Wie weiter in Lenggenwil und Zuckenriet? Diese Frage wird am Sonntag, 17. November mittels zwei Grundsatzabstimmungen an der Urne geklärt. Und zwar betreffend «Lernschwimmbecken» und «Geren». Das Lernschwimmbecken befindet sich in der Oberstufe Sproochbrugg in Zuckenriet und wird von der Schule nicht mehr gebraucht – jedoch von Vereinen.

Das Bassin ist sanierungsbedürftig. Die Aufrechterhaltung würde allerdings laut einer ersten Berechnung rund 1,7 Millionen Franken kosten und jährliche Betriebskosten von rund 150'000 Franken nach sich ziehen. Zu bezahlen hätte das die Gemeinde Niederhelfenschwil – also die Steuerzahler. Bei der Grundsatzabstimmung ist nun zu klären, ob ein vertiefter Planungsprozess eingeleitet werden soll. Es geht noch nicht um die Frage, ob die Sanierung erfolgt oder nicht.

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Dieses Lernschwimmbecken in Zuckenriet muss saniert werden. Das kostet. Soll die Planung weiter fortgeführt werden? (Archivbild: Ernst Inauen)


Bis 18,5 Meter hohes Gebäude möglich

Ebenfalls am 17. November wird im Grundsatz abgestimmt, wie es im Gebiet Geren in Lenggenwil weitergehen soll. Dort will sich der Gossauer Holzveredelungs-Betrieb Gebrüder Eisenring AG mit einem neuen Firmenhauptsitz ansiedeln. Jedoch wurden der dazu nötige Überbauungsplan Geren und der Teilstrassenplan Buchenstrasse vom kantonalen Baudepartement zurückgepfiffen, da der Betrieb nicht zonenfonform gewesen wäre.

Seither fanden Gespräche mit allen Beteiligten statt. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision hat der Gemeinderat entschieden, sämtliche Arbeitszonen im Gemeindegebiet bevorzugt anzugehen. Die heutigen Gewerbe- und Industriezonen sollen in so genannte «Arbeitszonen» überführt werden. Aber in welche genau? Neuerdings gibt es die Möglichkeit, die Höchstmasse zu vergrössern. Konkret geht es darum, ob im «Geren» die Arbeitszone A18.5 oder A15 zur Anwendung kommt. Bei A18.5 sind grössere Gebäude möglich, womit sich die Gebrüder Eisenring AG ansiedeln könnte. Die maximale Höhe dürfte 18,5 Meter statt wie bisher 15 Meter betragen. Die Länge des Gebäudes wäre in einem Sondernutzungsplan festzulegen, der verpflichtend erstellt werden müsste. Mit einer Zone A15 würden die heutigen Masse der Gewerbe- und Industriezone übernommen.

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Sollen auf diesem Gebiet Geren 18,5 Meter hohe Firmengebäude errichtet werden können? (Archivbild: Simon Dudle)