Im Grundsatz ist für den FC Wil ein Remis gegen den Challenge-League-Leader eine ansprechende Sache. Als er vor etwas mehr als einem Jahr zuhause gegen Lausanne-Sport ein 2:2 holte, wurde das gefeiert wie ein Sieg. Doch nun ist die Situation anders. Man befindet sich am Ende des ersten Sechstels der Saison und die Rangliste hat noch eine bescheidene Aussagekraft. Dass erneut ein Leader aus Lausanne im Bergholz gastierte, war gar als Überraschung zu werten.

Stade Lausanne-Ouchy zeigte aber, dass es zurecht oben mitmischt. Mit viel Selbstvertrauen bestückt, wurde der Ball gut durch die eigenen Reihen laufen gelassen. Allzu viele Chancen liessen die dieses Mal stets gut organisierten Wiler Abwehrspieler aber nicht zu. Gleich zwei starke Paraden waren aber doch nötig, um nicht in Rückstand zu geraten – von Verteidiger Malik Talabidi. Er wehrte in der Startphase gegen Karim Gazzetta als auch nach einer Stunde gegen Roland Ndongo in Extremis für seinen bereits geschlagenen Goalie Philipp Köhn kurz vor beziehungsweise auf der Torlinie. Ansonsten liessen die Gäste, die um einen konstruktiven Spielaufbau bemüht waren, aber die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor vermissen.

Weiterhin kein einziger Treffer vor der Pause erzielt

Das trifft auch auf die Wiler zu. Das gegnerische Tor scheint momentan wie vernagelt zu sein. In den vergangenen vier Partien erzielten die Äbtestädter gerade einmal einen Treffer – nach einem stehen Ball. Gegen Lausanne-Ouchy hatten die Wiler zwar weniger Möglichkeiten als auch schon. Auch die Chancen gegen den Leader hätten aber für einen Treffer reichen können, ja sollen. Nur schon die Szene in der letzten Minute der regulären Spielzeit hätte eigentlich die Entscheidung zugunsten der Platzherren sein müssen. Jan Kronig spielte von der linken Seite einen Pass zur Mitte. Maren Haile-Selassie zog direkt ab und wuchtete den Ball an die Latte – aus weniger als fünf Metern Distanz. In Szenen zuvor war Samuel Ballet gleich mehrfach gescheitert.

Somit bleiben Statistiken aufrecht, welche nun immer mehr an Tiefe gewinnen. Auch im siebten Pflichtspiel dieser Saison ist es dem FC Wil nicht gelungen, einen Treffer vor der Pause zu erzielen. Das früheste Wiler Tor bleibt somit Philipp Muntwilers Penalty-Treffer im Heimspiel gegen Thun. Auf dem Weg zum 3:1-Heimsieg egalisierte er in der 57. Minute das Skore. Nach wie vor ist es den Äbtestädtern in dieser Saison nicht gelungen, den ersten Treffer eines Spiels zu erzielen.

Weniger gradlinig, aber erfolgreicher

Immerhin ist der FC Wil nun erstmals in einem Meisterschaftsspiel nicht in Rückstand geraten. Und genau das war als Fortschritt zu werten im Vergleich mit dem Heimspiel gegen Kriens acht Tage zuvor. Auch damals wollte kein Treffer gelingen. Dafür hatten sich die Gastgeber am Schluss naiv angestellt und nicht einmal das torlose Remis mitgenommen. Eben dies glückte dieses Mal, obwohl die Wiler in der Nachspielzeit zwei heisse Freistoss-Situationen vor dem eigenen Tor zuliessen. Die Punkteteilung war das richtige Verdikt in einem Spiel, bei welchem mal das eine Team Vorteile besass, mal das andere. Alles in allem begegneten sich die beiden Mannschaften aber auf Augenhöhe und die Wiler verdienten sich den einen Punkt gegen den Leader.

