Jaja, da ging grad einiges schief. Zum einen ist es ein peinlicher Fehler der Herstellerfirma. Um ein Label für wassersparende Duscharmaturen zu erhalten, wurde eine viel zu kleine Wassermenge in die Datenblätter eingetragen: nämlich 5,4 Liter pro Minute statt die wirklich benötigten 12 Liter. Als wäre des nicht schon genug, liegt zum anderen seit den 1960er-Jahren auch eine deutlich kleinere Wasserleitung im Boden als in den Plänen vermerkt.

Somit haben die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung nur auf den ersten Blick eine Wahl: Denn sie können nur Ja oder Ja sagen zum Nachtragskredit. Man stelle sich vor, sie würden den Betrag von 146'000 Franken ablehnen. Dann hätten sie vor Jahresfrist eine Million Franken für eine neue Garderobe gesprochen, deren Duschen dann viel zu wenig Wasser liefern. Mit Demokratie hat diese Abstimmung nicht mehr viel zu tun.

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