Wegen der grossen Zahl von Lehrabgängern organisiert das Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil (BZWU) die Abschlussfeiern nach Berufsgruppen getrennt. Als letzte waren die Absolventinnen und Absolventen von industriellen Berufslehren an der Reihe. Sie feierten den Lehrabschluss im Gemeindesaal in Uzwil. Rektor Marco Frauchiger bescheinigte ihnen, einen «Lehrabgänger-Fünfkampf» absolviert und bestanden zu haben. Festredner Lukas Hugentobler ermunterte sie, das Gelernte mit ihrer Einzigartigkeit zu verbinden.Als Festredner war Lukas Hugentobler, Mitglied der Geschäftsleitung der Turbal AG in Jonschwil, ein ehemaliger Absolvent des BZWU, eingeladen. Er nahm die genetische Identität von Mutter- und Tochterpflanze bei den Bananen zum Ausgangspunkt seiner Gedanken. Genau das sollten die jungen Berufsleute nicht anstreben. Die attestierte Befähigung, einen erlernten Beruf auszuüben, dürfe nicht zu einer Gleichförmigkeit und Gleichschaltung führen.

Es braucht Kreativität und Visionen
«Ihr seid dann einmalig und wertvoll, wenn ihr das Gelernte mit euren Fähigkeiten verbindet. Findet heraus, was eure speziellen Talente sind. Ihr müsst nicht einem Idealbild entsprechen», waren seine Folgerungen, die er den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg gab.

Schulische Eigenleistungen
Nicht bloss der Festredner war sozusagen ein «BZWU-Eigengewächs». Mit Stolz wurde auch darauf hingewiesen, dass in der Wiler Band «Strangers in Scotland» mit Lukas Pelzmann ebenfalls ein ehemaliger Lernender des BZWU mitspielte. Die Moderation war zwei Lernenden im dritten Lehrjahr anvertraut worden: Ramona Allenspach, angehende Konstrukteurin, und Dario Moro, Polymechaniker-Stift.

In einem Sketch blickten Senad Aliu und Dukagjin Karrica augenzwinkernd auf die Lehrzeit zurück.

Sportlicher Lehrabgänger-Fünfkampf
Die Fähigkeiten, die es zum Erfolg in den fünf Sportdisziplinen Marathon, Fussball, Radfahren, Tennis und Skifahren braucht, seien auch zum Bestehen der Lehre und der Lehrabschlussprüfung notwendig gewesen, betonte Rektor Marco Frauchiger.
Wie beim Marathon hätten die Lernenden ein Ziel, viel Motivation, Selbstdisziplin, Selbstbewusstsein, Training und Ausdauer gebraucht. In der Beachtung der Regeln und in einer guten Leistung sieht Frauchiger Parallelen zum Fussball. In der Lehre und in der Berufsschule müssten die Absolventen wie beim Radfahren als Team funktionieren und im richtigen Moment einen Gang höher schalten.

Übersicht, Antizipation, Präzision und Variantenreichtum zeichnen einen erfolgreichen Tennisspieler aus. Diese Eigenschaften zählen auch in der Berufsbildung. Wie beim Skifahren gelte es Risiken einzugehen, ohne sich selbst zu überschätzen.

Wunsch auf viele Höhenflüge
Neben einer herzlichen Gratulation richtete der Rektor die besten Wünsche auf beruflichen Erfolg und auf viele Höhenflüge an die Absolventen. Eltern und Lehrmeistern dankte er für die Unterstützung.

Die besten Ergebnisse
Bei den Polymechanikern Profil G wurden folgende Absolventen ausgezeichnet: Manuel Schädler (Stihl Wil) Note 5,2, Blerin Elmazi (Wecotech Gähwil) 5, und Timo Allemann (Bühler Uzwil) 5.

Anlagen- und Apparatebauer: Lars Moser (Bühler Appenzell) 5,6, Hansueli Signer (Chromtech Gonten) 5,5 und Joachim Wagner (Bechtiger Tübach) 5,4.

Polymechaniker Profil E: Sandro Brändle (Bühler Uzwil) 5,5, Florin Metzger (SFS Flawil) 5,5 und Quentin Allenspach (Bühler Uzwil) 5,4.

Konstrukteure: Cyrill Schäpper (Kellenberger St. Gallen) 5,6, Noël Thoma (Bühler Uzwil) 5,5 und Robin Bleiker (Bühler Uzwil) 5,4.

Beste Teamplayer
Timo Allemann (Polymechaniker Profil G, Bühler Uzwil), Besnik Ismani (Anlagen- und Apparatebauer, Bühler Uzwil), Benjamin Arn (Anlagen- und Apparatebauer, Zünd Oberbüren), Nicolas Husistein (Polymechaniker Profil E, Büchler, Reinli + Spitzli Flawil), Dominik Baur (Polymechaniker Profil E, Fisba St. Gallen) und Pascal Cadonau, Bühler Uzwil).