Es war aus Wiler Sicht ein gebrauchter Abend. Zu wenig stimmte zusammen, um beim Tabellenletzten zu punkten. Es begann, als Routinier Nick von Niederhäusern nach einer Viertelstunde mit einer Gesichtsverletzung vom Feld und noch in der Garderobe genäht werden musste. Aaraus Stürmer Stefan Maierhofer hatte den Wiler zuerst in den Rücken gestossen und war ihm nachher auf das Gesicht gestanden. Eine Karte setzte es nicht ab.

Eine Viertelstunde später ereignete sich jene Szene, welche die Weichen gegen mit wenig Selbstbewusstsein bestücke Aargauer wohl in die andere Richtung gestellt hätte. Einen Freistossball von der linken Seite verlängerte Aaraus Olivier Jäckle zu Wils Stürmer Silvio, der aus kurzer Distanz traf. Der Wiler Jubel war schon fast verhallt, als sich Schiedsrichter Nicolas Jancevski von seinem Assistenten zu einer Unterredung überreden liess. Nachdem der Unparteiische hernach immer noch der Meinung war, der Treffer müsse zählen, pfiff er und zeigte zur Mitte. Tor. Doch urplötzlich die Korrektur: Offside. Erneut hatte sich der Waadtländer einen Fehler mit Signalwirkung geleistet. Das war schon drei Wochen zuvor beim Spitzenspiel der Wiler in Lausanne so gewesen – damals zugunsten der Ostschweizer. Jancevski hatte den Äbtestädtern einen Penalty zugesprochen, der keiner war und schliesslich die Aufholjagd der Ostschweizer einleitete. Dass sich die Schiedsrichter nach dem Spiel in Aarau bei den Wilern entschuldigte und die offensichtlich unzulängliche Kommunikation eingestand, war ein schwacher Trost.

Ohne Zuordnung beim ersten Gegentor

Es wäre aber zu einfach, die dritte Saison-Niederlage einfach so dem Schiedsrichter in die Schuhe zu schieben. Denn schliesslich blieb nach dieser Aktion noch eine Stunde zu spielen und die Aargauer erweckten vorerst nicht den Eindruck, dass der Knoten ausgerechnet gegen Wil platzen würde. Das tat er aber. Der Führungstreffer spielte ihnen in die Karten. Just in einer Phase nach einer Stunde, als eher die Wiler mehr von der Partie hatten, spielte Aaraus Aussenverteidiger Linus Obexer von links einen Pass in den Strafraum. Da die Wiler Abwehr in jener Situation die Zuordnung vermissen liess, traf der Österreicher Stefan Maierhofer am österreichischen Nationalfeiertag mit einem Flachschuss.

In der Folge taten sich die Wiler schwer, zu Ausgleichschancen zu kommen. Es blieb bei Ansätzen. Als der Leader dem Schlusslicht in der Schlussphase Räume für Gegenstösse zugestand, lag das 2:0 mehrfach in der Luft. Es fiel praktisch mit dem Schlusspfiff in der 95. Minute. Der eingewechselte Varol Tasar traf ins leere Tor, nachdem Goalie Zivko Kostadinovic bereits ausgespielt war. Verteidiger Fuad Rahimi war noch dran, konnte den Ball aber nur noch an den Innenpfosten lenken, von wo er ins Tor sprang.

Nur ein Sieg in sechs Auswärtsspielen

Die Wiler trauerten hinterher den Chancen nach, die es vornehmlich in einer späten Phase der ersten Halbzeit gegeben hatte. Die beste vergab Captain Sandro Lombardi, der am stark reagierenden Aarau-Goalie Djordje Nikolic scheiterte. Alles in allem war der Sieg der gebeutelten Aarauer nicht gestohlen. Vor allem in Führung liegend liessen sie nichts mehr anbrennen und keine reellen Chancen der Gäste mehr zu. Die Gastgeber hatten am Schluss doppelt so viele Abschlüsse zu verzeichnen wie die Wiler.

