Kampfwahl um das Stadtpräsidium. Kampfwahl um die vier weiteren Stadtratssitze. Kampfwahl um die vier Sitze des Schulrats. Und selbstredend eine Kampfwahl um die 40 Sitze im Stadtparlament. Der Wiler Stimmbürger hat bei den Gesamterneuerungswahlen am 27. September die Qual der Wahl.

Erstaunlich ist vor allem, dass es selbst im Schulrat zu einem Gerangel kommt. Erstaunlich darum, weil das Gremium womöglich Ende 2024 aufgelöst wird. Vier Sitze sind zu vergeben, acht Personen kandidieren. Von den «Bisherigen» treten zwei nicht mehr an. Nämlich Sigrid Wöcke (parteilos) aus Rossrüti, die seit zehn Jahren dem Gremium angehört. Und Miriam Schildknecht (SP) aus Rossrüti, die seit 2015 Wiler Schulrätin ist. Die beiden anderen «Bisherigen» kandidieren erneut. Es sind dies Evelyne Engeler Mohn (parteilos) aus Wil und Elmar Meile (parteilos) aus Bronschhofen, die seit 2009 und gar 2005 im Amt und somit die dienstältesten Schulräte sind.

Vier Parteien schicken einen Schulratskandidaten in den Wahlkampf: Franklin Munishi (CVP), Albertina Palushi-Bullakaj (SP), Daniel Schläpfer (Grüne Prowil) und Nathanael Trüb (SVP). Von den grösseren Parteien verzichtet einzig die FDP auf eine Kandidatur. Es kandidieren aber noch zwei weitere Personen, je ohne Parteizugehörigkeit: Regula Huber und Donata d’Augello-Iona.

196 Personen wollen ins Stadtparlament

Beim Stadtrat und Stadtpräsidium hat sich auf der Zielgeraden nichts mehr getan. Mit Oliver Baumgartner (parteilos), Hans Mäder (CVP), Daniel Meili (FDP) und Dario Sulzer (SP) wollen vier Personen Stadtpräsident werden. Total gleich zehn Personen kandidieren für einen Stadtratssitz, wobei die Stadtpräsidiumskandidaten auch dazu gehören. Neben den genannten vier Personen sind es Andreas Breitenmoser (parteilos), Ursula Egli (SVP), Beat Gisler (CVP), Jutta Röösli (parteilos), Jigme Shitsetsang (FDP) und Daniel Stutz (Grüne Prowil).

Am grössten ist das Gerangel naturgemäss beim Stadtparlament. 196 Personen haben ihr Interesse an einem der 40 Sitze angemeldet. Ob es dabei bleibt, wird die offizielle Bereinigung der Listen durch die Stadt ergeben. Zehn Listen sind eingereicht worden, drei davon von den Jungparteien «Jungfreisinnige», «Juso» und «Junge Grüne». Zudem sind es CVP, SVP, FDP, SP, Grüne Prowil, EVP und GLP. Fast alle «bisherigen» Kandidaten treten wieder an.

Kommentar: Darum hat Daniel Meili die beste Ausgangslage

 
Video: Mykhailo Zinchenko