Der Auftritt als Ganzes war allerdings etwas weniger gradlinig als zuvor gegen Xamax und Kriens. Paradoxerweise gab es dieses Mal einen Punkt, zuvor zweimal nicht. Es wird nun die Aufgabe von Trainer Alex Frei und den Spielern sein, nicht nur ansprechende bis gute Leistungen zu zeigen, sondern vermehrt zu punkten – angefangen am kommenden Samstag auswärts gegen das noch punktelose Schlusslicht Chiasso.

Im Video: Die Highlights des Spiels (Quelle: www.sfl.ch)

 

Resultate, Challenge League, 6. Runde:
Wil - Stade Lausanne-Ouchy 0:0
Aarau - Xamax 3:1
Grasshoppers - Schaffhausen 2:1
Kriens - Thun 1:2
Winterthur - Chiasso verschoben

FC Wil 1900 – FC Stade Lausanne-Ouchy 0:0

Bergholz: 460 Zuschauer. – Sr: Staubli.

FC Wil 1900: Köhn; Talabidi, Izmirlioglu, Sauter, Kronig; Muntwiler, Krasniqi (78. Kamber); Brahimi (62. Jones), Fazliu, Haile-Selassie; Ballet.

FC Stade Lausanne-Ouchy: Da Silva; Efendic, Albizua, Routis, Tavares; Abdullah; Ramovic, Laugeois, Gazzetta (67. Asllani), Ndongo; Lahiouel (75. Amdouni).

Bemerkungen: Wil ohne Klein, Schäppi, Camara, Mayer, Ndau, Ismaili, Zumberi (verletzt), Abubakar und Paunescu (nicht im Aufgebot). Stade Lausanne-Ouchy ohne Mutombo, Mbombo, Perrier (verletzt), Barroca, Harambasic und Gaillard (nicht im Aufgebot). – 90. Lattenschuss Haile-Selassie. – Verwarnungen: 4. Efendic (Foul). 20. Muntwiler (Foul). 24. Laugeois (Foul). 31. Tavares (Foul).

Rangliste:
1. Stade Lausanne-Ouchy 6/12. 2. Grasshoppers 6/12. 3. Winterthur 5/10. 4. Aarau 6/10. 5. Kriens 6/9. 6. Xamax 6/9. 7. Schaffhausen 6/7. 8. Wil 6/7. 9. Thun 6/7. 10. Chiasso 5/0.

Nächste Spiele (7. Runde):
Donnerstag, 29. Oktober: Stade Lausanne-Ouchy - Grasshoppers (20.00 Uhr).
Freitag, 30. Oktober: Thun - Aarau (19.00 Uhr).
Samstag, 31. Oktober: Chiasso - Wil (17.30 Uhr), Schaffhausen - Kriens (19.00 Uhr).
Verschoben: Xamax - Winterthur.

Stimmen zum Spiel: «Müssen gieriger sein vor dem Tor»

 

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein mit diesem Liveticker. Haben Sie noch einen schönen Samstagabend. Bis bald auf hallowil.ch.

Nächsten Samstag (31. Oktober) um 17.30 Uhr steht im Riva IV an der Südgrenze der Schweiz das Spiel gegen den noch immer punktelosen FC Chiasso an. Auch diese Partie können Sie im hallowil.ch-Liveticker mitverfolgen.

Schlussfazit: Will man das Positive sehen, so kann man konstatieren, dass der FC Wil die Niederlagenserie gestoppt, gegen den Leader der Challenge League nicht verloren und kein Tor kassiert hat. Bei genauerem Hinsehen muss man aber auch feststellen, dass die Wiler über weite Strecken zu kompliziert spielten, die Pässe zu oft nicht beim Mitspieler ankamen und auch die Gäste ihren Teil dazu beitrugen, dass kein Tor in dieser Partie fiel. Zwar waren die Lausanner in der ersten Halbzeit noch spielbestimmend gewesen, bauten aber in der zweiten Hälfte ab, so dass mit zunehmender Spieldauer die Attraktivität immer geringer wurde. Mit einer Ausnahme: Die grösste Chance hatte in der 90. Minute Wils Maren Haile-Selassie, als er nach einem Zuspiel von Jan Kronig vollkommen frei den Ball an die Latte zimmerte. So resultierte ein unter dem Strich leistungsrechtes Unentschieden.