Unter den Augen von Thun-Trainer Marc Schneider und seinem Assistenten Pascal Cerrone ist somit die Cup-Hauptprobe für den Achtelfinal von kommendem Mittwoch gegen die Berner Oberländer missglückt – und dies gegen den Tabellenletzten. Aus den letzten drei Auswärtsspielen resultierte für den FC Wil nur noch ein Punkt – allerdings in den Partien gegen Lausanne-Sport, Servette und Aarau, die vor Saisonbeginn die meistgenannten Aufstiegsanwärter waren. Von sechs Auswärtsspielen haben die Wiler nur jenes in Chiasso gewonnen. «Klar ärgern wir uns über diese Niederlage. Aber sie wirft uns nicht um. Wir zeigten eine kämpferisch gute Leistung. Man muss auch mal akzeptieren, in einem solchen Spiel als Verlierer vom Platz zu gehen», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück hinterher.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 

FC Aarau – FC Wil 1900 2:0 (0:0)

Brügglifeld: 2345 Zuschauer. – Sr: Jancevski.

Tore: 60. Maierhofer 1:0. 95. Tasar 2:0.

FC Aarau: Nikolic; Peralta, Leo, Bürgy, Obexer; Zverotic (86. Hammerich); Liechti (63. Tasar), Jäckle, Perrier, Misic (68. Peyretti); Maierhofer (75. Schneuwly).

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, von Niederhäusern (15. Gasser); Herrmann, Zé Eduardo (86. Cortelezzi), Breitenmoser (56. Savic), Schäppi; Lombardi; Silvio, Audino (63. Hefti).

Bemerkungen: Aarau ohne Deana, Fillion, Thaler, Schindelholz, Frontino, Karanovic, Rossini. (verletzt), Ramadani, Mehidic, und Pepsi (nicht im Aufgebot). Wil ohne Gonçalves (gesperrt), Herter (verletzt), Djordjevic, Chande, Scholz, Gülünay, Beka, Sejdija, Sadiku und Hoxha (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 18. Audino (Foul). 37. Zé Eduardo (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 45. Havenaar (Foul). 47. Jäckle (Foul). 53. Peralta (Foul). 83. Leo (Unsportlichkeit). – 14. von Niederhäusern mit einer Gesichtsverletzung ausgewechselt. – 33. Tor von Silvio aus unerklärlichen Gründen annulliert.

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 


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Der Liveticker zum Spiel FC Aarau - FC Wil:

Das soll es gewesen sein aus dem Brügglifeld von dieser letzten Wiler Freitagabend-Partie des Jahres. Geniessen sie das Wochenende, auch wenn es regnerisch wird. Und seien Sie am Mittwochabend wieder dabei – in der IGP-Arena oder auf Hallowil.ch. Einen angenehmen Abend aus dem Rüebliland.

Weiter geht es für den FC Wil mit zwei Heimspielen binnen vier Tagen. Schon am kommenden Mittwoch (31. Oktober) kommt es in der IGP-Arena zum Knüller im Cup-Achtelfinal gegen den FC Thun aus der Super League. Auch dieses Spiel kann im Hallowil-Liveticker mitverfolgt werden. Pascal Ibig wird dann für Sie in die Tasten greifen.

Schlussfazit: Das ist nicht für die Wiler gelaufen. Zuerst verlieren sie Routinier von Niederhäusern verletzt, dann annulliert Schiedsrirchter Jancevski einen Treffer, weil er sich seiner Sache nicht sicher ist. Und dann sind die Wiler in Rückstand liegend nicht fähig, Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen. So ist das 2:0 mit dem Schlusspfiff die logische Konsequenz. Alles in allem ist das nicht gestohlen. Das zu jenem Zeitpunkt keineswegs zwingende Führungstor hat den Aarauern Sicherheit gegeben. Somit werden die Wiler morgen Samstag mit allergrösster Wahrscheinlichkeit als Leader abgelöst.

Schlusspfiff auf dem Brügglifeld: Schlusslicht FC Aarau besiegt den Leader FC Wil mit 2:0.

95. Minute: TOOOR für den FC Aarau zum 2:0. Tasar wird als Torschütze ausgerufen. War aber irgendwie auch ein  Eigentor von Rahimi. Nach einem Abschluss von Tasar lenkt Rahimi den Ball ins eigene Tor ab - via Pfosten. Aber geben wir es Tasar. Es war wieder eine Art Empty-Netter wie schon bei der 0:2-Niederlage vor knapp drei Wochen in Genf. Auch da fiel das zweite Gegentor in der 95. Minute.

