Daniel Hubmann war ehrlich, als er soeben zum fünften Mal Wiler Sportler des Jahres geworden war. «Der erste Titel war der Speziellste. Da war der Puls noch höher. Aber es ist schön, dass mir die Leute immer noch ihre Stimme geben.» Tatsächlich ist viel Zeit verstrichen seit der ersten Auszeichnung. Hubmann ist aus der OL-Szene mittlerweile kaum noch wegzudenken. Es liegt ein ereignisreiches Jahr hinter ihm. Der Hinterthurgauer wurde in Riga und dem Tessin Welt- beziehungsweise Europameister. Alles in allem holte er an diesen beiden Grossanlässen fünfmal Edelmetall. Allerdings muss Hubmann auch neidlos eingestehen, dass ihm Matthias Kyburz mehr als nur auf die Pelle gerückt ist. «Eigentlich habe ich ihn vergangenes Jahr nur an den zwei wichtigsten Rennen besiegt», sagte Hubmann.

35-jährig ist der Eschliker mittlerweile – und zweifacher Familienvater. Das habe zur Folge, dass die Trainings effizienter seien als früher. «So laufe ich heute von Tür zu Tür, statt mir einen schönen Ort in der Natur auszusuchen.» Auf die Frage von hallowil.ch, wie lange er noch weitermacht, gab Hubmann zu verstehen, dass er noch nicht an Rücktritt denkt. Dieses Jahr wird die WM im August in Norwegen zum Höhepunkt.

 
Die besten Impressionen und die Stimmen der Sieger der Nacht des Wiler Sports im Video. (Beitrag: Daniel Dorrer)

Granwehr will in die Welt-Elite

An der Wiler Sportlerwahl war Daniel Hubmann der grosse Abräumer. In der Einzelkategorie setzte er sich gegen Kunstturner Pablo Brägger und den Waffenläufer Raphael Josef durch. Auch bei den Teams gehörte Hubmann zu den Siegern – mit der Herren-Staffel der OL Regio Wil. Zusammen mit Bruder Daniel, der seit diesem Jahr ebenfalls Profisportler ist, und Julian Bleiker wurde 2018 der Schweizer Meistertitel gewonnen. Sie stachen bei der Sportlerwahl den Tischtennisklub Wil aus, obwohl dieser vergangenes Jahr zum dritten Mal hintereinander Schweizer Meister geworden ist – und an der Nacht des Wiler Sports mit einem Showblock zu gefallen wusste. Auch die Inline-Hockeyaner der IHC Wil Eagles waren nach dem Aufstieg in die Nationalliga A nominiert, verpassten aber die Wahl.

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Der Tischtennisclub Wil verpasste zwar die Wahl zur Wiler Mannschaft des Jahres, unterhielt das Publikum aber mit einem Showblock.

Eine klare Sache war es in der Kategorie «Nachwuchs», wo sich die 15-jährige Tennisspielerin Alina Granwehr zum ersten Mal den Titel sicherte. Sie hat Grosses vor in den nächsten Jahren und schickt sich an, dereinst zu den besten zehn Tennisspielerinnen der Welt zu gehören. Dafür investiert sie viel, trainiert unter der Woche im Tennis-Leistungszentrum in Biel und wohnt bei ihrer Grossmutter in Grenchen. Sie ist ein grosses Versprechen für die Zukunft und bereits die beste Schweizer Tennis-Spielerin mit Jahrgang 2003. Ihre Vorbilder sind – wenig überraschend – Stan Wawrinka und Belinda Bencic. Mit ihr hat sie auch schon gemeinsam gespielt. An der Wiler Sportlerwahl setzte sich Granwehr gegen die aufstrebende Tischtennis-Spielerin Kata Csikos und die U15-Novizen der IHC Wil Eagles durch.

Sportförderer vom Unihockey-Virus befallen

Auch dieses Jahr wurde ein Wiler Sportförderer ernannt – und damit überrascht. Die Ehre wurde Roland Lehner zuteil, der beim Unihockeyclub Hot Shots Bronschhofen schon so ziemlich jedes Amt inne hatte – auch das Präsidium. Den Unihockey-Sport bezeichnete er als ein «Virus», das er in sich trage.