Schlusspfiff im Bergholz: Der FC Wil und der Stade Lausanne Ouchy trennen sich 0:0.

93. Minute: Nochmals Freistoss für die Lausanner aus halbrechter Position. Auch dieser Freistoss bringt aber nichts ein.

92. Minute: Freistoss für Lausanne-Ouchy aus aussichtsreicher Position kurz vor dem Strafraum. Der Ball landet aber nach einer missratenen Variante in der Mauer.

90. Minute: Es werden drei Minuten nachgespielt.

90. Minute: Diesmal hatten die Wiler den Torschrei schon auf den Lippen. Kronig kommt über die linke Seite und sieht in der Mitte den völlig freistehenden Haile-Selassie. Dieser bringt tatsächlich das Kunststück fertig, aus fünf Metern den Ball an die Latte zu schiessen. Das war tatsächlich schwieriger, als den Ball ins Tor zu befördern.

87. Minute: Asllani mit einem Schuss aus der Distanz, der noch abgefälscht wird. So geht der Ball nur knapp über die Latte. Der anschliessende Eckball bringt den Lausannern nichts ein.

84. Minute: Fazliu mal mit einem Abschluss, nach einer Flanke von Haile-Selassie. Der Winkel ist dann aber doch zu spitz, um von einer wirklich gefährlichen Chance zu sprechen.

80. Minute: Weder Ballet noch Haile-Selassie schliessen in aussichtsreicher Position ab. So haben die Lausanner keine Probleme, die Situation zu klären.

78. Minute: Zweiter Wechsel nun auch bei den Wilern: Krasniqi macht Platz für Kamber.

76. Minute: Ein Konter von Lausanne-Ouchy: Ndongo kommt über die linke Seite. In der Mitte stehen drei Spieler der Gäste frei. Izmirlioglu fährt das Bein aber noch aus und kann so klären.

74. Minute: Zweiter Wechsel bei den Gästen: Anstelle von Lahiouel spielt neu Amdouni.

72. Minute: Efendic flankt von der rechten Seite. Lahiouel setzt den Kopfball freistehend über das Wiler Tor.

69. Minute: Die Lausanner verlegen sich mehr und mehr aufs Kontern. Diesmal bricht Asllani durch, kann aber im letzten Moment noch von Sauter abgefangen werden.

67. Minute: Nun auch der erste Wechsel bei den Gästen. Asllani kommt neu für Gazzetta.

66. Minute: 460 Zuschauer sind heute im Bergholz.

65. Minute: Wieder eine gute Chance für die Lausanner: Gazzetta schliesst aus zehn Metern ab. Aber direkt in die Arme von Köhn.

62. Minute: Erster Wechsel im Spiel: Bei den Wilern verlässt Brahimi das Feld und macht Platz für Jones.

59. Minute: Da hatten die Lausanner den Torjubel schon auf den Lippen: Zunächst versucht es Laugeois aus kurzer Distanz. Anschliessend spielt Gazzetta auf Ndongo, der vollkommen frei vor dem Tor steht. Sein Schuss geht an Torhüter Köhn vorbei. Aber wieder ist es Talabidi, der auf der Linie klären kann. Damit hat Talabidi in diesem Spiel bislang die besten Paraden gezeigt.

58. Minute: Und wieder haben es die Wiler nicht geschafft, vor der 57. Minute einen Treffer zu erzielen. Das immerhin in sieben Pflichtspielen.

55. Minute: Ballet fasst sich aus 25 Metern ein Herz und zieht ab. Da Silva hat seine Mühe, den Ball zu halten. Und so gibt es Eckball, der aber nichts einbringt.

54. Minute: Fazliu versucht mit einem langen Ball auf Haile-Selassie einen Konter zu lancieren. Aber auch dieser Versuch versandet ohne Ergebnis.