94. Minute: Silvio verpasst den Abschluss. Keine Gefahr.

93. Minute: Nikolic pflückt eine Flanke runter. Das gibt Szenenapplaus.

91. Minute: Weiterhin kommen die Wiler nicht in den Strafraum der Aarauer.

90. Minute: Vier Minuten Nachspielzeit.

88. Minute: Jancevski schenkt Wil einen Corner. Bringt aber nichts ein.

88. Minute: Doppelchance Aarau. Zweimal versucht es Schneuwly. Einmal pariert Kostadinovic, einmal schiesst er über das Tor.

87. Minute: Die Wiler kommen in dieser Phase nicht in die Nähe des Strafraums. Aarau hat das im Griff.

86. Minute: Beide wechseln nochmals. Bei Aarau geht Zverotic raus. Hammerich kommt rein. Bei Wil kommt anstelle von Zé Eduardo Cortelezzi rein.

84. Minute: Und wieder brennt es lichterloh im Wiler Strafraum. Es riecht nach 2:0 und nicht nach 1:1.

83. Minute:  Riesenchance für Aarau zum 2:0. Doch Kostadinovic kann den Ball gerade noch über die Latte lenken.

82. Minute: Verwarnung für Aaraus Leo wegen einer Unsportlichkeit.

82. Minute: Wir warten auf Wiler Chancen ...

79. Minute: Es braucht eine Wiler Schlussoffensive. Derzeit wird aber mehr diskutiert als gespielt. Zum Leidwesen der Gäste.

77. Minute: Dann auch die Wiler mit einer Topchance: Silvio kommt relativ frei vor dem Tor zum Abschluss, scheitert aber an Nikolic.

76. Minute: Und da hat Schneuwly das 2:0 auf dem Fuss. Von der Strafraumgrenze kommt er zum Abschluss, verzieht aber knapp.

74. Minute: Ein dritter Wechsel bei den Gastgebern: Torschütze Maienhofer geht raus. Schneuwly gibt nach einer Verletzung das Comeback.

73. Minute: Corner Wil. Bringt aber keine Gefahr.

72. Minute: Hoppla. Was für ein Bock von Gasser. Maierhofer kann sich den Rückpass erlaufen und Kostadinovic umspielen. Dann wird die eigene Vorlage aber zu lang.

71. Minute: 2345 Zuschauer sind anwesend.

70. Minute: Es wird ruppiger. Das kann eher den Aarauern recht sein, die ja nicht mehr agieren müssen.

67. Minute: Aarau wechselt ein zweites Mal: Misic geht raus. Für ihn kommt Peyretti.

65. Minute: Können die Wiler reagieren? In den bisherigen Auswärtsspielen war es immer so: Wenn der FC Wil einen Treffer kassiert hat, hat er nicht gewonnen.

63. Minute: Beide Teams wechseln. Bei Wil kommt Hefti für den rot-gefährdeten Audino. Bei Aarau kommt Tasar für Liechti.

60. Minute: TOOOR für den FC Aarau durch Maienhofer zum 1:0. Nach schönem Durchspiel und auf Vorlage von Obexer kommt der Österreicher auf Höhe Penaltypunkt zentral vor dem Tor zum Abschluss und lässt sich nicht zweimal bitten. Der Österreicher trifft am heutigen österreichischen Nationalfeiertag.

58. Minute: Und beinahe wäre Savic zum Abschluss gekommen. Nach einer Flanke kann ein Aarauer gerade noch klären. Der Corner bringt dann auch Gefahr. Aber Nikolic kann schliesslich die Szene unterbinden.

57. Minute: Savic? Genau, der hat in  dieser Saison bisher zwei Mal auf das gegnerische Tor geschossen und zwei Tore erzielt. Mister 100 Prozent.

56. Minute: Zweiter Wechsel bei Wil: Savic ersetzt Breitenmoser. Ist auch Breitenmoser angeschlagen? Oder das Cupspiel schon im Hinterkopf? Oder beides?

