In den Cup-Sechzehntelfinals trifft der FC Wil auswärts auf den FC Wohlen. Die Aargauer befinden sich nach ihrem "freiwilligen" Abstieg in die Promotion League hinsichtlich dieser Saison im Umbruch und haben in den ersten drei Spielen der neuen Saison nur einen Punkt gewonnen. Und zwar bei einem torlosen Remis auf der Niedermatten gegen Bavois. Danach gab es eine 0:4-Klatsche bei Stade Nyonnais und ein Heimspiel gegen Stade Lausanne-Ouchy, in welchem die Wohler nach einer Stunde gar mit 0:5 in Rückstand lagen. Am Ende kämpften sie sich immerhin noch auf 3:5 heran. Trotzdem liegt die Mannschaft des neuen Trainers Fabricio Nogueira am Tabellenende.

Im Cup hat der FC Wohlen die erste Runde nur mit Ach und Krach überstanden. Beim FC Protalban/Gletterens aus dem Kanton Fribourg und der 2. Liga interregional verspielten die Aargauer eine 2:0-Führung binnen acht Minuten und mussten in die Verlängerung. In dieser gerieten sie gar mit 2:3 in Rückstand, ehe das Spiel binnen sieben Minuten erneut drehte und ein 4:3-Sieg resultierte. Als dreifacher Torschütze zeichnete sich Jordi Nsiala aus, der somit in der noch jungen Saison fünf der sieben Wohler Pflichtspiel-Tore erzielt hat. Er ist zusammen mit Captain Alain Schultz, der im Cup auch ein Tor erzielte, das bekannteste Gesicht des nächsten Wiler Gegners.

Und was sagt man beim FC Wil zu diesem Los? "Wenn man im Cup weit kommen will, muss dieser Gegner einfach besiegt werden. Da gibt es keine Ausreden. Die Wohler stellen keinen Profibetrieb mehr", sagt FC-Wil-Präsident Maurice Weber. Die Partie wird am Samstag, 15. September, 17.30 Uhr im Stadion Niedermatten ausgetragen. Die Auslosung bringt mit sich, dass der FC Wil in dieser Phase vier Auswärtsspiele hintereinander bestreitet. Auf das 3:0 in Uzwil folgen die beiden Meisterschafts-Gastauftritte gegen Kriens (in der Swisspor-Arena Luzern) und Chiasso, ehe nach der Länderspiel-Pause die Partie in Wohlen ansteht.

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Hier der Bericht vom Cup-Hit FC Uzwil - FC Wil

Es gab kurz nach der Pause eine Phase, in der eine spannende Fortsetzung der Partie möglich schien. Mit 0:1 in Rückstand liegend, traten die Uzwiler plötzlich offensiv in Erscheinung – und reklamierten einen Handspenalty, den sie von Schiedsrichter Luca Piccolo aber nicht zugesprochen bekamen. Davor und danach fanden die gut kämpfenden Gastgeber gegen den haushohen Favoriten aus der Challenge League aber kein Mittel, um sich offensiv in Szene zu setzen und den Gegner in Verlegenheit zu bringen.

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Fairplay nicht nur vor der Partie: Im ganzen Spiel musste Schiedsrichter Luca Piccolo nur eine Verwarnung aussprechen.

Dabei hatte die Partie für den Vertreter der 2. Liga interregional wunschgemäss begonnen und er war früh in Rückstand geraten. So sah es zumindest Uzwils Trainer Sokol Maliqi. Er sagte nach der Partie: «Wenn der Oberklassige früh in Führung geht, wähnt er sich danach in trügerischer Sicherheit.» Bereits nach knapp zehn Minuten stand es 1:0 für die Gäste. Der ehemalige Wiler Ifraim Alija foulte Silvio im Strafraum. Der Brasilianer lief gleich selber an, verlud mit Goalie Timon Waldvogel einen weiteren ehemaligen Wiler und sorgte dafür, dass der Partie fortan das gewisse Etwas fehlte. Während die Gastgeber in der gesamten ersten Halbzeit zu keiner Torchance kamen, waren auch Wiler Möglichkeiten rar.

