Die Uzwiler 1.-August-Feier findet seit einigen Jahren am Mittag statt. Auch der Turnus hat sich eingebürgert: Zwei Jahre hintereinander in Uzwil, ein Jahr in Henau. In Uzwil wurde die Feier bisher auf dem Platz beim Kirchstrasse-Schulhaus durchgeführt, in diesem Jahr erstmals vor dem Gemeindesaal. Die Schlechtwetter-Variante, die Verlegung der Feier in den Saal, kam glücklicherweise nicht zum Zug.

Haben Vereine eine Zukunft?

Bruno Cozzio, langjähriger ehemaliger Uzwiler Gemeinderat und zukünftiger Präsident des St. Galler Kantonsrates, stellte in seiner Festansprache – wie er selber sagte – mehr Fragen als er Lösungsvorschläge machte. Es ging ihm darum, den Zuhörern aufzuzeigen, welche Beiträge sie selber für eine lebenswerte Zukunft leisten können und müssen. Im ersten Teil wies er auf die Bedeutung der Vereine für das gesellschaftliche Leben hin. Freiwillig und unentgeltlich werde in den Vereinen Grosses geleistet. Dies geschehe nicht nur zum Wohle der Mitglieder. Die Arbeit und die Resultate erfreuten ebenso die ehrenamtlich Tätigen und letztlich ziehe auch die Allgemeinheit Nutzen daraus.

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Das Trio Harero aus Henau, Rolf Meier (Akkordeon), Hanspeter Strebel (Schlagzeug) und Reto Montibeller (Saxophon), hat die Feier umrahmt und die Landeshymne begleitet.

Die Zukunft der Vereine steht gemäss Bruno Cozzio deshalb weniger in den Sternen, als dass sie von der Bereitschaft der Einzelnen zu ehrenamtlichem Einsatz und gesellschaftlichem Mittun abhängt. In diesem Sinn dankte der Redner jenen drei Vereinen, welche die Bundesfeier organisiert und mitgestaltet haben: Verkehrsverein, Sängerbund an der Thur und Jungschar Quelle.


Den Klimanotstand ausrufen?

Im zweiten Teil machte sich Cozzio Gedanken zu Lebensraum und Umwelt. Dabei spannte er den Bogen über die sieben Dörfer der Gemeinde Uzwil hinaus. Als Förster zeigte er vorerst die Bedeutung des Waldes auf. Der Wald brauche uns nicht, aber wir bräuchten den Wald. Beispielsweise zum Schutz, wie die gesamte intakte Natur. Die Ausrufung des Klimanotstandes scheint ihm aber kein probates Mittel zur Lösung der Probleme. Wirkungsvoller beurteilt er das veränderte Handeln im persönlichen Umfeld. In den Bereichen Weg zum Arbeitsplatz, Einsatz von Materialien und Energien, Gestaltung der Freizeit und der Ferien müssten umweltfreundliche Möglichkeiten den Vorrang erhalten.

Noch sei er stolz und froh, in dieser Gemeinde und in diesem Land leben zu dürfen, schloss Bruno Cozzio seine Rede. Er zeigte sich überzeugt, dass es gelinge, die Zukunftsprobleme zu meistern.