55. Minute: Seit der Pause haben die Wiler das Spiel im  Griff, ohne aber bisher zu Chancen zu kommen.

53. Minute: Peralta steigt nahe der Mittellinie übertrieben hart ein gegen Breitenmoser und sieht die Gelbe Karte.

51. Minute: Diel Wiler nun aber doch klarer in ihren Angriffsbemühungen. Das schaut besser aus als in der Startphase von Halbzeit eins.

49. Minute: Der FC Aarau ist wach: Ein Abschluss von links saust an Freund und Feind und Tor vorbei.

47. Minute: Erste Verwarnung auch für einen Aarauer: Jäckle wird verwarnt für ein Foul an Audino.

46. Minute: Weiter geht's. Der Ball rollt wieder. Keine Wechsel in der Pause.

Die Spieler kehren zurück. In Kürze geht es weiter auf dem Brügglifeld.

Nochmals zum vermeintlichen Führungstreffer: Die TV-Bilder belegen klar, dass der Aarauer Jäckle den Ball auf Silvio verlängert hat. Also hätte das Tor zählen müssen. Und selbst wenn sich der Unparteiische nicht sicher ist: Hat es nicht mal geheissen: Im Zweifelsfalle für den Stürmer? Nun gut: abhaken, weitermachen.

Es gibt noch Neuigkeiten von von Niederhäusern, der ja schon nach einer Viertelstunde verletzt raus musste. Er hat sich nicht verletzt, als er von Maienhofer gestossen wurde. Der Österreicher stand dem Wiler danach ins Gesicht. Von Niederhäusern erlitt mehrere Schnittwunden und musste noch in der Garderobe genäht werden. Den Schluss der ersten Halbzeit verfolgte er aber bereits wieder von der Bank aus. 

Pausenfazit: Die Wiler haben eine halbe Stunde gebraucht, bis sie ins Spiel fanden. Mit dem Knaller von Lombardi, den Nikolic stark pariert hat, kamen die Gäste in der Partie an und gingen dann in Führung. Oder so. Aber lassen wir das.

Pausenpfiff: Kein Tor in den ersten 45 Minuten. Oder zumindest keines, welches für den Schiedsrichter so eindeutig gewesen wäre, dass er es hätte geben können.

45.+4. Minute: Gelbe Karte für Havenaar nach einem Foul an Misic.

45.+2. Minute: Leicht erhöhte Temperatur bei den Aarau-Fans nach einem Ball in den Wil-Strafraum. Aber Offside. Setzen. 

45.+1. Minute: Eine Flanke in den Wiler Strafraum kann Kostadinovic sicher behändigen.

45. Minute: 3 Minuten gibt es noch obendrauf in der ersten Halbzeit.

43. Minute: Vielleicht ist das bei Jancevski eine späte Form von Kompensation. Beim Wiler 2:2 im Spitzenspiel in Lausanne vor einem Monat hat er den Wilern in der zweiten Halbzeit einen Penalty geschenkt, der die Aufholjagd lanciert hat. Jener Penalty wäre nicht zu geben gewesen.

42. Minute: Trotz dieser äusserst fragwürdigen Entscheidung, haben die Wiler das Spiel in den  letzten Minuten in die Hand genommen. Derzeit ist das Spiel allerdings unterbrochen, weil ein Aarauer am Boden liegt.

40. Minute: Also wenn das stimmt mit der Begründung, dann spielen wir künftig lieber ohne Schiedsrichter.

37. Minute: Auf Teleclub ist zu erfahren: Der Treffer habe nicht gezählt, weil sich die Schiedsrichter nicht sicher gewesen seien, ob es Offside ist. Und dann im Zweifelsfalle scheinbar kein Tor. Wahnsinn!!!

37. Minute: Gelb für Zé Eduardo für ein Foul im Mittelfeld. Der fehlt im nächsten Spiel gegen Kriens.

35. Minute: Warum der Treffer nicht gezählt hat, weiss hier kein Mensch.

33. Minute: Da lag der Ball im Netz. Aber der Treffer von Silvio zählt nicht. Schiedsrichter Jancevski annulliert den Treffer nach Rücksprache mit seinem Assistenten wegen Offside. Interessant: Zuerst hatte er auf Tor gezeigt.

33. Minute: Erste Top-Chance für die Wiler: Lombardi schiesst stark. Aber auch Nikolic klärt blendend.

31. Minute: Eine halbe Stunde rum. Die ganz grosse Chance fehlt noch. In den letzten paar Minuten hatten eher die Aarauer etwas mehr Drive.