52. Minute: Ein Schuss von Ballet geht direkt in die Arme von Torhüter Da Silva.

47. Minute: Lausanne-Ouchy legt gleich stark los. Nach einer Flanke von links köpft Lahiouel neben das Tor.

46. Minute: Der Ball rollt wieder. Keine Wechsel auf beiden Seiten.

Die Mannschaften kehren zurück. Gleich geht es weiter mit Wil gegen Stade Lausanne-Ouchy.

Pausenfazit: Das Positive an dieser Halbzeit aus Wiler Sicht: Man kassierte kein Gegentor. Über weite Strecken waren die Gastgeber der Spielfreude der Lausanner aber unterlegen. In dieser ersten Halbzeit hat man gemerkt, warum die Lausanner derzeit an der Spitze der Challenge League stehen. Die Wiler haben es wieder nicht geschafft, ein Tor in der ersten Halbzeit zu erzielen. Wollen die Wiler diese Partie noch gewinnen, bedarf es einer Leistungssteigerung in Halbzeit Nummer zwei. Vor allem muss die Genauigkeit im Passspiel und die Zweikampfpräsenz verbessert werden.

45. + 1. Minute: Mit einem Schuss von Fazliu, der am Tor vorbeigeht, endet die erste Halbzeit torlos.

45. Minute: Anscheinend haben die Schiedsrichter noch nicht genug gesehen von dieser ersten Halbzeit. Es gibt eine Minute Nachspielzeit.

44. Minute. Viel ist nicht mehr los hier im Bergholz. Lausanne-Ouchy will nicht, Wil kann nicht. So scheint es zumindest.

40. Minute: Nun ist wieder Lausanne-Ouchy an der Reihe. Aber die Flanke von Ramovic geht an allen Akteuren vorbei.

37. Minute: Auf einmal taucht da Ballet vollkommen frei vor dem Lausanner Tor auf. Er spitzelt den Ball an dem herausstürmenden Torhüter der Gäste vorbei, aber auch vorbei am Tor. So eine Chance müsste man dann auch mal nutzen, wenn man offensiv mehr reüssieren möchte.

35. Minute: Was passiert, wenn Lausanne-Ouchy etwas Tempo aus dem Spiel nimmt? Die Antwort ist: Nichts. Die Gäste nehmen sich gerade eine schöpferische Pause. Die Wiler haben aber keine Möglichkeit, sich dies zu Nutze zu machen.

31. Minute: Nächste Verwarnung: Das war eine dunkelgelbe Aktion. Tavares sieht nach einer Grätsche von Hinten gegen Ballet die gelbe Karte.

30. Minute: Weiter sind es die Gäste, die das Spiel bestimmen. Die Wiler zu wenig konsequent in den Zweikämpfen. Und wenn sie dann den Ball mal haben, leisten sie sich Fehlpässe.

26. Minute: Der Führungstreffer für die Gäste liegt in der Luft. Diesmal sind es Ndongo und Gazzetta, die mit einem Doppelpass die gesamte Wiler Abwehr aushebeln. Der Abschluss von Gazzetta geht dann aber am Tor vorbei.

24. Minute: Nächste Verwarnung für einen Lausanner: Laugeois sieht zurecht die gelbe Karte, nachdem er gegen Kronig den Fuss drübergehalten hat.

22. Minute: Eckball für Lausanne-Ouchy: Albizua verlängert den Ball mit dem Scheitel, findet aber auch keinen Abnehmer.

20. Minute: Erste Verwarnung nun auch für einen Wiler: Nach einem Foul von Muntwiler an Laugeois sieht der Wiler Captain die gelbe Karte.

19. Minute: Nochmals die Lausanner: Zunächst versucht sich Ndongo durchzutanken, bleibt aber in der Wiler Abwehr hängen. Der Nachschuss von Laugeois von Rand des Strafraumes geht deutlich am rechten Pfosten des Wiler Tors vorbei.

17. Minute: Lausanne-Ouchy wieder mit einem Angriff. Ramovic kommt über die rechte Seite. In der Mitte findet seine Flanke aber keinen Abnehmer.

15. Minute. Die Wiler versuchen es mit einer einstudierten Eckball-Variante, bei der Fazliu den Ball kurz auf Krasniqi spielt. Bringt aber keine Gefahr.