Der Abend im gut gefüllten Stadtsaal war auch geprägt von einem Abschied. Moderatorin Christa Klein stand zum letzten Mal auf der Bühne. An den Nachfolger oder die Nachfolgerin wird man sich zuerst gewöhnen müssen, war doch Klein in allen zwölf Austragungen der Wiler Sportler-Gala die Gastgeberin. Wer das Ruder übernimmt, steht noch nicht fest.

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Haben gut lachen: Die Sieger der diesjährigen Nacht des Wiler Sports Alina Granwehr (vierte von links) und Daniel Hubmann (dritter von rechts).

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Der Liveticker zum Nachlesen:

So, das soll's gewesen sein aus dem Stadtsaal. Einen Bericht zum heutigen Gala-Anlass samt einem Video-Beitrag finden Sie schon bald an dieser Stelle. Den nächsten hallowil.ch-Liveticker gibt es schon morgen Samstagvormittag ab 10.30 Uhr, wenn der Wiler Skifahrer Cédric Noger beim Weltcup-Riesenslalom am Chuenisbergli in Adelboden den zweiten Lauf zu erreichen versucht. Vorerst mal auf Wiedersehen aus dem Herzen Wils.

Daniel  Hubmann sagt: "Der erste Titel war der schönste. Da war der Puls noch höher. Aber es ist schön, dass mir die Leute immer noch ihre Stimme geben." Hubmann ist zum fünften Mal Wiler Sportler des Jahres geworden.

Gewonnen in der Kategorie Erwachsene hat Daniel Hubmann von der OL Regio Wil mit 38 Prozent der Stimmen vor Pablo Brägger des TZF Männer mit 34 Prozent und Raphael Josef vom KTV Wil mit 28 Prozent.

Und dann der grosse Höhepunkt. Wer wird Wiler Sportler des Jahres 2018? Jetzt fällt die Entscheidung.

Nun geht es Schlag auf Schlag - und weiter im Takt mit den Mannschaften. Hier hat gewonnen die OL Regio Wil Herren Staffel mit 38 Prozent der Stimmen vor dem TTC Wil mit 34 Prozent und IHC Eagles mit 28 Prozent. Eine enge Kiste also.

Als erstes die Kategorie Nachwuchs. Gewonnen hat Alina Granwehr mit 44 Prozent, gefolgt von Kata Csikos mit 32 Prozent und den U15 Novizen der IHC Wil Eagles mit 24 Prozent.

Also, jetzt ist es soweit. Die Resultate sind da. Die Stimmenzusammensetzung ist ja so: 50 Prozent machte die Fachjury aus und 50 Prozent das Zuschauerpublikum im Stadtsaal.

Nun noch ein letzter Showblock - dieses Mal vom TTC Wil. Dann werden die Sieger bekanntgegeben.

Nun wird der Sportförderer geehrt. Das ist zu einer schönen Tradition geworden bei der Wiler Sportlerwahl. Wie immer ist es auch für die ausgezeichnete Person eine Überraschung. Es ist jeweils an langjähriger Funktionär eines Vereins. Der diesjährige Sportförderer hat in seinem Verein sämtliche Kategorien trainiert, also Männer, Frauen und Junioren. Verstandsmitglied und Präsident war er auch schon. Und zwar bei den Hot Shots Bronschhofen, Unihockey. Es handelt sich um Roland Lehner. Das Unihockey bezeichnet er als einen "Virus", den er in sich  hat.

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Der Wiler Sportförderer Roland Lehner vom Unihockeyklub Hot Shots Bronschhofen.

So, die knurrenden Mägen sind gestopft. Es geht weiter. Vorerst mit einem Zuschauerwettbewerb - und dann mit einem weiteren Showblock.

Und dann Pause. Um 22 Uhr geht es weiter.

Und dann ist Showtime im Stadtsaal.

Jetzt werden drei Personen geehrt. Eine Geehrte ist Claudia Hüttenmoser, die an den Parolympics in Südkorea im Curling Platz sechs geholt hat. Eine weitere Olympia-Teilnahme gibt es aber nicht. Dann wird der Wiler Eishockey-Schiedsrichter Tobias Wehrli geehrt, der vergangenes Jahr zurückgetreten ist. Auch Eishockey-Spielerin Dominique Rüegg aus Rossrüti wird diese Ehre zuteil. Sie hat mit der Schweizer Nati an den Olympischen Spielen teilgenommen. Rüegg ist allerdings abwesend.

Auch in dieser Kategorie gibt es die Auflösung später. Bleiben Sie dran.

