Von neun Einrichtungen haben sich lediglich zwei an die Bestimmungen gehalten. Kein gutes Resultat. Was ging in Ihnen vor, als Sie das erfahren haben?

Mit Unverständnis. Es wird seit vielen Jahren versucht, das Verkaufspersonal zu sensibilisieren.

Sie sprechen es an: Alkoholtestkäufe sind schon seit vielen Jahren etabliert. Weshalb werden die Bestimmungen immer noch nicht überall eingehalten – was denken Sie?

Einerseits dürfte es daran liegen, dass das Personal der Restaurants und Betrieben wechselt. Und auch die Sensibilität für das Thema fehlt anscheinend, wie das Resultat zeigt.

Sie schreiben im Mitteilungsblatt, dass der Gemeinde von den gesetzlichen Bestimmungen her die Hände gebunden sind. Den Verstössern droht also keine Strafe – allenfalls könnte sich das mit dem neuen Tabakgesetz ändern. Gingen darauf schon Reaktionen ein, weil nun eben keine Konsequenzen für die Fehlbaren drohen?

Nein, es gingen bis heute keine Reaktionen ein.

Sie wollen das Gespräch mit den Betroffenen suchen. Sind Ihnen die Personen bereits bekannt?

Die Gespräche haben am Mittwoch, 2. November 2022, bereits stattgefunden. Anwesend waren die Suchtberaterin Patricia Steiger und ich.

Wo wollen Sie ansetzen, um das Problem in den Griff zu bekommen?

Wir werden versuchen, weiterhin das Thema zu sensibilisieren und die Alkoholtestkäufe intensivieren.

Die Gemeinde will, dass die Betroffenen eine Onlineschulung absolvieren. Wie schätzen Sie es ein, damit dies wirklich passieren wird?

Die Bestätigungen müssen der Gemeinde zugestellt werden.