12. Minute: Ein grober Fehler der Lausanner im Spielaufbau: Haile-Selassie setzt den Verteidiger unter Druck. Dieser spielt zum Torhüter zurück, der in die Füsse von Brahimi spielt. Anstatt selber anzuschliessen, spielt Brahimi auf Ballet, dessen Abschluss vom Torhüter noch über die Latte gelenkt werden kann.

12. Minute: Fazliu versucht es mit einem Schuss aus der Distanz. Der Ball geht knapp über das Tor.

9. Minute: Eckball für die Wiler, der von Fazliu getreten wird. Die Kugel geht an Freund und Feind vorbei und landet schliesslich bei Muntwiler. Der ist aber so überrascht, den Ball zu bekommen, dass er nicht mehr rechtzeitig reagieren kann. Das Spielgerät rollt ins Aus.

8. Minute: Und schon wieder die Gäste: Gazzetta versucht es aus der Distanz. Der Abschluss ist aber zu harmlos. Köhn hat keine Probleme, den Ball zu halten.

7. Minute: Gleich die nächste Chance für die Lausanner: Nach einem Corner versucht es Albizua aus fünf Metern. Aber auch dieser Ball geht am Tor vorbei.

6. Minute: Was für eine Chance für die Gäste: Gazzetta kommt völlig frei vor Köhn zum Abschluss. Dieser kann den Ball aber noch ablenken und Talabidi auf der Linie klären.

4. Minute: Bereits die erste Verwarnung: Nach einem Foul an Kronig sieht Efendic die erste gelbe Karte des Spiels.

4. Minute: Erste Chance für die Wiler: Kronig flankt von der linken Seite. Da kommt Fazliu völlig unbedrängt zum Kopfball. Der Ball geht aber weit über das Tor. Da ist sie wieder: die Ungenauigkeit der Wiler im Abschluss.

3. Minute: Stockfehler von Talabidi bei der Ballannahme. Der bleibt aber ohne Konsequenzen für die Wiler.

1. Minute: Erster Vorstoss der Gäste: Kronig klärt den Ball aber vor Lahiouel.

1. Minute: Das Spiel ist freigegeben.

Die Mannschaften laufen auf. Gleich geht es los mit FC Wil gegen Stade Lausanne-Ouchy. Viel Vergnügen.

Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichterin Esther Staubli aus Wohlen bei Bern.

Stade-Lausanne-Ouchy-Trainer Meho Kodro lässt in einem 4-1-4-1-System mit Da Silva im Tor spielen. Die 4er-Abwehr bilden von rechts her gesehen Efendic, Albizua, Routis und Tavares. Vor der Abwehr spielt Abdullah. Das Mittelfeld bestücken von rechts nach links Ramovic, Captain Laugeois, Gazzetta und Ndongo. Einiger Stürmer ist Lahiouel.

Die Aufstellungen sind bekannt. Die Wiler unter der Leitung von Trainer Alex Frei laufen im gewohnten 4-2-3-1-System auf. Im Tor steht Köhn. In der Verteidigung spielen von rechts nach Links Talabidi, Izmirlioglu, Sauter und Kronig. Im defensiven Mittelfeld laufen Captain Muntwiler (rechts) und Krasniqi auf. Offensiv im Mittelfeld spielen von rechts her gesehen Brahimi, Fazliu und Haile-Selassie. Einziger Stürmer ist Ballet. Verletzt sind Klein, Camara, Mayer, Ndau, Ismaili und Zumberi. Abubakar und Paunescu stehen aktuell mit der zweiten Mannschaft in Kreuzlingen im Einsatz.

Guten Fussball-Abend, geschätzte Freunde des runden Leders. Herzlich willkommen aus dem Wiler Südquartier zur 6. Runde der Challenge League. Der FC Wil empfängt heute Abend mit Stade Lausanne-Ouchy den überraschenden Leader der Challenge League. Nach dem gestrigen Sieg des FC Thun gegen den SC Kriens geht der FC Wil als Vorletzter in diese Partie. Hoffen wir auf einen unterhaltsamen Anlass hier im Bergholz. Pascal Ibig führt Sie durch die Partie.

