«Ein wunderschöner Tag mit vielen tollen Erlebnissen. Ich hoffe, ihr alle könnt dies auch mal erleben.» Das sagte der rüstige 84-jährige Sigi Winkler, als er unlängst an der kantonalen Delegiertenversammlung für 70 Jahre aktives Musizieren geehrt wurde. Auch Kreispräsident Roland Vetsch und Valentin Bischof, Präsident des Schweizerischen Blasmusikverbandes, waren unter den Gratulanten.

Nach wie vor kommt Sigi Winkler jeden Dienstag in die Probe der Stadtharmonie Wil. Es gibt auch fast keinen Anlass, den er verpasst. Dass er das Marschieren manchmal «schwänzt», versteht sich von selbst. Zumal er Tuba spielt, also das wohl schwerste Instrument im ganzen Orchester. «Ohne ihn wäre die Stadtharmonie nicht die Stadtharmonie, die sie jetzt ist», sagt Raphael Schmucki, Jungmusikant der Stadtharmonie Wil. Es sei nur selbstverständlich, dass man ihn auch mal zur Probe abhole oder helfe, ein Lied in der Mappe zu suchen.

Bei drei Vereinen Dirigent

Angefangen hat Sigi Winkler auf dem Waldhorn und ist dann auf den Es-Bass, die Tuba, gewechselt. Diese Instrumente spielte er in sieben verschiedenen Musikvereinen. Alles in allem hat er dabei 25 verschiedene Ämter übernommen. Der Eidgenössische Ehrenveteran war einst bei den Musikgesellschaften Dussnang, Oberhelfenschwil und Degersheim Dirigent. 70 Jahre Musik und eine riesige Menge an Erfahrung kommen zusammen. Zwischen dem ältesten und dem jüngsten Mitglied liegen bei der Stadtharmonie übrigens 69 Jahre. (pd/red)

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Die Ehrung von Sigi Winkkler (Mitte) fand im Rahmen der kantonalen Delegiertenversammlung statt.