Seit 1. Juni geht die Stadt Wil in Sachen Kommunikation den digitalen Weg. So gibt es seit Anfang des Monats keine amtlichen Publikationen in den Print-Tageszeitungen mehr. Denn die amtlichen Publikationen werden über eine kantonale Plattform veröffentlicht, die von den Gemeinden des Kantons St. Gallen genutzt werden. Deshalb hat die Stadt Wil neben dem eigenen Facebook- und Linkes-In-Profil bereits im Januar auch einen WhatsApp-Kanal erstellt, um ein Ziel zu verfolgen: Näher beim Bürger sein und digital – damit schneller und flexibler – kommunizieren.

Nun soll es bald wieder zu Änderungen kommen. Denn mit der Kommunikation via WhatsApp soll bald wieder Schluss sein. Am Montag, 17. Juni, verschickte die Stadt Wil folgende Nachricht: «WhatsApp ändert per 7. Dezember die Nutzungsbedingungen. Das betrifft voraussichtlich auch den WhatsApp-Kanal der Stadt Wil. Wir befassen uns mit möglichen Lösungen und informieren rechtzeitig über allfällige Änderungen.» Was ist passiert? Fällt nun wieder ein Informationskanal der Stadt Wil weg?

WhatsApp soll als Chat unter Freunden dienen

Newsletter via WhatsApp verschicken – der Massenversand hat sich für viele Unternehmen, Medien und Shops zu einem Standard entwickelt. So kommen Informationen direkt aufs Handy und man hat engen Kontakt mit Nutzern, Konsumenten oder Kunden. «Das Feature wird ab Anfang Dezember verboten», sagt Philipp Gemperle, Kommunikationsleiter der Stadt Wil, auf Anfrage von «hallowil.ch». 

Denn die private Messaging-Plattform will gegen diese Newsletter strikt vorgehen. In einem Blogeintrag heisst es, dass die Plattform als private Chat-Möglichkeit, damit sich Menschen mit ihren Freunden und Familien verbinden, gedacht. Das private Schreiben soll also im Fokus stehen. Denn in letzter Zeit wurde der Dienst für Fake-News und kommerzielle Dinge missbraucht. «Wir sind aber die öffentliche Hand und wir finden, dass der Konzern noch nicht an uns gedacht hat», meint Gemperle. Der Wiler Kommunikationsleiter ist überzeugt, dass man eine passende Lösung finden werde. Wie diese ab Dezember aussehen soll, kann Gemperle zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen.