Der Samariterverein Uzwil lud am 3. April 2018 zu einem hochinteressanten Vortrag von Gregor Schraner aus Herisau um 20.00 Uhr in das Theorielokal der Feuerwehr in Niederuzwil ein. Der spannende Vortrag vom Naturheilpraktiker konnte den letzten Zweifler um die „Bienenapotheke“ überzeugen. Die vorgestellten Bienenprodukte zählen zu den ältesten Nahrungs- und Heilmitteln der Menschheit.Frau Christine Perret, die Präsidentin des Samaritervereins Uzwil begrüsste erfreut die rund 100 Interessierten aus Uzwil und der Region. Darunter konnten viele Samariter, ganze Fraktionen ausgemacht werden. Die Idee für das Thema sei aus Reihen der Samariter gekommen.


Das Wundermittel Honig
Bald übergab sie das Mikrofon dem Referenten aus Herisau. Gregor Schraner ist Pflegefachman und Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom in Homöopathie. Seit Jahrtausenden werden Bienenprokukte gegen Krankheiten eingesetzt. Der Referent zeigte im Vortrag auf, aus welchen Produkten die „Bienenapotheke“ besteht und welche Heilungskräfte sie haben.


Die sogenannte Apitherapie ist ein Zweig der Naturheilkunde, der für Heilprozesse diese Wirkung nutzt. Die Therapie basiert auf natürlichen Produkten und ist so eine ausgezeichnete Methode, Störungen im Körper zu beheben sowie bestimmte Krankheiten zu heilen.


Gregor Schraner hat seit 1997 eine eigen Praxis in Herisau
In seinem Referat konnte er einige praktische Fälle aufzeigen, wo verschiedene Anwendungen von Honig bessere Erfolge zeigten, als in der Schulmedizin. Schraner zeigte zudem verschiedenes Verhalten von Bienen auf. Wie sie beispielsweise den Honig immer untereinander in kleinsten Tröpfchen transportieren, bis er schliesslich, wenn er in die Wabe kommt, die richtige Konsistenz hat. Nicht zu hart und nicht zu flüssig.


Honig ist nicht gleich Honig
Mit Bildern, über den Beamer auf die Wand projiziert wirkten die Ausführungen sehr lebendig und praxisnah. Die Fragen aus dem Publikum reflektierten sich so auf ein grosses Feld der Heilkunde. Der Naturheilpraktiker erzählte, wie er zu den Bienen gekommen war. Mit 20 Jahren habe er einen Nackenstich eingefangen. Später waren es dann 38 bis 50 Stiche, die ihn zur Aufgabe als Imker gezwungen haben. Wenn die Anwesenden im Laden ein Kilo Honig unter Fr. 20,-- kaufen könnten, sei es kein Honig wusste der Referent weiter.


Der TH-Wert im Honig kann auch Karies auslösen, vor allem in unsern Breitengraden. Für viele Dinge oder Behandlungen sei Honig ein Wundermittel. Es gibt auch Sortenhonig. Dieser Honig wird von Bienen gesammelt, die nur eine Blütenart anfliegen. Trifft in der Schweiz nur im Tessin (Akazien) zu. Für die Narbenbehandlung sei beispielsweise der Honig ein Anwendungsfall. Und zwar seien es die Bestandteile des Honigs, die eine Heilung bewirken. Die antibakterielle Wirkung von Blütenhonig sei grösser.


Kollekte für Projekt „Elephants and Bees“
Gegen Ende des Vortrages wies Schraner auf die Kollekte hin, deren Ertrag für ein Projekt „Elephants and Bees“ verwendet wird. Hier werden mit Bienen die Felder von Elefanten geschützt, die in ihrer Sprache den Artgenossen die Bienengefahr über lange Zeit und grosse Distanzen hinweg signalisieren.