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Die Nominierten in der Kategorie Einzel: Daniel Hubmann, Raphael Joseph und Pablo Brägger.

Jetzt kommt Waffenläufer Raphael Josef auf die Bühne - der Unbekannteste im Bunde. Er hat schon dreimal den Frauenfelder Militärmarsch gewonnen und ist an dieser Strecke aufgewachsen. Mit 25 Jahren hat er sich entschieden, Marathon zu laufen. Der Spitzensport ist aber kein Thema mehr für Josef. "Ich bin zu alt. Der Spass steht im Vordergrund. Und das soll auch so bleiben", sagt er. Auch er trainiert aber 8 bis 14 Stunden pro Woche. Vergangenes Jahr ist er 5000 Kilometer gelaufen. 5000. Dieses Jahr will er seine Marathon-Bestzeit verbessern.

Neben Brägger nimmt nun Orientierungsläufer Daniel Hubmann auf dem Sofa platz. Er wurde vergangene Saison Welt- und Europameister, je in einem Stadtsprint in Riga und dem Tessin. Zudem wurde er zweiter im Gesamt-Weltcup. Der 35-Jährige ist 8-facher Weltmeister und hat 31 Weltcup-Siege auf dem Konto. "Es ist letztes Jahr besser gelaufen, als ich erwartet hatte", sagt Hubmann. Dieses Jahr sei die WM im August in Norwegen das Ziel. Schon seit elf Jahren ist der Hinterthurgauer und zweifache Familienvater Profi.

Wir kommen zur nächsten und letzten Kategorie, den Einzelsportlern. Der Reigen wird eröffnet von Kunstturner Pablo Brägger. Er ist nominiert, obwohl der Oberbürer 2018 ein schwieriges Jahr hatte. Immerhin durfte er dann doch noch den Schweizer Meistertitel feiern im Mehrkampf und am Pauschen. Er will mal noch eine WM-Medaille gewinnen - und darum noch härter arbeiten als bisher. Er spricht offen davon, dass er zum Ende der vergangenen Saison erschöpft war und eine Pause gebraucht habe. Er trainiert rund 30 Stunden pro Woche. Neben dem Sport will er Physiotherapie studieren. Aber wohl erst nach der Spitzensport-Karriere.

Auch jetzt wird wieder munter und vor allem lautstark abgestimmt - auf dem Papierzettel versteht sich. Auch hier wird das Resultat dann später verkündet.

Das Feld wird komplettiert vom Tischtennisclub Wil, amtierender Schweizer Meister. Nicht nur das. Der TTC wurden es dreimal hintereinander. Hinsichtlich dieser Saison hat aber ein Umdenken stattgefunden. Nur noch ein statt wie bisher drei Ausländer sind dabei, um der eigenen Jugend bessere Aussichtschancen zu bieten. Seit 1982 ist der TTC Wil ununterbrochen in der NLA. Zum Team gehört auch der Schweizer Meister Elia Schmid.

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Der TTC Wil mit Team-Captain Christian Hotz (mit Mikrophon) und dem Schweizer Meister Elia Schmid (rechts neben Hotz).

Als nächstes ist die Herren Staffel der OL Regio Wil auf der Bühne. Das sind Martin und Daniel Hubmann sowie Julian Bleiker. Martin Hubmann fehlt allerdings, weil er im Training ist. Sie haben den Schweier Meistertitel in der Staffel gewonnen. Das ist zuvor während zehn Jahren nicht mehr geglückt. Martin Hubmann hat übrigens hinsichtlich dieses Jahres ins Profilager gewechselt. Ob sie dieses Jahr wieder zusammen antreten, ist noch offen.

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Neben Moderatorin Christa Klein sind Daniel Hubmann und Julian Bleiker. Es fehlt der abwesende Martin Hubmann.

Und weiter geht es mit den Teams. Erneut sind die IHC Wil Eagles auf der Bühne. In dieser Kategorie ist die erste Mannschaft nominiert. Sie sind in die Nationalliga A aufgestiegen in der vergangenen Saison. Nach der Promotion wird als nächstes der Ligaerhalt in der NLA angestrebt. Auch diese Jungs spielen im Winter Eishockey. Es handelt sich übrigens um ein ganz junges Team.

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Die 1. Mannschaft der IHC Wil Eagles.

Die Stimmen werden nun abgegeben. Die Auflösung erfolgt gegen Ende der Show.

