werden Massnahmen getroffen, schreibt die Stadt Wil in einer Mitteilung. Die Stadt sei im engen Austausch mit dem Führungsorgan der Region Wil und mit den zuständigen kantonalen Stellen. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit ist in der Schweiz das Risiko für die Bevölkerung moderat. «Es ist wichtig, dass die Bevölkerung mit den Behörden zusammenarbeitet und hilft, eine allfällige Ausbreitung des Virus zu verhindern», schreibt die Stadt Wil weiter.

Dies gilt es zu beachten, um sich nicht anzustecken:

  • Waschen Sie sich regelmässig die Hände mit Wasser und Seife.
  • Niesen oder husten Sie in ein Taschentuch oder in Ihre Armbeuge. Entsorgen Sie das Taschentuch anschliessend in einem Eimer.
  • Verwenden Sie Papierhandtücher oder Heisslufttrockner in öffentlichen Toiletten.
  • Vermeiden Sie es, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Lüften Sie Ihre Wohnräume regelmässig.
  • Bleiben Sie bei grippalen Symptomen (Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen) zu Hau-se und kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin.

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So geht das Spital Wil mit dem Coronavirus um (27.2.20):

Grund zur Panik gibt es wegen des Coronavirus nicht. Das sagen die Schweizer Gesundheitsbehörden in den letzten Tagen immer wieder. Deshalb ergreifen sie auch keine radikalen Massnahmen wie beispielsweise Grenzschliessungen. Untätig bleiben will man trotzdem nicht. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist in dieser ganzen Situation federführend. «Das Kantonsarzt-Amt sorgt zusammen mit der Infektiologie des Kantonsspitals St. Gallen für die Einhaltung der Richtlinien beziehungsweise deren Umsetzung im Kanton», sagt Barbara Anderegg, Leiterin Kommunikation der Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT), auf Anfrage von hallowil.ch. In den Spitälern in Wil und Wattwil handle man nach den entsprechenden BAG-Richtlinien. Grundsätzlich sei der Umgang mit infektiösen Krankheiten und damit auch die Isolation für Spitäler nichts Neues. «Es ist Bestandteil des Spitalalltags», führt Anderegg weiter aus, «zum Beispiel wegen Influenza oder Noro-Virus.» In diesem Sinn hat die SRFT Vorbereitungen getroffen und ist bereit, sollte das Coronavirus in Wil ausbrechen. «Mögliche Massnahmen sind aus früheren Pandemie-Vorkommnissen bekannt und könnten im Bedarfsfall zum Einsatz kommen.»

Nach Angaben von Spital-Sprecherin Anderegg gibt es aktuell keine Verdachtsfälle in den Spitälern Wil und Wattwil. «Gemäss BAG gibt es in der Schweiz – Stand heute – rund 300 Personen, die mit dem Verdacht abgeklärt wurden», informiert sie. Das Risiko für die Bevölkerung werde derzeit als moderat eingeschätzt.

Nicht in jedem Fall eine Isolation zu Hause

Sollten aber sich Coronavirus-Verdachtsfälle im Grossraum Wil in naher Zukunft häufen, stellt sich eine einzige Frage: Wie viele Leute mit dem Coronavirus-Verdacht könnten in den beiden Spitälern der SRFT aufgenommen werden? «Nach heutigem Erkenntnisstand ist nicht in jedem Verdachtsfall eine Isolation im Spital notwendig», so Anderegg. Auch eine sogenannte Selbstisolation zu Hause sei eine Möglichkeit. Der Entscheid darüber werde in den Spitälern in Absprache mit der Infektiologie gefällt. «Wie viele Patienten im Spital isoliert werden könnten, ist grundsätzlich von der freien Bettenzahl abhängig», antwortet Anderegg. Im Pandemiefall werde sowohl die Koordination als auch die Priorisierung kantonal erfolgen.Coronavirus: Nichts los im Gare de Lion bis Ende April

Aber im Pandemie-Fall wird keine spezielle Abteilung der SRFT zur Quaratäne umfuktioniert. «Für die Quarantäne, die ja präventiv eingesetzt wird, ist das Spital nicht der richtige Ort», klärt Anderegg auf. Im Falle einer Pandemie sei es Sache des Kantons bei Bedarf eine Konzentration auf Stationen an einzelnen kantonalen Standorten zu prüfen. Isolationen selbst könnten aber auf jeder Abteilung im Spital vorgenommen werden.