Sehenswerte Entscheidung
Knapp 70 Minuten lang durften die Gastgeber auf einen Coup hoffen. Denn bis rund 20 Minuten vor Schluss lagen sie nur mit 0:1 zurück und ein Lucky Punch hätte sie nahe an die Überraschung gebracht. Doch dann setzte Nias Hefti die Uzwiler vorzeitig schachmatt. Er tat es mit einem prächtigen Treffer. An der Strafraumgrenze schlug er einen Haken und setzte den Ball sehenswert ins hohe Eck. Es war Heftis zweites Tor im Dress des FC Wil, das erste seit seiner Rückkehr vor knapp zwei Wochen.

«Dieses 2:0 hat uns gekillt», sagte Maliqi hinterher. So war es lediglich noch Zugabe, was danach folgte. Zuerst drosch erneut Hefti den Ball an die Latte. Danach verursachte ein weiterer Ex-Wiler einen zweiten Penalty für die Gäste. Stanko Culanic, einst im Nachwuchs der Äbtestädter aktiv, fällte Enis Latifi. Captain Sandro Lombardi verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Für Lombardi war es auf der Rüti in Henau bereits sein zweites Tor im Cup. Vor knapp vier Jahren hatte er an gleicher Stätte gegen den FC Henau aus der 2. Liga regional ebenfalls getroffen. Damals mussten die Wiler aber zittern, bis die Qualifikation für die nächste Runde Tatsache war. Erst in der Verlängerung hatte Marko Muslin mit einem Kopfballtreffer damals alles klargemacht und den 3:2-Sieg fixiert.

«Hatten etwas gar viel Respekt»
Obwohl ein 0:3 gegen einen um drei Ligen höher spielenden Verein gewiss kein Beinbruch ist, wählte Maliqi auch kritische Worte. Er sagte: «Wir hatten in der ersten Halbzeit etwas gar viel Respekt und können das besser. Das fuchst mich. Trotzdem waren wir nicht so weit weg.» Die Gastgeber durften trotz der Niederlage zufrieden sein. Mit 1750 Zuschauern kamen mehr Fans als erwartet. Es war ein Fussballfest, wie es nur der Cup bieten kann. Auch nach der Partie herrschte auf der Rüti in Henau noch lange Betrieb. Irgendwie kannte der Abend zwei Sieger.

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Wils Captain Sandro Lombardi erzielte wie schon 2014 gegen Henau auf der Rüti einen Treffer.

Denn auch im Wiler Lager war man zufrieden. «Wir haben in 90 Minuten nur eine Torchance zugelassen. Ansonsten war das professionell und souverän. Also genau das, was ich von der Mannschaft eingefordert hatte», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück. Wie ernst der Favorit dieses Cupspiel genommen hatte, zeigt nur schon die Tatsache, dass in der Woche davor auf Naturrasen trainiert worden war. Für gewöhnlich finden die Trainingseinheiten auf dem Kunstrasen statt.

FC Uzwil (2. Liga interregional) – FC Wil 1900 0:3 (0:1)

Rüti, Henau: 1750 Zuschauer. – Sr: Piccolo.

Tore: 10. Silvio (Foulpenalty) 0:1. 70. Hefti 0:2. 81. Lombardi (Foulpenalty) 0:3.

FC Uzwil: Waldvogel; Ranisavljevic (62. Culanic), Studer, Alija, M. Lanker; Oertig, Maliqi; Koller (83. Anderes), Knoepfel, Nushi; Asani (70. Lo Re).

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, von Niederhäusern; Gonçalves, Lombardi (83. Gasser), Breitenmoser (55. Latifi), Schäppi; Hefti; Audino (62. Savic), Silvo.

Bemerkungen: Uzwil ohne Beran (verletzt), Stillhart (nicht im Aufgebot), Eugster, Ceta, Oneri und Rüegg (abwesend). Wil ohne Cortelezzi, Zé Eduardo (verletzt), Djordjevic, Muslin, Scholz, Herter, Gülünay, Sadiku und Hoxha (nicht im Aufgebot). – Verwarnung: 30. Nushi (Foul). – Lattenschuss: 75. Hefti.

