In den letzten Monaten setzten sich die Mitglieder der Elektra Trungen und die Dorfkorporation Bronschhofen (DKB) mit der Neuausrichtung der bisherigen Stromnetze auseinander. Mein einigte sich darauf, dass das Strom-Netz der Elektra Trungen von der DKB für 180‘000 Franken netto übernommen wird. «Die Stimmberechtigten von Elektra Trungen wollten nicht länger einen wie bisher beachtlichen administrativen Aufwand betreiben. Nach Offerten von den Technischen Betrieben Wil und der Dorfkorporation Bronschhofen fiel der Zuschlag mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit an die Dorfkorporation Bronschhofen», sagt Martin Flammer, Präsident von Elektra Trungen. Damit endet für Trungen nach rund 115 Jahren die eigenständige Stromversorgung.

Der gemeindenahe Strombetrieb bringt eine Konzentration der Leistungen. In der Gemeinde-Volksabstimmung fiel das Resultat für die Dorfkorporation Bronschhofen deutlich aus: 427 Ja- standen 56 Nein-Stimmen gegenüber. Richard Scheerer, Präsident DKB, und sein Team bekommen somit 55 neuen Abonnenten aus Trungen. Die DKB zählt somit rund 1700 Abonnenten. Die finanziellen Auslagen sind ab 2021 in der rollenden Budget-Planung als Kredit vorgesehen. Eine Zunahme der Nutzungsgebühren ist aktuell kein Thema.

Verkaufserlös als Rabatt

Der Verein Elektra Trungen wird vorerst weiter bestehen bleiben. Nach dem Verkauf des Netzes ist dieses Geschäft noch zu versteuern. Auch die Abgaben (Swissgrid, Pronovo etc.) des laufenden Jahres müssen definitiv abgerechnet werden. Erst danach kann der Verein aufgelöst werden. Ein Teil des Verkaufserlöses wird allen Abonnenten als Rabatt auf den Strompreis zugutekommen. Interessierte Bürger als Verwaltungsratsmitglied wählen lassen. (pd/red)