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Die Vorschau:

Alles spricht dieser Tage von Corona. Auch die Sportwelt wird vom Virus zusehends abgedrängt. Im Unihockey wurden die Meisterschaften unterbrochen, im Eishockey jene des Amateur-Bereichs. Im Fussball müssen in mehreren Kantonen im westlichen Teil des Landes die Amateur-Meisterschaften ebenfalls ausgesetzt werden. In der Ostschweiz ist dies nicht der Fall – oder zumindest noch nicht. Sowohl im Regio-Fussball als auch bei den Profis des FC Wil wird am Wochenende gespielt. In der Challenge League musste allerdings das Spiel Winterthur gegen Chiasso verschoben werden – wegen eines Coronafalls bei den Eulachstädtern.

Da der FC Wil und auch sein samstäglicher Gegner Stade Lausanne-Ouchy bisher ohne Corona-Intermezzo durch diese schwierige Zeit gekommen sind, dürfte das Spiel im Bergholz über die Bühne gehen. Und auch Zuschauer sind zugelassen. Im Kanton St. Gallen sind selbst Grossveranstaltungen noch immer erlaubt – nicht aber im Bergholz. Denn der FC Wil hat sich nie von der Regel mit maximal 1000 Zuschauern entfernt, da er nicht mit mehr Zuspruch rechnet. So dürften also gegen die Waadtländer 1000 Zuschauer dabei sein. Kommt die Hälfte, wäre das im dritten Heimspiel ein Saisonrekord. Es ist aber gut vorstellbar, dass für geraume Zeit letztmals Zuschauer an einem Wiler Heimspiel zugelassen sind. Bund und Kanton können die Regeln auch in der Ostschweizer verschärfen. Einiges deutet darauf hin, dass dies kommende Woche geschieht.

Stade Lausanne-Ouchy, die Nummer 11 des Landes

Obschon sich die Corona-Ereignisse derzeit überschlagen, gilt es am Samstag-Vorabend den Fokus auf das runde Leder zu richten. Die Ausgangslage ist unerwartet. Dass der Vergleich FC Wil gegen Stade Lausanne-Ouchy das Spiel zwischen dem Vorletzten und dem Leader sein würde, hätte vor der Saison wohl niemand erwartet. Die Waadtländer sind aktuell so gut klassiert wie noch nie in ihrer Vereinsgeschichte. Dass sie im nationalen Championat vor GC, Xamax und Thun stehen und aktuell die Nummer 11 des Landes sind, ist ein Exploit. Wils Trainer Alex Frei spricht von einem «guten Kollektiv» und einem «routinierten Team», wenn er von Stade Lausanne-Ouchy berichtet.

Als einziges Team der Challenge League sind die Waadtländer, die ihre Heimspiele seit dieser Saison in der Lausanner Pontaise und nicht mehr im Exil von Nyon austragen, noch unbesiegt. Die Auftritte wurden zuletzt immer überzeugender, mit zum Teil äusserst sehenswerten Toren wie am Dienstag beim 4:1-Heimsieg gegen Chiasso.

Zu oft ein «Ponnyhof»

Der FC Wil ist in einer Phase, in welcher er zwar stets schön und auch ansprechend bis gut spielt, aber zuletzt dreimal in Folge keine Punkte mitnahm. Waren die Wiler vor diesen drei Spielen noch auf Platz zwei klassiert, so sind sie nun auf den zweitletzten Rang abgerutscht. «Unsere Spielanlage stimmt mich positiv. Es gibt keinen Grund, die Mannschaft an den Pranger zu stellen oder die Spielart zu ändern», sagt Frei. Er fordert von seinen Spielern aber, dass sie «böser zu sich und zum Gegner» werden. Das gehe schon im Training los. Zu oft sei es ihm ein «Ponnyhof». Unabhängig von Entscheiden des Bundes oder Kantons sollen die FC-Wil-Spieler kommende Woche einem Corona-Test unterzogen werden.