Mit einer spielerisch starken und kämpferischen Leistung, holen sich die Ostschweizer einen Punkt im Aargau. Nach einer zwischenzeitlichen 2:1 Führung wäre im Freiamt sogar mehr drin gelegen. Ein unglückliches Gegentor sorgte schlussendlich für die Punkteteilung. Nach dem zuletzt schwachen Auftritt gegen den FC Aarau, war der FC Wil auf Wiedergutmachung aus. Dementsprechend stark war auch die Körpersprache der Ostschweizer von Beginn weg. Man agierte sehr willig und lauffreudig. So wussten sich die Gastgeber in der Startphase sich oft nur mit Fouls zu helfen, um die anrennenden Gegenspieler zu stoppen.

Trotzdem gehörte die erste grosse Chance den Freiämtern. Der Abschluss von Kristian Kuzmanovic wurde von Jim Freid souverän geklärt. Dieser stand heute für den verletzten Noam Baumann im Wiler Tor. Entgegen dem Spielverlauf ging das Heimteam in der 20. Spielminute in Führung. Romano setzte sich auf der rechten Seite gegen Schällibaum durch und traf scharf präzise in die lange, flache Ecke.

Kleiner Durchhänger

Das Gegentor schien in der Folge Wirkung zu zeigen. Der FC Wil hatte nun doch über einige Zeit Mühe, den neuen Spielstand zu verarbeiten. Man hatte zwar weiterhin viel Ballbesitz, es fehlten aber vorne die Ideen und die Durchschlagskraft. Man schien sich aber noch vor der Pause wieder aufzufangen. Zuerst scheiterte Lekaj mit seinem Kopfball nur knapp, ehe Kucanis Abschluss im letzten Moment abgelenkt wurde.
Trainer Fünfstück reagierte in der Halbzeit, und brachte für den defensiven Etienne Scholz den Österreichischen Neuzugang Roman Kienast. Ein Wechsel mit Signalwirkung. Die Äbtestädter agierten nun in der Offensive mit mehr Präzision und Durchschlagskraft. Caine Keller sorgte kurz nach dem Wiederanpfiff für den Ausgleich. Sein Weitschuss darf sich wohl mit Recht in die «Tor des Monats» Kandidatenliste eintragen lassen.

Erster Treffer von Roman Kienast

Der Ausgleichstreffer schien die Gäste zu beflügeln. Es rollte nun Angriff um Angriff auf das Tor des FC Wohlen zu. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich scheiterte Johan Vonlanthen äusserst knapp. Er tauchte alleine vor Torhüter Tahiraj auf, traf mit seinem Abschluss aber den Schlussmann. Auch die nächste Chance gehörte dem ehemaligen Nationalspieler. Nach einem schönen Solo, konnte sein Abschluss gerade noch zur Ecke geklärt werden.

Besser machte es in der Folge Roman Kienast. Auf Zuspiel von Vonlanthen tauchte der Österreicher alleine vor dem Tor auf. Er liess sich nicht zweimal bitten und traf zu verdienten Führung der Gäste. Diese Führung sollte leider nur knapp 10 Minuten standhalten. Mit einem eher glücklichen Treffer fand das Heimteam zurück ins Spiel. Es sollte dies der letzte Treffer in einer unterhaltsamen Partie bleiben.

«Wir hatten genug Chancen um das Spiel zu gewinnen», so ein enttäuschter Vonlanthen kurz nach dem Spiel. Weitere positive Aspekte fand auch Trainer Konrad Fünfstück: «Man muss der Mannschaft heute was das läuferische und spielerische angeht heute ein Kompliment machen.» Man darf nach dem Auftritt in Wohlen zuversichtlich sein, dass der FC Wil zurück zum Erfolg finden wird.

FC Wohlen – FC Wil 1900 2:2 (1:0)

Stadion Niedermatten, Wohlen: 638 Zuschauer. – SR: Fähndrich.

Tore: 20. Romano 1:0, 51. Keller 1:1, 66. Kienast 1:2, 76. Bicvic 2:2.

FC Wohlen: Tahiraj; Hajrovic, Bicvic, Cvetkovic; Schultz; Romano, Pasquarelli (67.
Foschini), Kuzmanovic, Stadelmann (80. Kleiner); Tadic, Pagliuca (80. Sulejmani).

FC Wil 1900: Freid; Goncalvces, Lekaj, Muslin, Schällibaum; Scholz (46. Kienast); Stillhart, Zé Eduardo; Kucani (58. Maroufi), Vonlanthen (92. Savic), Keller.

Bemerkungen: Wohlen ohne Pacar und Sadrijaj (beide verletzt)., Wil ohne Baumann, Hamdiu, Ilazi, Lombardi, Sacirovic, Schiavano, Huber und Breitenmoser (alle verletzt), Atila und Roesler (beide nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 19. Pasquarelli, 22. Stadelmann, 30. Kucani, 43. Hajrovic, 56. Goncalves, 75. Keller, 88. Kienast.