Der Vereinsabend im Rahmen der 1200-Jahrfeier der Gemeinde Oberbüren vom Freitagabend lockte die Dörfler in Scharen in das grosse Festzelt. Unter der Moderation von Tanja Gutmann durften sich 14 Vereine mittels Bühnenauftritt vorstellen. Der Grossaufmarsch des Publikums mit über 1300 Gästen galt wohl auch der Spannung, wie sich die Musikanten in der neuen Uniform zeigen werden.Der Festplatz im Raum der Oberstufe Thurzelg zeigt sich als eigentliches Jubiläumsdorf. Für besonderen dörflichen Charakter sorgen die zahlreichen Holzstapel, wie auch die Wegführung mittels Holzpaletten. Der Dorfmarkt zeigt sich überaus reichhaltig mit den 35 Teilnehmern. Für gemütlichen Aufenthalt stehen ebenfalls verschiedene Beizli zur Verfügung, darunter die grosse Puria-Hütte.

Das Geheimnis Uniform hielt die Spannung
OK-Präsident Roger Niedermann begrüsste das Publikum mit dem Hinweis, dass der heutige Abend den Vereinen gelte, sozusagen Niederwil total, Oberbüren total, Sonnental total. Das Geheimnis des Abends bleibe die Vorstellung der neuen Uniform für die Musikanten, das erst im letzten Akt gelüftet werde. Bekanntlich ist es die fünfte Uniform für das Musik-Corps. Die erste Uniform erhielten die Bläser kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Die nächsten Uniformen folgten im 1961, 1978, 1997. Nach nun 20 Jahren war die nächste Uniform fällig geworden.

Der Erstauftritt der Vereine war den Musikanten vorbehalten, nochmals mit der bisherigen Uniform aufzuspielen. Die Bläserinnen und Bläser zeigten sich unter der Leitung des Dirigenten Patrik Arnold mit gewohnt schmissigen Melodien.

Vereinsauftritte mit hohem Unterhaltungswert
Für eine lockere Vorstellung der Vereine sorgte die bekannte Moderatorin Tanja Gutmann. Wenn ihr Berndeutsch auch manchmal nicht auf Anhieb verstanden wurde, war sie einfach in Nachfragen ihrer Interview-Partner gefordert. Die jüngere Generation startete die Vereinsauftritte mit dem Oberstufen Schülerchor, der im Jahr 2002 startete und unter der Leitung von Rolf Luder steht. Sportlich folgte die STV-Jugi Oberbüren mit einer spielerischen Einlage. Gesanglich ging es weiter mit dem Männerchor Niederbüren, der ebenfalls von Rolf Luder geleitet wird. Mit dem Stück „Kleine Nachtmusik“ sorgten sie für einen schwungvollen Auftritt.

Für ländliche Stimmung sorgten die Bäuerinnen von Oberbüren und Niederwil mit ihren Kostümen, aber gekonnt tänzerischen Einlagen. Sozusagen wie ein Ohrwurm wirkte ihr Gesangseinlage „Wenn i nume wüsst, wo d'Vogelliesi wohnt...“.. Sportlich eine Liga höher zeigten sich die Kunstturner des Trainingscenter Fürstenland bei ihrem Auftritt. Ein gesangliches Highlight folgte mit den Auftritten der beiden Chöre, dem Männerchor Oberbüren und dem Damenchor Conbrio. Nach deren Einzelauftritten zeigten sie sich in einer Gesamtaufführung, vom Publikum mit viel Applaus verdankt.

Sportliche Kunst zeigten die Kunstradfahrerinnen von Kunstrad Uzwil. Ihre akrobatisch geprägten Vorführungen sorgten für grosses Erstaunen. Hinzu kam, dass es eine Vorstellung weltmeisterlicher Grössen war. Im Interview mit Tanja Gutmann hielten sie fest, dass sie den Titel WM-Bronce verteidigen wollten. Dass es dazu zahlreiche Trainingsstunden braucht, kam überaus leicht über ihre Lippen. Der Jodlerchor „Älpli“ Niederwil startete seinen Auftritt mit einer bäuerlichen Einlage. Mit der Melodie von „10 kleine Negerlein“, sangen sie von 10 kleinen Bäuerlein. Das Publikum kam im Anschluss aber noch in den Genuss eines Jodlerauftritts. Einmal mehr sorgten die ehemaligen Kunstturner von „Akronis“ für unterhaltsame Einlagen. Hinter den teils plump gespielten Barreneinlagen versteckten sich allerdings vielmals hochkarätige Turneinlagen.

Nicht fehlen durfte der heimische Kunstturner Pablo Brägger. Zu seinem Auftritt, zusammen mit zwei Nachwuchskunstturnern wurde es deutlich stiller im Zelt, um deren Auftritt nicht zu verpassen. Der erfolgreiche Kunstturner hat noch grosse Pläne in seiner sportlichen Zukunft. So steht die Teilnahme an Olympia 2020 als klares Ziel. Das Aerobic Team des STV Oberbüren schloss den Reigen der Vereine mit einem attraktiven Auftritt ab.

Spannender Auftritt in neuer Uniform
Noch einmal stieg die Spannung im Zelt. Im teils abgedunkelten Festzelt kamen die Musikanten in ihrer neuen Uniform in Richtung Bühne marschiert. Erst auf der Bühne erhielt das Publikum so richtig Einblick auf den neuen Auftritt. Die neue Uniform zeigt sich in einem modernen Stil. Wie schon andere Musikvereine treten die Oberbürer nun ebenfalls mit dem bekannten runden Hut auf. Unter dem Veston tragen sie ein adrettes Gilet, in feinstofflicher Ausführung.

Die Freude über das Erreichen der neuen Uniform war den Musikantinnen und Musikanten ins Gesicht geschrieben. Mit schwungvollen Melodien schlossen sie das Programm des Vereinsabends ab. Musikalisch folgte der Auftritt der „Seerugge Feger“, Die jüngere Generation kam jedenfalls in den Genuss von Musik auf ihren Geschmack passend.

Auf dem Festgelände strömte das Publikum bald einma in Richtung Puria-Hütte, wo ebenfalls Musikalisches geboten wurde. Für die ältere Generation dürfte es eher der Schlummertrunk gewesen sein, da Mitternacht bereits überschritten war.

Die Vereinsauftritte in weiteren Bildern