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Das sind alle Nominierten in der Kategorie Jugend. Ganz links Alina Granwehr, unten ganz rechts Kata Csikos - und sonst die U15 Novizen der IHC Wil Eagles.

Und 3er-Bund wird komplettiert mit den U15 Novizen der IHC Wil Eagles, also junge Inlinehockey-Spieler. Eine Sportart, welche dem Eishockey ähnlich ist, aber nicht auf Eis gespielt wird - und ohne Offside und Icing. Die meisten überbrücken den Winter mit Eishockey. Die Novizen verloren vergangene Saison kein einziges Spiel und wurden auf ihrer Stufe Schweizer Meister. Dieser wird auch nächstes Jahr angestrebt.

Nun nimmt Alina Granwehr auf dem Interview-Sofa platz. Die Wilenerin spielt für den TC Wil Tennis. Sie will einmal Tennis-Profi werden, trainiert unter der Woche in Biel und wohnt bei der Oma in Grenchen. Granwehr ist vergangenes Jahr Schweizer Meisterin in der Kategorie U16 geworden. Sie will mal in die Top-Ten kommen. Nicht bei den Juniorinnen, sondern bei den Frauen. Wow, das ist mal eine Ansage. Schon jetzt ist sie auf Patz 280 der Weltrangliste U18 und die beste Schweizerin mit Jahrgang 2003. Ein grosses Versprechen für die Zukunft. Die Oberuzwilerin Belinda Bencic ist ihr Vorbild - und Granwehr hat auch schon mit ihr trainiert. Bereits 2020 will das Talent bei den Profis mitspielen.

Als erstes kommt der Nachwuchs zum Zug. Moderatorin Christa Klein bittet Kata Csikos auf die Bühne. Sie spielt bei den NLA-Damen für Uster, trainiert aber dreimal pro Woche in Wil. Sie ist Schweizer Meisterin im U15 Einzel und Doppel. Zudem darf sich das scheue Talent Vize-Schweizer-Meister im Mixed-Doppel nennen. Die gebürtige Ungarin lebt seit vier Jahren in der Schweiz und spricht schon gut Deutsch.

Es geht los mit den Präsentationen in den einzelnen Kategorien. Deren drei gibt es, nämlich Erwachsene, Teams und Nachwuchs. Je drei Vertreter sind nominiert.

Auch einige Promis sind dabei, wie es sich für so einen Anlass gehört. Zum Beispiel der seit gestern "Höchste Wiler" Marc Flückiger oder "Sportministerin" Jutta Röösli. Und natürlich ganz viele Sportler.

Es geht los im mehr oder weniger vollen Stadtsaal - natürlich mit einem Showblock. Auf geht's …

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Spektakulärer Beginn des Abends.

Im Zentrum des Interesses steht die Ernennung des besten Einzelsportlers. Dort gilt es, einen Nachfolger von Selina Büchel zu finden, die vor Jahresfrist diese Auszeichnung erhalten hat. Dieses Jahr sind nur Männer nominiert. Mehr dazu später.

Was für ein Start ins Wochenende. Die Crème de la Crème des Wiler Sports versammelt sich heute Abend im Stadtsaal, um die besten Sportler des vergangenen Jahres zu wählen und dann zu feiern. Simon Dudle tickert für Sie durch diesen hoffentlich unterhaltsamen Abend.

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Die Vorschau auf die Wiler Sportlerwahl:

Die Nacht des Wiler Sports hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Heute ist es mal wieder soweit. Jury und Publikum entscheiden, wer in den Kategorien Erwachsene, Teams und Nachwuchs zum besten Sportler des Jahres ausgezeichnet wird. Und das sind die Nominierten:

Erwachsene:
Daniel Hubmann (Orientierungslauf)
Raphael Josef (Läufer/Waffenläufer)
Pablo Brägger (Kunstturnen)

Teams:
Trio der OL Regio Wil (Orientierungslauf)
Herren IHC Wil Eagles (Inlinehockey)
TTC Wil (Tischtennis)

Nachwuchs:
Alina Granwehr (Tennis)
Kata Csikos (Tischtennis)
Novizen IHC Wil Eagles (Inlinehockey)

Neben den Auszeichnungen dürfen auch zwei Showblöcke nicht fehlen.

Verfolgen Sie die Wiler Sportlerwahl heute Freitagabend ab 20.00 Uhr an dieser Stelle im hallowil.ch-Liveticker aus dem Staddtsaal.