Hier sind die Stimmen zum Spiel (Quelle: www.fcwil.ch):

 

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Hier der Liveticker zum Nachlesen:

Das solls gewesen sein von der Rüti. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit, wünsche ein angenehmes Wochenende. Bis bald auf Hallowil.ch.

Während es für die Uzwiler bereits am Dienstag mit einem Heimspiel gegen Rüti weitergeht, reisen die Wiler morgen in einer Woche in die Innerschweiz, um dort am 26. Oktober um 14.30 Uhr auf den Aufsteiger SC Kriens zu treffen. Da das Stadion Kleinfeld noch nicht fertig ausgebaut ist, findet das Spiel in der Luzerner Swisspor-Arena statt. Auch von jenem Spiel gibt es wieder einen Liveticker auf Hallowil.ch.

Somit hatten die Wiler hier deutlich weniger Mühe als noch vor vier Jahren, als sie gegen Henau aus der 2. Liga regional in die Verlängerung mussten und erst in dieser mit 3:2 gewannen.

Schlusspfiff: Der FC Wil erfüllt hier auf der Rüti die Pflicht und gewinnt gegen Uzwil verdient mit 3:0. Silvio und Lombardi treffen per Penalty, Hefti netzt mit einem Hocheck-Schuss zum zwischenzeitlichen 2:0 ein. Das Verdikt ist in dieser Höhe korrekt. Uzwil war einer Überraschung jederzeit fern, hat sich aber trotzdem wacker geschlagen.

94. Minute: Wird geklärt.

93. Minute Nochmals Ecke für den FC Wil. Das dürfte dann die letzte Aktion des Spiels sein.

91. Minute: Und hier ist die Zuscahauerzahl: 1750 Fans sind auf der Rüti. Die Zuschauerzahlen an den ersten drei Wiler Challenge-League-Heimspielen dieser Saison waren allesamt tiefer (1100, 1140 und nochmals 1140). Ein würdige Kulisse für dieses Cupspiel.

90. Minute: Das läuft auf einen souveränen Arbeitssieg der Wiler raus. Sie spielten über weite Strecken abgeklärt und werden der verdiente Sieger sein. Drei Ligen Unterschied sind halt doch einiges.

88. Minute: Spannend ist nun eigentlich nur noch, ob die Zuschauerzahl noch bekannt gegeben wird oder nicht.

87. Minute: Latifi versucht es mit einem Abschluss von der Strafraumgrenze aus. Doch da fehlt die Präzision. Waldvogel kann problemlos klären.

86. Minute: Hui, da hat sich bei Alija scheinbar einiges an Frust angestaut. Er lässt eine Schimpftirade gegen den Schiedsrichter-Assistenten los, kommt aber ohne Verwarnung davon.

83. Minute: Auch Uzwil wechselt nochmals. Für Koller ist der Arbeitstag vorbei, Anderes darf noch ein paar Minuten Cup-Hauptrunden-Luft schnuppern.

83. Minute: Wil wechselt: Lombardi geht dann auch gleich raus und macht Gasser platz.

81. Minute: TOOOOOOOOOOOOR FC Wil zum 0:3. Dieses Mal nimmt Sandro Lombardi Anlauf. Auch er schickt Waldvogel in die falsche Ecke und trifft platziert rechts unten. Das wars dann definitiv.

81. Minute: Penalty FC Wil!!!! Culanic fällt Latifi im Duell zweier Eingewechselter. Auch hier eine glasklare Sache.

79. Minute: Ich lehne mich einfach mal aus dem Fenster: Das Ding hier ist gelaufen, auch wenn 2:0 immer ein gefährliches Resultat ist. Aber die Uzwiler machen nicht den Eindruck, als könnten sie noch zulegen. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.

77. Minute: Aarau hat es übrigens doch noch geschafft: 2:1-Sieg nach Verlängerung in Amriswil durch ein ganz, ganz spätes Tor kurz vor Ende der Verlängerung.

75. Minute: Ruuums! Wieder Hefti. Er lässt zwei Spieler stehen und knallt den Ball von der Strafraumgrenze aus an die Latte!

