Trotz Sieg im letzten Qualifikationsrunden-Spiel ist man beim EHC Uzwil enttäuscht. Noch am vergangenen Samstag lag er auf einem Playoff-Platz und hatte im Cup die Aussicht, mit einem Sieg gegen das unterklassige Luzern zu Beginn der nächsten Saison ein Heimspiel gegen einen womöglich ganz grossen Verein des Schweizer Eishockeys bestreiten zu dürfen. Nun steht er in der Abstiegsrunde und ist im Cup ausgeschieden. Das ist kein Zufall. Das Kader ist schlicht zu schmal, um nach 31 Pflichtspielen zu den besten acht Mannschaften der Liga zu gehören. 15 Spieler gehören dem Kader an. Wenn dann noch Verletzungen und Abwesenheiten dazu kommen, wie das so üblich ist, dann wird es sehr eng. Zu eng. Und sich immer darauf verlassen zu müssen, junge Spieler vom Partner-Klub Rapperswil-Jona zu bekommen, ist alles andere als nachhaltig. Die Spieler wehrten sich nach Kräften. Doch es reichte nicht. Die Niederlagenserie in einer frühen Phase der Saison wurde den Habichten schliesslich zum Verhängnis.

Auch das knappe Kader ist kein Zufall. Da der Verein seinen Schuldenberg nicht wegbringt, sind die Möglichkeiten für Sportchef Patrick Ammann mehr als nur eingeschränkt. In der Schlussphase der Qualifikation wurde dann auch noch bekannt, dass die finanzielle Misere weit grösser ist als gedacht. Die Zukunft ist ungewiss. Auch das war nicht förderlich für den sportlichen Erfolg.

Kurzum: Es sind derzeit zu viele Baustellen im Verein, um Playoff-Hockey fordern zu dürfen. Dass der EHC Uzwil in die Abstiegsrunde muss, ist aber kein Beinbruch. Denn bereits jetzt steht fest, dass er nicht mehr absteigen kann. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison wurde der Ligaerhalt erst im letzten und entscheidenden Playout-Spiel gegen Weinfelden dank eines Treffers kurz vor Schluss sichergestellt. Entscheidend wird nun sein, ob Ex-Präsident Ugur Uzdemir sein Versprechen einlöst und per Ende der vergangenen Saison eine schwarze Null hinterlässt. Und ob es unter diesen Voraussetzungen möglich sein wird, eine konkurrenzfähige 1.-Liga-Mannschaft für die nächste Saison zusammenzustellen.

Lesen Sie hier die Berichterstattung zur letzten Qualifikationsrunde in de 1.-Liga-Ostgruppe.