Die 102. Delegiertenversammlung des Kantonalverbandes der St.Galler Schützenveteranen im OSZ Trübbach stand bereits im Zeichen des «Kantonalen» Ende Juni in Widnau. Adrian Steiger, Montlingen, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.Präsident Edi Waldburger aus Wittenbach durfte auf ein erfreuliches Verbandsjahr 2017 hinweisen, konnte doch der Mitgliederbestand und die Beteiligung an den Schiessanlässen trotz gegenteiligem Trend im Lande Tells generell weitgehend gehalten oder sogar leicht erhöht werden. «Es ist aber nicht zu übersehen, dass in vielen Stamm-Vereinen mit Personalproblemen immer wieder auch Veteranen in die Lücke springen müssen, um den Vereinsbetrieb am Leben zu erhalten», stellte Waldburger fest . Dank höherer Lebenserwartung bleiben die Veteranen länger aktiv und glänzen auch regelmässig mit Höchstleistungen im Schiessstand. Dies bestätigte auch der Kant. Schützenmeister Franz Meier aus Mörschwil in seinem umfangreichen technischen Bericht.

Gruppenmeisterschaft populär wie eh und je
Seit bald 30 Jahren gehört die Kant. Gruppenmeisterschaft für Veteranen zum festen und beliebten Bestandteil des Jahresprogramms. Über hundert Gruppen beteiligten sich an den Vorrunden im eigenen Stand. Die Besten massen sich am Final vom 23. September in der «Grunau» in Rapperswil, wo auf 300m die Gruppe «Weierweid» aus St.Gallen und auf 50m «Alvier» aus Buchs nach hochstehenden Ausmarchungen in der Feuerlinie die Siegerpokale in Empfang nehmen durften. An den Jahresschiessen in den vier Unterverbänden nahmen insgesamt 440 Schützenveteranen teil, elf mehr als im Vorjahr. Dank guten Resultaten in der Einzelmeisterschaft durften je 5 Gewehr- und Pistolenschützen am JU+VE-Final in Thun teilnehmen.

Höhepunkt am Kantonalen in Widnau
Beim Jahresprogramm 2018 steht das im Kanton St.Gallen alle vier Jahre stattfindende Kantonalschützenfest für Veteranen im Mittelpunkt. Auf der schönen Schiessanlage «Rheinauen» kann auf 25, 50 und 300m geschossen werden. Der Startschuss fällt am Freitag, 22. Juni und nochmals am 29. Juni um 16.00 Uhr mit dem Vorschiessen. Am Samstag 30. Juni ist der Hauptschiesstag, wo auch die Kameradschaft nicht zu kurz kommen soll. «Das Kantonale wird nebst dem sportlichen Teil auch die Freundschaften und die Verbundenheit unter den St.Galler Veteranen stärken», ist Präsident Waldburger überzeugt.

Adrian Steiger, Montlingen, neues Ehrenmitglied
Der geschäftliche Teil verlief in Minne. Koni Schweizer, Zuzwil, konnte bei seiner Premiere als Kassier einen kleinen Vorschlag präsentieren, der auch von den Revisoren Hermann Bucher, Jona und Ernst Zäch, Neu St.Johann, anerkannt wurde. Nach 16 Jahren in der GPK und einige Jahre im erweiterten Kantonalvorstand, stets mit viel Herzblut für die Sache der Veteranen einstehend, trat Adrian Steiger zurück. Für seine grossen Verdienste wurde er in die Ehrengarde berufen und mit einer Urkunde erfreut. Seine Stelle in der GPK nimmt nun mit Robert Signer aus Wil ein finanzpolitisches Schwergewicht ein!

Region Wil gut vertreten
Die Regionalsektion Fürstenland-Toggenburg nahm an der Jahresversammlung in Trübbach mit einer grossen Delegation teil. Mit dem Wiler Robert Signer wurde erneut ein Vertreter der Region Wil in den Kantonalvorstand gewählt, nachdem schon Verbandskassier Konrad Schweizer, Zuzwil, Kantonalfähnrich Edi Mader, Lenggenwil und sein Stellvertreter Franz Thalmann im Führungsteam ein Amt ausführen. Dass auf Verbandsebene immer wieder Mitglieder der Regionalsektion Fürstenland für ihre Verdienste geehrt werden, zeigt die Liste der 16 kantonalen Ehrenmitglieder. Nicht weniger als sieben von ihnen wohnen in der Region Wil. Mit Peter Staubli, Werner Schnider, Ernst Inauen und Peter Hengartner ist das Dorf Zuckenriet aussergewöhnlich oft vertreten.

Informationen und Abwechslung brachten die mit grossem Interesse verfolgten Grussbotschaften von so prominenten Gästen wie Gemeindepräsident Beat Tinner, Wartau, VSSV-Zentralpräsident Bernhard Lampert, Jenins, Erich Hagmann, Vizepräsident des SGKSV oder Oberstlt Walter Eugster, als Vertreter von Regierungsrat Fredy Fässler. Brisante Themen, wie Auflageschiessen, Auszeichnungslimiten und vor allem die Zukunft des Publikationsorgans „Schweizer Veteran“ der Wiler Zehnder AG schnitt Zentralpräsident Lampert an. Die Präsidentenkonferenz habe sich entschieden, an der Versammlung des VSSV im April den Wechsel von der Zeitschrift zum digitalen Angebot zu beantragen. Eine Hinausschiebung dieses grundlegenden Wechsels im Informationsangebot würde nichts bringen, meinte der redegewandte Bündner.