74. Minute: Der eingewechselte Lo Re hat etwas gegen diese voreilige Prognose. Er läuft der Strafraumgrenze entlang und schliesst dann ab. Kostadinovic ist da und kann zur Ecke klären.

70. Minute: TOOOOOOOOOOOOR FC Wil zum 0:2. Was für Knaller. Nias Hefti nimmt den Ball an der linken Strafraumecke an, schlägt noch einen Haken und drischt das Spielgerät dann wunderbar ins hohe Eck. Wow! Man soll ja nie etwas verschreien. Aber das dürfte es gewesen sein.

70. Minute: Uzwil wechselt ein zweite Mal: Asani geht raus, Neuzuzug Lo Re kommt rein.

67. Minute: Weiterhin steht es nur 1:0 für die Wiler. Uzwil ist also nach wie vor im Spiel. Nun die Fragen: Gibt das eine zweite Luft für Uzwil? Oder setzt sich die physische Überlegenheit der Wiler doch durch?

65. Minute: Das war ein etwas übermotivierter Ausflug von Uzwil-Goalie Waldvogel: Silvio kommt vor ihm an den Ball, setzt zum Lob an, doch Alija kann vor der Linie noch klären. Sekunden später flankt Gonçalves von recht. Der frisch eingewechselte Savic entscheidet sich für einen Flugkopfball, verfehlt zentral vor dem Tor aber den Ball. Das wäre das 2:0 gewesen.

62. Minute: Auch Uzwil wechselt: Ranisavljevic geht raus, Culanic kommt rein. Ein weiterer Ex-Wiler ist somit auf dem Feld.

62. Minute: Nächster Wechsel bei Wil: Savic ersetzt Audino.

61. Alija wird von einem von-Niederhäusern-Kopfball getroffen und muss gepflegt werden. Aber auch für den Ex-Wiler geht es weiter.

60. Minute: Guter Abschluss von Wils Gonçalves. Er kann im Strafraum abziehen. Doch Waldvogel bringt die Fäuste gerade noch rechtzeitig Hoch und kann klären.

57. Minute: Innerhalb von rund drei Minuten gibt es den dritten Corner für Wil. Es wird halb-gefährlich. Von Niederhäusern köpfelt Studer an. Es gibt die nächste Ecke. Diese wird zwar geklärt. Doch Gonçalves kann einen langen Flankenball zurück in den Strafraum schlagen. Ein Uzwiler Verteidiger rutscht weg, was Hefti eine Abschlussmöglichkeit einbringt. Doch dieser schiesst knapp links am Tor vorbei.

55. Minute: Erster Wechsel beim FC Wil: Breitenmoser macht Platz für Latifi.

53. Minute: Nushi setzt den Ball in die Mauer. Danach probieren es die Uzwiler gleich nochmals: Es gibt ein Gestocher vor dem Wiler Tor. Studer schliesst aus kurzer Distanz ab, jedoch kann Havenaar klären. Das waren nun erste offensive Lebenszeichen der Uzwiler.

53. Minute: Jetzt vielleicht mal Uzwil. Freistoss aus rund 25 Metern Distanz.

50. Minute: Bringt aber nichts ein. Kurze Zeit später steht mal wieder ein Wiler im Offside. Das kommt etwas gar oft vor heute.

49. Minute: Corner Wil.

47. Minute: Beide Mannschaften haben nicht gewechselt.

46. Minute: Der Ball rollt wieder. Die zweite Halbzeit läuft.

Noch ein bemerkenswertes Resultat von einem anderen Cup-Platz: Beinahe hätte der Challenge-League-Letzte Aarau die Überraschung geschafft und Amriswil aus der 2. Liga interregional besiegt. Doch kurz vor Schluss glichen die Thurgauer doch noch aus. Mit 1:1 geht es in die Verlängerung. Allerdings ist Amriswil nun numerisch dezimiert. Dort knistert es etwas mehr als hier.

Auch gegen eine Wende spricht: Obwohl sich der FC Wil immer mal wieder blamiert in der 1. Cup-Hauptrunde, so hat er es noch nie gegen eine Mannschaft getan, die unterhalb der 1. Liga spielt. Aber wie bereits erwähnt: So lange es nur 1:0 für die Wiler steht, ist die Messe hier noch nicht gelesen. Gleich geht es weiter auf der Rüti.

