«Mir stönd zämä ii für üsi Freiheit.» So das Motto unter dem sich an diesem Abend viele Menschen versammeln. Vom Kinderwagenkind, dem Teenager, über junge Erwachsene bis hin zu zahlreichen Pensionierten; die Couleur der Teilnehmer umfasst jedes Alter. Und dann kommen sie, mit ihren Trycheln, laut schellend und in Abwechslung mit einem Könner an der Peitsche. Laut knallen seine Schwünge, gross ist der Applaus nach seinen mehrmaligen Inszenierungen. Es sind wohl um die 200 Teilnehmer an diesem Dienstagabend, die hinter den Freiheitstrychlern vom Alleeschulhaus hinauf in die Altstadt spazieren, dort einer kurzen Kundgebung beiwohnen, um sich dann wieder auf den Rückweg zu begeben.


Mit Musikbox

Immer wieder wird der Schlachtruf «Liberté», also Freiheit, gerufen. In der Mitte des Spaziergangs trifft eine weitere Gruppe junger Menschen dazu. Mit dabei? Eine grosse Musikbox, die dem Ganzen einen kleinen Hauch Streetparade einfliessen lässt. Die Polizei ist mit dabei. Im Hintergrund filmend, oder sich mit Teilnehmern unterhaltend. Nur im Miteinander werden die Menschen wieder näher zueinander rücken; wann das sein wird, steht allerdings in den Sternen. Für die Teilnehmer ist jedoch klar: Die Covid-Massnahmen, die angeblich falschen Zahlen des BAG, die Willkür den Impfzwang Einzug zu gebieten und alles was dazu komme, wird vehement abgelehnt. «Wir dürfen nicht zurückstehen. Wir müssen uns weiterhin wehren, für das Wohl von uns Allen und insbesondere demjenigen unserer Kinder», sagt eine Frau aus Schwarzenbach. Ein anderer Teilnehmer aus Wil sagt: «Wir werden weiterkämpfen, für unser Recht und unsere Freiheit.»

Und so werden diese beiden mit Bestimmtheit auch nächsten Dienstag wieder mitlaufen, ihre Meinung kundtun und gegen das kämpfen, «was der Bundesrat mit seinen Massnahmen einführen will».