Der Gemeinderat Oberuzwil hat das Basiskonzept für ein Familienzentrum genehmigt und die zweite Phase des Projekts zur Konkretisierung des Vorhabens freigegeben. Es soll ein gemeinsamer Treffpunkt geschaffen werden, der die Koordination und Vernetzung der vielfältigen bestehenden Angebote in der Familienarbeit und der frühen Förderung verstärkt.Der Gemeinderat hat die Leitung Volksschule beauftragt, eine Interessengruppe zu bilden mit dem Ziel, den Aufbau und den späteren Betrieb auf tragfähige Beine zu stellen.

Vernetzung klären
Nach dem Startworkshop von Ende August mit Interessierten sowie Fachstellen und Leistungserbringern der frühen Förderung fand Mitte September ein regionaler Austausch der kommunalen Ansprechpersonen darüber statt, wie mit den Nachbargemeinden der Region Synergien genutzt werden können.

Es galt zu klären, wie die Vernetzung der Aktivitäten der frühen Förderung mit dem Familienzentrum Oberuzwil aussehen könnte. Am wichtigsten war die Erkenntnis, dass die regionale Zusammenarbeit in Koordination mit den Fachstellen und deren Angeboten geplant wird. Denn die meisten Fachstellen bieten ihre sozialen, gesundheitlichen und erzieherischen Angebote für die Region an.

Interessengruppe nimmt Arbeit auf
Während der zweiten Projektphase wird das Basiskonzept unter anderem bezüglich Zielen, Zielgruppen und Angebot konkretisiert. Das Familienzentrum soll bedarfsgerecht für Oberuzwil geplant werden. Eine erfreuliche Anzahl Personen ist bereit, in einer Interessengruppe mitzuarbeiten und sich für ein angepasstes Angebot einzusetzen.

Vertreten sind bis jetzt die Spielgruppen, ein Bewegungsangebot, die katholische Kirche, die regionale Integrationsfachstelle, die Schulsozialarbeit und die schulische Heilpädagogik. Weitere Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen. Die Interessengruppe macht sich auch Gedanken zu möglichen Formen der Trägerschaft. In einem ersten Schritt informiert sich die Interessengruppe im Rahmen einer Exkursion über die Familienzentren in Buchs und Grabs.

Einbezug der Bevölkerung
Zum Abschluss der zweiten Phase wird die Bevölkerung die Gelegenheit erhalten, sich mit der bisherigen Planung und den Überlegungen zum Betrieb und zum Standort eines Familienzentrums vertraut zu machen. Im Lauf des Jahres 2018 ist dafür eine öffentliche Auftaktveranstaltung vorgesehen.

Wenn die Bevölkerung und der Gemeinderat im Laufe des Projekts den Bedarf und die Machbarkeit positiv bewerten, wäre mit der Realisierung eines «Familienzentrums» frühestens Ende 2018 zu rechnen.

WEITERE THEMEN
Steuern auf Budgetkurs

Die Steuerabrechnung der Gemeinde Oberuzwil per 30. September liegt vor. Laut Einschätzung des Steueramtes darf davon ausgegangen werden, dass die Budgetvorgaben über alle Steuerarten gesehen erreicht oder sogar übertroffen werden.

Die für 2017 budgetierten Erträge für die laufenden Einkommens- und Vermögenssteuern und für die Nachzahlungen aus den Vorjahren liegen bei den natürlichen Personen aktuell leicht über dem Budget. Ein erfreulicher Mehrertrag zeichnet sich bei den Grundstückgewinnsteuern und bei den Handänderungssteuern ab. Die Erträge der Grundsteuern liegen im Bereich der Erwartungen. Das Budgetziel noch nicht ganz erreicht haben die Erträge der Quellensteuern und der Gesellschaftssteuern. Über alle Steuerarten betrachtet, zeichnet sich im jetzigen Zeitpunkt ein erfreuliches Jahresergebnis ab. Es darf für das Jahr 2017 mit einer positiven Steuerabrechnung gerechnet werden.

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Jungbürgerfeier 2017
Die diesjährige Jungbürgerfeier wurde erstmals durch Gemeinderat Roland Bischof (Ressort Gesellschaft und Soziales), die Jugendberaterin Karin Weber, Corina Broger und Marija Trailovic – beides Lernende der Gemeindeverwaltung und selbst Jungbürgerinnen – vorbereitet. Das Organisationskomitee freute sich über 23 Anmeldungen von 75 Jungbürgerinnen und Jungbürgern aus der Gemeinde Oberuzwil.

Corina Broger und Marija Trailovic berichten über den gelungenen Abend, der mit einem Besuch bei FM1 und TVO begann:

«Am 26. Oktober 2017 versammelten sich die teilnehmenden Jungbürgerinnen und Jungbürger hinter dem Gemeindehaus zur gemeinsamen Fahrt nach Abtwil. Die Gemeinderatsmitglieder Roland Bischof, Caroline Bartholet, Reto Almer, Alois Schilliger und Roland Waltert begleiteten die Gruppe. Nach einer kurzen Betriebspräsentation mit Zahlen und Fakten startete die Besichtigung. Bei der Führung wurde ein spannender Einblick hinter die Kulissen mit Studios, Produktionsräumen und Redaktion geboten und eine Live-Moderation von FM1 konnte hautnah miterlebt werden. Als krönenden Abschluss hatten die Jungbürgerinnen und Jungbürger die Möglichkeit selbst hinter dem Mikrofon zu stehen.