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Ein typisches Bild der ersten Halbzeit: Wil hatte mehr Ballbesitz als Uzwil.

Pausenpfiff: Der FC Wil führt bei Halbzeit völlig verdient mit 1:0 durch den frühen Penaltytreffer von Silvio. Danach kontrollierten die Wiler das Spiel und liessen bisher keine Torchance der Uzwiler zu. Da muss von den Gastgebern noch mehr kommen nach der Pause, wenns hier die grosse Überraschung geben soll. Derzeit hat man aber eher das Gefühl: Wenn der FC Wil das 2:0 erzielt, dürfte das schon mehr sein als die Vorentscheidung.

45. Minute: Nochmals Wil: In der Nachspielzeit spielt Audino auf Silvio. Dessen Abschluss geht aber knapp über das Tor.

45. Minute: Die Uzwiler müssen sich immer wieder mit hohen Bällen behelfen. Das ist gegen den 1,98-Meter grossen Abwehrspieler Nikki Havenaar aber nicht das richtige Rezept.

44. Minute: Wils Audino versucht, die Vorentscheidung herbeizuführen. Sein Abschluss aus der Distanz landet aber im Aussennetz.

42. Minute: Der Ex-Wiler Koller versucht es mit einer Flanke von rechts. Doch Endstation ist bei Havenaar, der per Kopf klären kann. Eine Chance ist auch das nicht.

39. Minute: Eines lässt sich schon mal sagen: Die Wiler machen dem Underdog nicht den Gefallen, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Solange es aber "nur" 1:0 steht, ist hier alles möglich. Ein Treffer ist den Uzwilern jederzeit zuzutrauen, auch wenn es derzeit nicht danach aussieht.

37. Minute: Uzwils Neuerwerbung Martin Knoepfel versucht es mit einem Vorstoss, bleibt aber an Abwehr-Hühne Havenaar hängen. Weiterhin warten wir auf die erste Uzwiler Chance.

35. Minute: Breitenmoser lässt sich aber nicht unterkriegen und versucht es gleich nochmals. Dieses Mal trifft er das Tor. Der Abschluss ist aber zu zentral, so dass Waldvogel nicht wirklich geprüft wird.

32. Minute: Und gleich nochmals die Wiler. Breitenmoser nimmt Mass - bedroht aber fast eher die hinter dem Tor vorbeiführende Autobahn A1 als das Tor selber.

31. Minute: Flache Hereingabe von Gonçalves auf Audino. Dieser nimmt den Ball an der Strafraumgrenze direkt. Der Ball wird von Ranisavljevic noch zum Corner abgefälscht. Das war knapp. Bei diesem Corner kommt der Ball auf Umwegen zu Silvio. Dessen Abschluss ist dann aber zu wenig platziert und Waldvogel kann den Ball problemlos aufnehmen.

30. Minute: Die erste Verwarnung in diesem Spiel trifft Kristian Nushi. Er veranstaltet nahe der Seitenauslinie mit Magnus Breitenmoser ein kleines, privates Schwingfest und sieht dafür Gelb. Somit muss sich der Ex-Wiler nun am Riemen reissen.

27. Minute: Jetzt liegt Wils Ivan Audino am Boden. Auch er kann aber weiterspielen. Und weiter geht's.

25. Minute: Derzeit fehlt das grosse Knistern. Die Wiler lassen nichts zu, Uzwil finet bisher das Rezept nicht. Oder zumindest noch nicht. Lassen wir uns überraschen, was hier noch geht.

22. Minute: Dann mal wieder Uzwil mit Vorwärtsdrang. Asani geht über rechts durch. Seine Flanke findet dann aber keinen Abnehmer. Weiterhin keine Gefahr für das Wil-Tor.

20. Minute: Da nicht allzu viel läuft, horchen wir dem Stadionsprecher zu, der hier die grosse Anzahl Matchballspender verliest. Auch darunter ist der ehemalige FC-Wil-Präsident Roger Bigger. Der FC Uzwil sagt danke. 

