Ziemlich überschaubar ist die Traktandenliste zur Urnenabstimmung am 11. April. So erstaunt es nicht, dass nach den Informationen von Gemeindepräsidentin Monika Scherrer zur Jahresrechnung 2020, kaum das Wort ergriffen, geschweige denn, die Chatmöglichkeit via Livestream genutzt wird. «Die laufende Rechnung 2020 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 947'295 Franken ab. Die deutliche Besserstellung gegenüber dem Voranschlag ist auf tiefere Nettoausgaben in praktisch allen Bereichen zurückzuführen. Der Gemeinderat hat somit, unter Vorbehalt der Zustimmung der Bürgerschaft, beschlossen, 530'000 Franken als Vorfinanzierung für den Ersatz der Schnitzelheizung in der Mehrzweckanlage Steinegg zu verwenden. Der Restbetrag von 417'295 Franken wird dem Eigenkapital zugewiesen», sagt Gemeindepräsidentin Monika Scherrer. Weiter erklärt sie, dass, das Budget der Erfolgsrechnung 2021, bei einem Aufwand von 23'463'300 Franken und einem Ertrag von 23'538'400 Franken, mit einem Ertragsüberschuss von 75'100 Franken abschliesst. Die beantragte Senkung des Steuerfusses von aktuell 159 Prozent auf 153 Prozent ist dabei miteinberechnet.

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Die Krux mit dem (noch) zu hohen Steuerfuss

Dass Degersheim kantonsweit einen der höchsten Steuerfüsse hat, ist hinlänglich bekannt. Dass dieser jedoch in den vergangenen Jahren stetig gesenkt werden konnte und wohl auch weiterhin gesenkt wird, stimmt einen Bürger noch nicht zufrieden. «Angesichts der zufriedenstellenden Einkommen wäre eine Senkung von zehn Prozent angebracht», meint dieser. Monika Scherrer betont dahingehend, dass besagter Steuerfuss nicht nur kontinuierlich, sondern auch konstant, gesenkt werden soll. «Die grössten Investitionen sind getätigt, das gibt uns nun aber auch die Möglichkeit eine Reserve zu bilden.» Keine Reserve mehr, braucht hingegen ein nicht mehr im Betrieb stehender Skilift. Verwaltungsratspräsident Urs Stutz erklärt, dass der Skilift Fuchsacker 3 stillgelegt ist und nun in den kommenden Monaten zurückgebaut wird. «Betreffend Lärmemissionen werden die Einwohner und insbesonders die Anwohner, noch informiert», sagt er. Dies, weil mit Helikopter und Sprengungen das Ganze von statten gehen wird.

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Neue Wärmeerzeugung MZA Steinegg

Der Souverän stimmt zudem über die Kosten für die Erneuerung der Heizanlage in der Mehrzweckanlage Steinegg ab. Diese sind mit 530'000 Franken budgetiert. «Die Ausgabe überschreitet somit die Finanzkompetenzen des Gemeinderates und muss deshalb von den Stimmberechtigten der Gemeinde Degersheim separat genehmigt werden. Der entsprechende Betrag ist im Budget der Investitionsrechnung 2021 eingestellt. Er soll aus dem Ertragsüberschuss der Laufenden Rechnung 2020 in die Vorfinanzierung eingelegt werden», sagt Monika Scherrer. Angesichts der Notwendigkeit dieses neuen Projekts, (Gaskessel hat Lebensdauer erreicht, keine Energiespeicher vorhanden etc.), dürften eventuelle Gegner keine Chance haben.