«Du bist ein Ton in Gottes Melodie» – der Titel des Liedes gab das Thema der Versöhnungsfeier für die Mädchen und Knaben und ihre Eltern vor. Lukas Püntener spielte Töne auf dem Piano, um sich zu Beginn zu sammeln. Gemeinsam bereiteten sie sich auf Weihnachten vor, indem sie ruhig wurden, in sich gingen und für sich die Fragen beantworteten, die ihnen die Vorbereitungsgruppe mit Isabella Geisser, Marlen Bühler, Melanie Jung, Patricia Käufeler, Caroline Knechtle und Viola Paris stellten.


«Höre ich auch Gott in mir?»

Isabella Geisser führte als Verantwortliche der Feier in das Thema ein, verglich den Rückzug der Natur, um sich auf die neue Blüten und das Wachstum im Frühling vorzubereiten mit dem Rückzug oder Rückbesinnung des Menschen. Rückbesinnung bedeutet auch Versöhnung. Die Kinder hatten bereits im Unterricht herausgefunden, was dies heissen könnte: Gut miteinander umgehen, Frieden, offen für einander sein, ein fröhliches Herz. Marlen Bühler sprach ein Gebet, das zeigte, dass alles vor Gott getragen werden darf. Das Gute und die Fehler, die man gemacht hat. Der Ton, Geräusche das Hören und Gehörtwerden, das Zuhören und Verstehen standen dann bei der Besinnung auf die eigenen Schwachpunkte im Mittelpunkt. Und auch die Frage nach dem Mut, sich selber zu sein. Und: «Höre ich auch Gott in mir?»

Loslassen und verbrennen

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigte die Liebe des Vaters und die Liebe Gottes auf. Vorbehaltlose Liebe. Lieben und verzeihen heilt. Und alles, was schwierig gewesen war, was losgelassen werden wollte, wickelten die Kinder und die Erwachsenen symbolisch mit einer Schnur um einen Holzscheit und liessen es am Schluss draussen in der Feuerschale verbrennen. Und es blieb nicht beim Verbrennen. Aus Asche kann wieder Neues entstehen, es dient als Dünger und wirkt reinigend, war die Botschaft. Versöhnung ist Verwandlung. Aus der Adventszeit, der Zeit des Wartens, früher auch Fastenzeit, geht es Weihnachten entgegen, dem Licht, das in die Welt gekommen ist, um Heil zu bringen und – Liebe.