18. Minute: Die Wiler kontrollieren in dieser Phase das Spiel, ohne seit dem Führungstor gefährlich geworden zu sein.

16. Minute: Und weiter geht's.

15. Minute: Das Spiel ist derzeit unterbrochen. Uzwils Sturmspitze Asani muss gepflegt werden, kann aber weiterspielen.

14. Minute: Kann der FC Uzwil reagieren? Vorerst ist weiterhin der FC Wil am Drücker.

10. Minute: TOOOOOOOOOOOR FC Wil zum 0:1. Silvio läuft gleich selber an und trifft ohne Mühe. Er verlädt Goalie Waldvogel. So ist nicht einmal ein platzierter Abschluss nötig. Halbrechts, flach.

9. Penalty FC Wil!!!!! Der Ex-Wiler Alija foult Silvio. Klare Sache.

6. Minute: Und hier ist die erste Aktion der motivierten Uzwiler. Asani setzt im Strafraum zum Fallrückzieher an, verfehlt aber den Ball.

5. Minute: Die Wiler Aufstellung zeigt es: Sie nehmen das hier ernst. Es ist fast genau die gleiche Startaufstellung wie am vergangenen Samstag beim 2:0-Heimsieg gegen Aarau. Einzig der verletzte Zé Eduardo ist zu ersetzen. Sandro Lombardi tut dies.

4. Minute: Noch fehlen die grossen Szenen in der Startphase. Ein erstes Mal wird Wils Silvio aus dem Offside zurückgepfiffen.

1. Minute: Der Ball rollt, der Cup-Fight ist lanciert.

So, die Mannschaften sind da. Noch geht es freundschaftlich zu und her beim Fototermin für einen Sponsor. In wenigen Augenblicken geht es aber los. Viel Spass.

Glaubt man der Statistik, dann gibt es hier keine Überraschung. Der FC Wil hat sich zwar in den vergangenen Jahren regelmässig in der ersten Hauptrunde blamiert. Und zwar alle drei Jahre: 2010 gab es ein 1:2 in Tuggen. 2013 ein 1:4 beim damaligen Promotion-League-Vertreter Le Mont Lausanne und 2016 ein 2:3 bei Stade Lausanne-Ouchy aus der Promotion League. Die nächste 1.-Runden-Blamage ist also erst nächstes Jahr fällig.

Das Spiel wird geleitet von Schiedsrichter Luca Piccolo. Ein Challenge-League-Schiedsrichter auf der Rüti. Auch das gibt es nicht alle Tage.

Bei Wil steht Kostadinovic im Tor. Die 3er-Abwehr bilden Rahimi, Havenaar und von Niederhäusern. Die vier Mittelfeldspieler sind Gonçalves, Lombardi, Breitenmoser und Schäppi. Hängende Spitze ist wie schon am vergangenen Samstag gegen Aarau Hefti. Das Sturmduo bilden Audino und Silvo.

Und somit sind wir auch schon bei den Aufstellungen. Die Uzwiler beginnen mit Waldvogel im Tor. In der Verteidigung sind Ranisavljevic, Studer, Alija, und Michel Lanker. Auf den 6er-Positionen laufen Captain Oertig und Arbnor Maliqi, der Cousin von Uzwil-Trainer Sokol Maliqi, auf. Im offensiven Mittelfeld sind Koller, Knöpfel und Nushi. Einzige Sturmspitze ist Asani.

Apropos Stadtfest St. Gallen: Dort hatten die verletzten Wil-Spieler Sergio Cortelezzi und Zé Eduardo vor gut einer Stunde einen Auftritt. Und sie machten sich in einen anderen Sportart ganz gut ...

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Sägen statt kicken: Sergio Cortelezzi und Zé Eduardo an einem Holzfäller-Contest am Stadtfest St. Gallen.

