In der St. Mauritius-Kirche feierten am Ostermontag sechs junge Christen zusammen mit ihren Angehörigen und Gästen den Festtag der Erstkommunion. Der Weisse Sonntag bedeutete für drei Mädchen und drei Knaben aus der Pfarrei ein besonderes Erlebnis. Sie wurden im Religionsunterricht durch Diakon Primo Grelli verständnisvoll auf den grossen Festtag der Erstkommunion vorbereitet. Tischmütter und Eltern begleiteten die Kinder durch die lange Vorbereitungszeit.

Die Eltern gestalteten auch die verzierten Kreuze als Andenken an den denkwürdigen Tag. Am Ostermontag durften sie nun in ihrer österlich geschmückten Pfarrkirche in familiärer Glaubens- und Tischgemeinschaft zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen. Die Erstkommunikantinnen und Erstkommunikanten und einige Erwachsene konnten im Gottesdienst persönliche Gedanken vortragen.

Festliche Umrahmung
Einmal mehr war dem Weissen Sonntag in Lenggenwil sonniges, warmes Wetter beschieden. Bei noch etwas kühler Temperatur versammelten sich am frühen Vormittag die Erstkommunikanten und die Seelsorger mit den Ministranten beim Pfarreiheim. Die Musig Lenggenwil unter der Leitung von Josef Meienhofer begleitete die Kinder, Ministranten und Seelsorger in einer Prozession mit festlichen Melodien zur Kirche.

Sie spielte auch zum Auszug der jungen Christen aus dem Gotteshaus und führte den Rückweg zu Mehrzweckgebäude an. Beim gemeinsamen Apéro der Pfarreigemeinschaft im Saal gaben die Musikantinnen und Musikanten den Erstkommunikanten mit einem frohen Ständchen die Ehre.

Der Weinstock und die Reben
Der Festgottesdienst war auf das Tagesthema „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ abgestimmt. Pater Peter Suffel und Diakon Primo Grelli leiteten die beeindruckende Feier. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, sagte Pater Suffel zu Beginn seiner tiefsinnigen Predigt.

Er erklärte im Dialog mit den Kindern die Bedeutung des Weissen Sonntags. Sie dürften heute mit ihren Angehörigen und Gästen zum ersten Mal den Heiland empfangen. Jesus sei aber ihr grösster Gast. Mit seinen Gedanken nahm er Bezug auf das Evangelium, welches auch die Basis für das Tagesthema war. Er wies auf seine eigenen Erfahrungen mit Weinbergen und Reben hin.

Mit Bildern erklärt
In den Evangelien habe Jesus immer wieder Bilder aus dem Leben gewählt, um etwas zu sagen. So drücke er mit dem Weinstock und den Reben die Gemeinschaft und Verbundenheit im christlichen Glauben aus.

Im Gottesdienst und im Empfang der Eucharistie werde diese Gemeinschaft gepflegt. „Jesus will unser aller Freund sein und schenkt sich uns im heiligen Mahl“, erklärte der Seelsorger. Er forderte die Kinder auf, über das Leben von Jesus nachzudenken und immer wieder an diesem Liebesmahl teilzunehmen.

Musikalische Akzente
Im Mittelpunkt der Eucharistiefeier stand für die sechs Erstkommunikanten der erstmalige Empfang der heiligen Kommunion in Gestalt von Brot und Wein. Dem Festgottesdienst gab traditionsgemäss der Jungwachtchor das Gepräge. Er sang unter der Leitung von Josef Meienhofer die bekannten Lieder der Pfälzer Kindermesse. Organist Franz Meienhofer und einige Instrumentalisten bereicherten die Feier musikalisch.

Festliche Stimmung brachten auch zwei Lieder der Lenggenwilerin Sereina Meienhofer. Für Diakon Primo Grelli war es der zehnte Weisse Sonntag in Lenggenwil, wie er bekannt gab. Als Andenken erhielt jedes Kind das verzierte Kreuz ihre Eltern, welches von Pater Suffel gesegnet wurde. Am 25. April treffen sich die Erstkommunikanten der Pfarreien Lenggenwil und Niederhelfenschwil zu einem Dankgottesdienst in der Kapelle Zuckenriet.