Rechte und Pflichten erlangt
Nach der Rückkehr in Oberuzwil kamen weitere Jungbürger/innen dazu. Gemeinderat Roland Bischof gratulierte den jungen Erwachsenen mit einer kurzen, humorvollen Ansprache zur langersehnten Volljährigkeit und wies darauf hin, dass zum Erwachsensein mehr gehöre als bloss das Erreichen des 18. Lebensjahres. Die jungen Einwohnerinnen und Einwohner sind nun Stimmbürger der Gemeinde, haben das Recht Auto zu fahren, zu heiraten sowie auch die Pflicht, Steuern zu bezahlen. Die Jungbürgerinnen und Jungbürger haben nun auch die Möglichkeit sich wählen zu lassen sowie die eigene Meinung bei Abstimmungen und Wahlen zu vertreten. Sie sollen jedoch nicht vergessen, dass sie in vielfältiger Hinsicht von der Gemeinschaft abhängig sind und dieser Solidarität schulden.

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Musiklager mit Raumflug
40 Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Uzwil und Oberuzwil-Jonschwil verbrachten in der letzten Herbstferienwoche ein tolles Musiklager auf der Lenzerheide. Musikschulleiter Werner Isenegger berichtet.

«Nach der Entdeckung eines neuen Planeten drehte sich das Lagerleben um diesen. Auf dem Planet Proxima Centauri B soll Leben möglich sein - begleite unseren Wissenschaftler auf seinem Raumflug dorthin und entdecke eine neue Welt: Gibt es dort Lebewesen? Wovon ernährt man sich? Wird man dort schneller alt? Oder spricht man dort sogar rückwärts?

Veranstaltungskalender
Auf www.schulen-oberuzwil.ch sind in der Rubrik «Musikschule/ Anlässe-Termine-Konzerte» sämtliche Daten der Musikschule für das Schuljahr 2017/18 aufgeschaltet.

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Kulturkommission: Märliweg auch im Winter
Die vier Stationen des Oberuzwiler Märliweges konnten wieder mit neuen Geschichten bestückt werden. Die Hauptakteure der vier spannenden Geschichten sind ein chinesischer Riese, ein hilfsbereiter Zwerg, ein eitler Kaiser und ein hässliches Entlein.

Gaby Brägger hat nochmals ein selbstverfasstes Schulmärchen verfasst und der bereits bestens bekannte «Zwerg Fridolin» aus der Feder von Markus Jerg ist mit einem Wintermärchen ebenfalls wieder vertreten. Zusätzlich hat Heiri Alder für den Märliweg zwei Märchen von Hans Christian Andersen neu arrangiert. Die Kulturkommission dankt herzlich für das grosse Engagement aller Beteiligten. Weitere Vorschläge aus der Bevölkerung sind immer willkommen!

Ein Riese in Liwzurebo
Die Oberuzwiler Primarlehrerin Gaby Brägger stellte im Frühjahr 2017 erstmals eine Geschichte für den Märliweg zur Verfügung. Nun hat sie für ihre Schulklasse ein weiteres zeitgemässes Märchen verfasst, das die Kulturkommission gerne für den Märliweg übernimmt. Gaby Brägger beschreibt fantasievoll die überraschenden Begegnungen des Riesen Yangyantse aus China mit einer Schulklasse. Die passenden Zeichnungen dazu stammen von zwei Schülerinnen der Unterstufe.

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Eine Auszeit für den Kopf
Permanent erreichbar und online – kommt Ihnen das bekannt vor? Fühlen sie sich dadurch teilweise leicht gestresst?

Durch dieses permanente Online- und Erreichbarsein setzen wir unser Gehirn einer grossen Menge an Reizen aus. Diese können mal erfreulich, berührend, aber auch erschreckend oder traurig sein. Wir holen uns mit jeder Mail- oder Whats-App-Nachricht einen kleinen geistigen Kick, der unser Erregungsniveau hoch hält und im Gehirn Botenstoffe freisetzt, die das Belohnungssystem aktivieren.

Gegen Stress- und Suchtgefahr
Im Onlinezeitalter haben viele Menschen verlernt geistig und seelisch offline zu gehen und wieder einmal richtig abzuschalten. Sogar im Urlaub checken sie ihre E-Mails und haben ständig Angst etwas zu verpassen. Damit sich aus dem Konsum der neuen Medien keine Sucht oder andere psychische Leiden entwickeln, braucht es Auszeiten. In dieser Auszeit soll einmal nichts drängen und das Gehirn soll sich erholen. Hirnforscher haben erkannt, dass beim scheinbaren Nichtstun bestimmte Hirnregionen besonders aktiv sind. Da es einmal nicht auf etwas von aussen reagieren muss, kann es sich inneren Tätigkeiten widmen. Dabei wird Gelerntes verarbeitet, Erinnerungen werden neu strukturiert und das eigene Bewusstsein wird stabilisiert. Man kann es mit dem wöchentlichen Hausputz vergleichen – es gibt Ordnung und Platz für Neues.

Tipp der Suchtberaterin
Gönnen Sie Ihrem Kopf eine Auszeit. Gehen Sie in die Natur, lüften Sie Ihr Gehirn und gönnen sie ihm einen heilsamen Leerlauf! Dies ist die beste Prävention, nicht nur gegen den digitalen Informationsstress, sondern auch gegen eine Dauerstimulation und Abstumpfung, die irgendwann in die Sucht führen kann.