Für einige Diskussionen hat die Anspielzeit gesorgt. Diese passt den Wilern gar nicht. Sie haben um 16.30 Uhr am St. Galler Stadtfest einen Auftritt. Dort ist Wil Gastgemeinde. Unter der Moderation von Wil-Medienchef Dani Wyler diskutierten vor wenigen Minuten Präsident Maurice Weber und FC St.-Gallen-Präsident Matthias Hüppi. Die Wiler wollten ihren Auftritt am Fest zeitlich verschieben, oder aber das Spiel zu einem anderen Zeitpunkt beginnen. Beides klappte nicht. Der FC Uzwil durfte als Heimklub die Anspielzeit bestimmen. Er hat sich für Samstag, 17.30 Uhr, entschieden, damit nach Schlusspfiff an der Festwirtschaft noch möglichst lange Betrieb herrscht. Irgendwie verständlich. Schliesslich will sich der FC Uzwil mit diesem Spiel das Budget aufbessern.

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Knapp eine Stunde vor dem Cupspiel der Talk in St. Gallen: Matthias Hüppi, Maurice Weber und Dani Wyler im Gespräch. (Bild: Philipp Gemperle).

Auch die Wiler dürfen von einem gelungenen Saisonstart sprechen. Die drei Heimspiele gegen Winterthur, Servette und Aarau wurden bei nur einem Gegentor gewonnen, während in Schafhausen eine 0:2-Niederlage resultierte. Im Cup haben die Wiler in den vergangenen Jahren ihren Ruf als Cup-Schreck allerdings verloren. Gelingt diese Saison mal wieder ein Coup gegen einen Grossen? Dazu muss aber zuerst das kleine Uzwil besiegt werden.

Die Uzwiler haben hier rein gar nichts zu verlieren. Nach drei Auswärtssiegen in der Cup-Qualifikation haben sie sich nach 2016 mal wieder für die Cup-Hauptrunde qualifiziert. Damals gegen es gegen Siders - ebenfalls 2. Liga interregional - eine Heimniederlage im Penaltyschiessen. In der 2. Liga interregional läuft die Saison erst seit vergangenem Wochenende. Uzwil startete mit einem 3:0-Auswärtssieg bei Aufsteiger Amriswil. Zwei Tore erzielte Kristian Nushi, der 2004 mit dem FC Wil Cupsieger geworden war.

Herzlich willkommen aus der Sportanlage Rüti in Henau. Der mit Spannung erwartete Cup-Hit zwischen dem FC Uzwil und dem FC Wil verspricht trotz drei Ligen Unterschied einiges an Spannung. Um 17.30 Uhr geht es los. Simon Dudle tickert für sie durch den heissen Vorabend.

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Hier die Vorschau auf das Cupspiel FC Uzwil - FC Wil:

In der ersten Cup-Hauptrunde trifft jeweils Klein auf Gross. Das ist auch bei FC Uzwil gegen FC Wil so. Zumindest auf dem Papier. Doch ein Spaziergang dürfte es für den überraschenden Tabellenzweiten der Challenge League nicht werden. Denn die Uzwiler sind ein ambitionierter Vertreter der 2. Liga interregional. Nachdem er vergangene Saison auf dem dritten Platz abgeschlossen und sich mit drei Auswärtssiegen in der Cup-Qualifikation die Hauptrunden-Teilnahme gesichert hatte, verstärkte sich der FC Uzwil diesen Sommer erneut und wird nun von vielen als Aufstiegsaspirant Nummer eins gehandelt.

Zudem wird der Underdog bis über die Zehenspitzen hinaus motiviert sein. Ob Präsident, Trainer oder mehr als die Hälfte aller Spieler: Eine Vielzahl von Uzwiler Akteuren hat eine Vergangenheit beim FC Wil. Präsident Daniel Steuble war auf dem Bergholz Goalie, als die Mannschaft kurz zuvor aus der Super League abgestiegen – und amtierender Cupsieger war. Trainer Sokol Maliqi spielte alles zusammen dreimal in Wil und erzielte dabei 21 Challenge-League-Tore für die Äbtestädter. Regisseur Kristian Nushi wurde 2004 mit den Wilern Cupsieger und ist noch heute als mittlerweile 36-Jähriger aktiv (Hallowil.ch hat berichtet). Weitere Spieler mit Vergangenheit im Fanionteam der Äbtestädter sind Goalie Timon Waldvogel, Verteidiger Ifraim «Gipfel» Alija und Mittelfeldspieler Dario Koller. Mehrere weitere Uzwiler Akteure waren einst im Nachwuchs der Wiler aktiv.

