Dass die CVP Kirchberg in den letzten Jahren kontinuierlich an Einfluss in der Gemeinde Kirchberg verloren hat, ist nichts Neues. Grund dafür: Der Gemeindepartei mangelte es lange an interessierten und initiativen Mitglieder. Erst im April vergangenen Jahres wurde mit Simon Rutz (Präsident), Hansruedi Thoma (Kassier), Silvan Zingg (Aktuar), Patric Schönenberger (Beisitzer), Magnus Brändle (ebenfalls Beisitzer) und Lukas Fust (Gemeinderat) Kirchberg eine neue CVP-Spitze gewählt. Und nun möchte CVP Kirchberg wieder mehr Aufmerksamkeit gewinnen und steigt mit drei Bisherigen und fünf Neuen in den kommunalen Wahlkampf, der mit den Gesamterneuerungswahlen am 27. September entschieden wird. Und genau das ist keine einfache Ausgangslage für die Ortspartei. 

Doch noch einmal von vorne: Bereits im April haben die Gemeinderäte Martin Bühler und Lukas Fust ihren Rücktritt bekanntgegeben. Bühler ist in seinem Amt seit Sommer 2015 tätig, Fust gehört seit Januar 2013 der Behörde an. Bereits damals haben beide den gleichen Grund für ihren Rücktritt erklärt: Beide wollen mehr Zeit für Beruf und Familie haben. Auch Schulrat Thomas Wiederkehr liess nicht lange auf sich warten, und erklärte ebenfalls seinen Rücktritt. Hinzukommt, dass gleich nach der geplatzten Schulreform im November 2019 zu einer parteiinternen Auseinandersetzung gekommen sein soll. Denn da sind gleich drei Schulräte aus der Partei ausgetreten: Edith Speck tritt ganz aus dem Schulrat zurück. Zwei von ihnen, genauer gesagt Fredy Metzger und Walter Gähwiler, stellen sich als Parteilose für eine Wiederwahl zur Verfügung.  

Nun hat die CVP Kirchberg im Rahmen einer kürzlich stattgefundenen Nominationsversammlung, neben den drei Bisherigen gleich fünf neue Kandidaten präsentiert. Damit sieht die Ausgangslage für die bevorstehenden Kommunalwahlen folgendermassen aus: Von den Bisherigen stellen sich Gemeinderätin Denise Huber sowie Lukas Bitschnau und Jürg Bannwart (beide GPK) zur Wiederwahl. Für den Gemeinderat kandidieren neu Sepp Meier und Reto Hollenstein. In den Schulrat wollen es Rosemarie Fröhlich und Dominique Dupont schaffen. Silvan Zink will sich als fünfter neuer Kandidat einen Sitz in der GPK ergattern.

CVP-Parteipräsident sieht positiv in die Zukunft  

Parteipräsident Simon Rutz zeigt sich gegenüber hallowil.ch zuversichtlich: «Wir haben kompetente und starke Persönlichkeiten auf unserer Wahlliste.» Er bezeichne die aktuelle Ausgangslage seiner Partei alles andere als schwierig. «Wir sehen den aktuellen Wahlkampf und die Erneuerungswahlen als eine Chance», erklärt Rutz weiter. Aus diesem Grund schätzt er die Wahlchancen der CVP Kirchberg als sehr intakt ein. Dabei verfolgt sie Ortspartei ein konkretes Ziel: Alle Kandidaten sollen gewählt werden. Auch wenn die Partei mit fünf neuen und unbekannten Kandidaten ins Rennen steigt, ist dieses Ziel nach Angaben von Rutz erreichbar. «Umso wichtiger ist es, dass wir bis zu den Wahlen im September unsere Kandidaten gut positionieren», erklärt er. Man wolle näher zur Bevölkerung rücken und dabei die neuen Herausforderungen der Gemeinde Kirchberg anpacken. Damit meint der Kirchberger CVP-Präsident die Reorganisation der Gemeinde, die neuen Schulstrukturen und die Klimapolitik. «Und meiner Meinung nach sind wir in diesen Themen gut aufgestellt», ist Rutz überzeugt. Noch viel wichtiger sei für ihn, die Sorgen sowie Anliegen der Bevölkerung wahrzunehmen und in den entsprechenden Gremien aufzunehmen.