Nachdem der FC Wil dem Aufstiegsaspiranten aus Winterthur am vergangenen Montag ein Bein stellen konnte, gastiert mit dem FC Thun eine Mannschaft auf dem Bergholz für die es wie für die Wiler in den letzten zwei Partien noch darum geht eine möglichst gute Platzierung zum Ende der Saison zu erreichen. Die Wiler, momentan auch Rang acht liegend, können die Saison auf den Rängen sechs bis neun abschliessen, die Berner Oberländer, zurzeit auf Rang fünf liegend beenden die Saison entweder auf dem fünften oder sechsten Rang. So gesehen, geht es für die Wiler um etwas mehr als für die Thuner. Wer nun aber denkt, dass es eher ein langweiliges Spiel werden könnte der dürfte sich irren.

Zum einen dürfte das sicherlich an der Spielweise der Wiler liegen, die unter Brunello Iacopetta sehr offensiven Fussball spielen, zum anderen aber auch, weil in den bisherigen drei Begegnungen in dieser Saison zwischen den beiden Mannschaften immer mindestens drei Tore gefallen sind. Unvergessen bleibt sicherlich das Auswärtsspiel in Thun vom vergangenen Dezember. Nicht nur weil das 4:2 der letzte Auswärtssieg der Äbtestädter war, sondern vor allem die Art und weise wie er zustande kam. Nach sechs Minuten führten die Wiler bereits mit 2:0 gegen vollkommen überrumpelte Thuner. Zudem erzielte Silvio nach 76 Minuten einen 100. Challenge-League-Treffer.

Dass für die Wiler in dieser Begegnung Punkte drin liegen, zeigten sie in der gesamten Rückrunde mit starken Heimauftritten. Speziell aber auch am vergangenen Montag, als sie als Kollektiv gegen die favorisierten Winterthurer mit einer solidarischen und aufopferungsvollen Leistung einen Punkt gewannen. Sollten die Wiler wieder so auftreten, dürften die Thuner einige Mühe bekunden um mit Punkten aus Wil abzureisen. Nach seiner gelb-roten Karte am vergangenen Montag wurde Ndau für ein Spiel gesperrt. Sehr wahrscheinlich wird Muntwiler aus der Innenverteidigung eine Position vorrücken und den Platz von Ndau einnehmen. Dafür dürften entweder Zali oder Talabidi in der Innenverteidigung auflaufen.