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Zusammenstehen für einen Coup: Die Uzwiler Spieler beim Einlaufen für das Mittwochabend-Training.

1500 Zuschauer erwartet
Für FC-Uzwil-Präsident Steuble sind die persönlichen Beziehungen aber nur einer der zwei Hauptgründe, warum die Partie so speziell ist. Der zweite: «Der FC Wil hat die Region in den vergangenen Jahren immer wieder auf Trab gehalten und war oft in den Schlagzeilen. Kaum eine andere Challenge-League-Mannschaft kann das bieten. Ich habe das Gefühl, es kommt ein Super Leagist auf die Rüti», sagt Steuble.

Der Präsident hofft, dass bei gutem Wetter 1500 Zuschauer dem Spiel beiwohnen werden. Angesprochen auf die sportlichen Ambitionen, bleibt das Uzwiler Vereinsoberhaupt zurückhaltend und sagt: «Wir wollen es ihnen so schwierig wie möglich machen. In den meisten Fällen geht in solchen Cupspielen aber der höherklassige Verein als Sieger vom Feld. Es braucht einen Top-Tag von uns und ein FC Wil nicht auf Top-Niveau, damit wir eine Chance haben», sagt Steuble. Auch ihm ist aber nicht entgangen, dass die Wiler vor knapp vier Jahren auf der Rüti erhebliche Mühe bekundet hatten, um in die nächste Cup-Runde vorzustossen. Gegner war im September 2014 in den Sechzehntelfinals der 2.-Liga-regional-Vertreter FC Henau, der seine Heimspiele ebenfalls auf der Rüti austrügt und die Wiler in die Verlängerung zwang. Erst in dieser setzte sich der haushohe Favorit dank eines Kopfballtreffers von Marko Muslin mit 3:2 durch.

FC-Wil-Präsident Weber war mal ein Uzwiler
Die Wiler sind also gewarnt. Und ihr Trainer Konrad Fünfstück hat bereits mehrere Wochen vor dem Spiel den Zeigefinger auf diese Partie gerichtet. Nun wiederholt er und sagt: «Das wird ein ganz, ganz schwieriges Cupspiel, in dem wir höllisch aufpassen müssen. Uzwil ist ein Los, auf das wir uns ehr gut vorbereiten werden.» Die Uzwiler dürfen also nicht damit rechnen, dass die Wiler personelle Experimente wagen. Einen Wiler mit Uzwiler Vergangenheit gibt es übrigens auch: Es ist Präsident Maurice Weber. Vor über 30 Jahren spielte er mal im damaligen Italiener-Team Uzwils namens Lie - in der 3. Liga.

Die Wiler Profis treten an, um in diesem Bewerb mal wieder grössere Schlagzeilen zu schreiben. Ihren Ruf als Cup-Schreck für die Super-League-Klubs haben die Äbtestädter in den vergangenen Jahren verloren. Als mit den Young Boys letztmals ein Vertreter der höchsten Spielklasse ausgeschaltet wurde, befand sich der Sportpark Bergholz noch im Bau. Im Dezember wird es sechs Jahre her sein.

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Wils Ivan Audino sagt: "Gegen Uzwil wird es schwieriger als am vergangenen Samstag in der Meisterschaft gegen Aarau."

Für die Wiler ist es das erste Spiel seit geraumer Zeit auf Naturrasen. Saisonübergreifend haben sie die vergangenen sechs Partien auf einer künstlichen Unterlage bestritten. Nun aber stehen gleich drei Partien hintereinander auf Naturgrün an, wobei jenes in Henau besser sein dürfte als die Unterlagen danach in Luzern und Chiasso.

Der Cup-Hit FC Uzwil – FC Wil kann am Samstag ab 17.15 Uhr an dieser Stelle im Hallowil-Liveticker mitverfolgt werden. Im Gegensatz zu den Meisterschaftsspielen des FC Wil gibt es von dieser Partie keinen Liveticker der Swiss Football League.