Raphael Koller wird in diesen Tagen bei der Firma Bühler, Uzwil den Beruf des Polymechanikers erlernen. Auch aus diesem Grund baute er das Brettspiel «Dog» aus Metall und wurde mit einem Diplom belohnt.Den praktischen Teil der Arbeit konnte Raphael Koller während einer Frühlingsferienwoche in der ETH Zürich bei Herrn Jenni durchführen, wofür er sehr dankbar ist. Zusammen mit seinem Vater erarbeitete er einen detaillierten Plan und berechnete die einzelnen Bohrungen. Er wollte ein Spiel aus Eckteilen für vier Personen herstellen, das mit zwei Mittelteilen auf sechs Mitspieler erweiterbar war. Dazu gehörte das richtige Material, die Farben für die Spielfiguren. Wichtigstes Unterfangen, die notwendigen Löcher bohren, dann auch Fräsen und Drehen. Zunächst jedoch stellte er einen Prototyp aus Papier her. Das passte – und die Arbeit am Original konnte beginnen. Die zahlreichen Fachausdrücke in den Aufzeichnungen zeigen die Komplexität des Werkes und geben einen interessanten Einblick in die Metallbearbeitung.

Bohren, Fräsen, Drehen
Viel hatte die originelle Idee wirklich mit seinem Lehrberuf zu tun. Er konnte erfahren, dass ihm das Bohren, Fräsen oder Drehen Spass macht, aber auch, dass sehr exaktes Arbeiten unumgänglich ist, soll am Schluss alles perfekt zusammenpassen. Die notwendigen Löcher wurden auf der Metallplatte eingezeichnet und vorgebohrt. Nachdem alle fertig waren, vergrösserte er diejenigen, welche anschliessend einen farbigen Ring eingesetzt bekamen, insgesamt neun pro Platte. Auf der Fräsmaschine wurden Stufen und Ecken bearbeitet – alles im Doppelpack. Am Schluss hiess es feilen und polieren.

Ringe und Spielfiguren
Die farbigen Ringe und die Spielfiguren waren eine weitere Herausforderung. Die Grundplatte wurde grau, die Figuren und Ringe in sechs verschiedenen Farben eloxiert (chemische Oberflächenbehandlung). Schon konnte man sich vorstellen, wie das «Spielbrett» am Schluss aussieht. Die exakt angepassten Ringe liessen sich problemlos einfügen und festkleben – und schon präsentierte sich ein exklusives «Dog».

Holzkiste zum Aufbewahren
Raphael hatte sich schon vorher überlegt, wie sich die Platten ohne zerkratzen verstauen liessen. Hier war Filz die gute Lösung. Weil das Spiel ein hohes Gewicht hat, zimmerte der junge Mann eine stabile Holzkiste zum Aufbewahren mit drei Fächern für Spielplatte und -figuren sowie die Karten. Den Deckel schnitt sein Vater aus Plexiglas zu. Zum Schluss erklärt er in seiner Arbeit den Spielablauf, die Kartenwerte und die Spielregeln.

Fazit
Der junge Mann schreibt unter anderem: « Die Arbeit hat mir sehr viel Spass gebracht, sie war interessant und lehrreich. Besonders der praktische Teil hat mir ausserordentlich gut gefallen, weil ich viel Neues gelernt habe und selbständig an Maschinen arbeiten konnte. Was mich am meisten freute war, dass ich all meine Ideen verwirklichen konnte». So ist er jetzt im Besitz seines Lieblingsspiels, wie man es sonst nirgends findet – eine tolle Idee.