«Das schönste Geschenk haben wir zu Neujahr bekommen», sagen Olga und Slava Timokhin. Ihr Sohn David kam am 1. Januar 2019 um genau 5.27 Uhr als erstes Baby im neuen Jahr im Spital Wil zur Welt. Das jüngste Mitglied der amerikanisch-ukrainischen Familie aus Jonschwil wog bei der Geburt 4470 Gramm bei einer Grösse von 54 Zentimeter.

Angekündigt hatte sich die Geburt noch an Silvester. Die Familie Timokhin spielte an diesem Abend ein Spiel, das in ihrer Heimat, den USA, jeweils an Weihnachten gespielt wird. Bei diesem Spiel, genannt „Yankee Swap“, muss jeder ein kleines Geschenk bringen und mittels eines Kartenspiels wird dann ausgemacht, wer welches Geschenk erhält. «Wir haben das Spiel in unserer Familie schon lange zu einer Silvestertradition adaptiert», sagt Slava Timokhin. Auch an diesem Silvester sei es dabei wieder lustig zu und her gegangen. Alle hätten viel gelacht – so auch die werdende Mama Olga. Daraufhin habe sie dann auch David auf die Welt gemacht. «Das perfekte Timing, gleich auf das neue Jahr hin das grösste und beste Geschenk für die ganze Familie», sagt der Vater.

«Ein unbeschreibliches Erlebnis»

Auf den kleinen Jungen gewartet haben nebst den Eltern auch die beiden grossen Geschwister, die neunjährige Maria und der sechsjährige Denis. Auch sie freuen sich riesig, nun den Bruder im Arm halten zu können. Denis findet es aufregend, dass sein kleiner Bruder am selben Ort geboren ist, wie er auch. Während Maria noch in den USA zur Welt kam, hatte Denis vor sechs Jahren ebenfalls im Spital Wil das Licht der Welt erblickt. «Es ist auch beim dritten Kind wieder ein unbeschreibliches Erlebnis, es dann endlich in den Armen halten zu können», sagt die Mutter.

Auch das Ostschweizer Neujahrs-Baby kommt aus der Region Wil. Wie die Online-Ausgabe des St. Galler Tagblatts berichtet, wurde Bera Memedovski am 1. Januar 2019 um 1.34 Uhr am Kantonsspital St. Gallen geboren. Für die 34-jährige Blerta Memedovski aus Oberuzwil sei es das erste Kind.

Weniger Geburten, dafür sechs Zwillinge

Zurück nach Wil. Im Äbtestädter Spital kamen 2018 insgesamt 585 Kinder zur Welt. Davon sind 290 Knaben und 285 Mädchen – sechs von ihnen sind Zwillinge. Das sind um 47 Geburten weniger als im Jahr zuvor. Der Rekord war im Jahr 2015 mit 800 Geburten verzeichnet worden.

Die Vielfalt der Namen der neuen Erdenbürger war auch 2018 gross. Die beliebtesten Vornamen bei den Mädchen waren Lea, Julia und Lena. Bei den Jungennamen gab es weniger eindeutige Spitzenreiter. Ganz vorne lagen Liam, Andrin, Ben, David, Leon, Lian, Luca und Lorik. (pd/sdu)