28. Minute: Das war mal ganz nett durchgespielt von den Aargauern. Sie kommen über ihre linke Angriffsseite. Doch Misics Abschluss geht dann doch einen halben Meter über das Lattenkreuz.

27. Minute: Wils Rahimi passt … auf die Tribüne.

25. Minute: Aaraus Misic flankt … hinter das Tor.

24. Minute: Allzu prickelnd ist das noch nicht hier. Oder wer es positiv sehen will: Taktisch einwandfrei.

22. Minute: Ein Kopfbällchen von Perrier. Aber da muss sich Kostadinovic nicht anstrengen, um dieses zu halten.

20. Minute: Noch gehen die beiden Mannschaften wenig Risiko ein, machen dafür ein paar Fehler zu viel. Darum reicht es noch nicht für die ganz grossen Chancen - beidseits.

18. Minute: Die erste Verwarnung ist Tatsache: Audino begeht nahe der Mittellinie ein taktisches Foul und sieht Gelb.

17. Minute: Der Ex-Aarauer Audino versucht es. Sein Abschluss ist aber zu harmlos und eine sichere Beute für Nikolic.

16. Minute: Somit ist die Wiler Achse auseinandergebrochen. Von Niederhäusern war ja einer der drei routinierten Spieler dieser Achse. Mal schauen, wie die Gäste das verkraften.

15. Minute: Erster verletzungsbedingter Wechsel: von Niederhäusern muss raus und wird durch Gasser ersetzt.

15. Minute: Das Spiel geht weiter, aber nicht für von Niederhäusern.

14. Minute: Aprops Maiennhofer: Der hat von Niederhäusern ordentlich in den Rücken gestossen. Das Spiel ist derzeit unterbrochen, weil von Niederhäusern gepflegt werden muss.

13. Minute: Interessant wird auch sein, wer das Duell der Hünen gewinnt. Aaraus Stürmer Maienhofer (2,02 Meter) trifft auf Wils Abwehrchef Havenaar (1,98 Meter).

11. Minute: Aarau mit leichten Vorteilen in der Startphase. Alles in allem aber recht ausgeglichen.

9. Minute: Dann ein erstes Mal die Wiler: Ein Audino-Freistoss aus dem rechten Halbfeld segelt in den Strafraum. Doch der Kopfball von Silvio bleibt dann ungefährlich.

8. Minute: Der Ex-Wiler Zverotic versucht es. Das hat er aber auch schon besser gemacht. Circa zwei Meter drüber.

7. Minute: Freistoss für Aarau aus rund 25 Metern Distanz, zentral vor dem Tor.

6. Minute: Hier ist der erste Abschluss. Er gehört dem Heimteam. Nachdem Herrmann über den Ball gesäbelt hat, kommt Misic von links zum Abschluss, verzieht aber deutlich.

5. Minute: Noch ist es ein Abtasten. Auf den ersten Besuch eines Spielers in einem der beiden Strafräume warten wir noch - Goalies mal ausgenommen.

3. Minute: In der Startphase spielt sich Spielgeschehen vornehmlich in der Mittelzone ab.

1. Minute: Der Spiel ist freigegeben ...

So, die Mannschafften sind da. In wenigen Augenblicken geht es los. Viel Spass mit Letzter gegen Erster, mit FC Aarau gegen FC Wil.

Auf der Tribüne nehmen grad Thun-Trainer Marc Schneider und sein Assistent Pascal Cerrone (ex Wil) platz. Das Cupspiel FC Wil - FC Thun von kommendem Mittwoch wirft seine Schatten voraus.

Langsam aber sicher füllt sich das Brügglifeld. Für Aargauer Verhältnis hält sich der Ansturm aber in Grenzen. Der Publikums-Zuspruch lag in dieser Saison bis anhin bei durchschnittlich 2840 Fans. Diese Marke dürfte heute wohl nicht geknackt werden.

Was wird heute Tatsache? Der zweite Aarauer Heimsieg oder der zweite Wiler Auswärtssieg? Bleiben Sie dran. Hier verpassen sie nichts.

Das Spiel wird geleitet von Waadtländer Nicolas Jancevski. Er pfeift die Wiler schon zum dritten Mal in dieser Saison. Er war auch dabei, als der FC Wil am 11. August mit 2:0 gewann gegen … Aarau.

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Noch wird wacker aufgewärmt auf dem Brügglifeld.

FC-Wil-Trainer Konrad Fünfstück muss im heutigen Spiel Flügelläufer Michael Gonçalves ersetzen, der eine Gelb-Sperre absitzt. Im traditionellen 3-4-1-2-Syxstem steht wie üblich Kostadinovic im Tor. Die Verteidigung bilden wie gewohnt von rechts nach links Rahimi, Havenaar und von Niederhäusern. Im Mittelfeld beginnen von rechts nach links Herrmann, Zé Eduardo, Breitenmoser und Schäppi. Hängende Spitze ist Lombardi. Im Sturm beginnen Audino und Silvio. Kolja Herrmann wird also zum ersten Mal von Beginn weg spielen und den rechten Flügelläufer geben.

Kommen wir nun zu den Aufstellungen. Aarau wird im gewohnten 4-4-2-System auflaufen. Im Tor steht Nikolic. Zudem laufen auf: Leo, Jäckle, Zverotic, Bürgy, Maierhofer, Misic, Perrier, Obexer, Liechti und Peralta. Das ist nur ein Wechsel im Vergleich mit der 1:3-Niederlage vor sechs Tagen in Genf gegen Servette. Oliver Jäckle ist nach auskurierter Verletzung zurück. 

Eine diametral andere Gefühlslage herrscht beim FC Wil. Jede Runde, die er als Leader an der Tabellenspitze verbringen darf, ist ein Geschenk. Machen wir uns nichts vor: Vom Potenzial und den Möglichkeiten her, müsste der FC Aarau die Nase vorne haben. Wer bei Sporttip auf den Leader Wil setzt, hat mit 2,5 die höhere Quote als Schlusslicht Aarau (2,4). Heisst im Klartext: Für die Buchmacher sind die Aargauer leichter Favorit.

Auch wenn der FC Wil an diesem Wochenende von drei Mannschaften überholt werden kann und Aarau von keiner: Unter Druck sind nur die Gastgeber. Die beiden nun anstehenden Spiele gegen Wil und dann vor allem in Chiasso sind für sie nach einem völlig missratenen Saisonstart Schicksals-Partien. Zwei weitere Niederlagen, und Trainer Patrick Rahmen könnte Geschichte sein auf dem Brügglifeld. Bis jetzt konnte er sich trotz neun Niederlagen in elf Spielen im Amt halten, da die Leistungen der Mannschaft mit einer Ausnahme in Ordnung waren, defensiv einfach zu viele Fehler begangen wurden. Gewinnen können die Aargauer in den nächsten beiden Spielen allerdings nichts. Gewinnen müssen sie.

Das Wochenende beginnt mit Fussball. Sportler-Herz, was willst du mehr. Herzlich willkommen aus dem mittlerweile über 94 Jahre alten Stadion Brügglifeld in Suhr bei Aarau zur Auftakt-Partie der 12. Challenge-League-Runde. Der überraschende Leader FC Wil gastiert beim ebenso überraschenden Schlusslicht FC Aarau. Kein Experte hätte sich vor Saisonbeginn zu prognostizieren gewagt, dass die beiden Mannschaften in der Tabelle dort stehen, wo sie jetzt stehen – und die Wiler nach 11 Runden 17 Punkte mehr auf dem Konto hätten als der selbsternannte Aufstiegsaspirant. Simon Dudle tickert für Sie durch einen hoffentlich kurzweiligen Abend.

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Hier die Vorschau auf das Spiel FC Aarau - FC Wil:

Der Aargauer Fussball macht schwierige Zeiten durch. Nachdem sich der FC Wohlen hinsichtlich dieser Saison aus wirtschaftlichen Gründen «freiwillig» aus der Challenge League und somit vom Profisport verabschiedet hat und aktuell auch in der Promotion League nur den drittletzten Platz belegt, droht der nächste Abstieg eines Aargauer Klubs. Und dies aus sportlichen Gründen. Der einst so stolze FC Aarau, der während Jahrzehnten in der Nationalliga A als unabsteigbar galt, hat sich in der zweithöchsten Spielklasse in eine äusserst missliche Lage manövriert. Aufgrund des sportlich desaströsen Saisonstarts rückt selbst die nach wie vor ungeklärte Stadionfrage in den Hintergrund.

Die Aarauer:

Nach einer starken Sommer-Vorbereitung herrschte beim FC Aarau vor dem Saisonstart Euphorie und der Aufstieg wurde als Ziel vorgegeben. Vor dem letzten Spiel des ersten Meisterschaftsdrittels ist aus Euphorie längst Ernüchterung geworden. Gerade einmal vier Punkte stehen nach elf Spielen zu buche. Der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt bereits sieben Zähler. Um den bisher einzigen Sieg in der Meisterschaft zu realisieren, musste mit dem FC Schaffhausen ein Gegner erscheinen, dem im Verlauf der Partie drei Akteure wegen Platzverweisen abhandenkamen. Die anderen vier Heimspiele gingen alle verloren. Mit 23 Gegentreffern stellt der FC Aarau die schlechteste Abwehr der Liga.

An Trainer Patrick Rahmen wurde aber trotz dieser vernichtenden Zahlen festgehalten. Der Grund: Die Leistungen der Mannschaft waren fast immer in Ordnung. Jedoch brachte sie sich mit Eigenfehlern immer wieder selber auf Abwege. Ein Spiel ohne Gegentor hat es in dieser Saison noch nicht gegeben. Sollte nun aber auch die beiden nächsten Partien gegen Wil und Chiasso verloren gehen, wird die Vereinsleitung wohl handeln müssen. FC-Wil-Trainer Konrad Fünfstück ist aber überzeugt, dass die Rüebliländer das Feld noch von hinten aufrollen werden. «Die Aarauer werden eine starke Rückrunde spielen, genau wie wir es in der vergangenen Saison getan haben.»

Die Wiler:

Aufgrund der Ausgangslage «Erster beim Letzten» geht der FC Wil als deutlicher Favorit in die Partie. Doch dies ist zu relativieren. Denn vom Spielerpersonal her müsste der FC Aarau mindestens ebenbürtig sein. Zudem steht auf dem Brügglifeld deutlich mehr Geld zur Verfügung als in der IGP-Arena. Kommt dazu, dass die Wiler zwar das stärkste Heimteam der Liga stellen, auswärts aber noch Verbesserungspotenzial besteht. Nur einer der bisherigen fünf Gastauftritte konnte siegreich gestaltet werden. Es wurden in der Fremde erst fünf Treffer erzielt. Dies sind für gewöhnlich nicht die Werte eines Leaders, wenn nicht die Challenge League derart ausgeglichen wäre und die Wiler zuhause eine fast blütenweisse Weste hätten.

Es kommt noch die Sache mit der Leaderposition dazu. Ob nun Zufall oder nicht: Wenn die Wiler in dieser Saison als Tabellenführer in die Partie gegangen sind, haben sie noch nie gewonnen. Am Freitag auf dem Brügglifeld werden sie Leader sein. Anders am vergangenen Wochenende, als die Spitzenteams vorgelegt und den FC Wil zwischenzeitlich auf Platz vier verdrängt hatten. Prompt resultierte ein 3:1-Erfolg gegen Chiasso. Weiter fällt auf, dass die Wiler Ausbeute im Brügglifeld zuletzt oftmals dürftig war. Nur eine der letzten acht Partien in Aarau wurde gewonnen. Für das Gastspiel im Rüebliland muss Fünfstück auf Flügelspieler Michael Gonçalves verzichten, der gegen Chiasso seine vierte Verwarnung der Saison kassiert hat und eine Sperre absitzen muss.

Der Liveticker:

Gelingt es den Wilern, mit einem Sieg den Vorsprung auf die Konkurrenz zumindest vorübergehend auf vier Punkte und mehr auszubauen? Glückt die Hauptprobe für den Cup-Achtelfinal fünf Tage später gegen den derzeitigen Super-League-Zweiten FC Thun? Verfolgen Sie das Spiel FC Aarau – FC Wil am Freitagabend ab 19.45 Uhr an dieser Stelle im Hallowil-Liveticker.