Am Dienstagnachmittag lud die Kath. Kirchgemeinde Wil ihre 1'200 freiwillig Engagierten ins Pfarreizentrum zu einer Vernissage der Plakatausstellung über die Freiwilligenarbeit ein. Die Paneels mit Rückmeldungen von Engagierten über ihre Motivation zum freiwilligen Einsatz gelten der Betrachtung, den Freiwilligeneinsatz nicht allein als Beschäftigung, sondern auch als Sinngebung zu erfahren. Stadtpfarrer Roman Giger würdigte das Engagement der Freiwilligen darin, dass Dank ihrem Einsatz der Glaube und die Kirche lebe.Franz Schibli, Leiter Soziales bei der Kath. Kirchgemeinde Wil, hatte die Ausstellung mit zahlreichen Helfern vorbereitet. An der Eröffnung der Vernissage zeigte er sich erfreut darüber, Gedanken von namentlich genannten Freiwilligen über ihre Motivation auf den Plakaten festhalten zu können.


Meilensteine im Strategie- und Visionsprozess „Kirche 2020“
Jürg Grämiger VR-Präsident im Kirchenverwaltungsrat, gab sich eingangs seiner Würdigung der Ausstellung erfreut, dass das intensiv und hart erarbeitete Konzept der Freiwilligenarbeit auch genutzt werde. In drei der fünf Leitsätze werde Freiwilligenarbeit gross geschrieben, für das Überleben als Kirche von grundsätzlicher Bedeutung.


Ein erster Grundsatz hält fest: „Wir leben Kirche vor Ort – vermehrt getragen von Freiwilligen“. Zweitens: Künftig werde die Kirche noch stärker als bisher durch das Engagement der Freiwilligen geprägt sein. Zur Sicherung der Qualität sei die Unterstützung von weiteren Fachpersonen gewährleistet. Kirche lebten wir gemeinsam – Hauptamtliche und Freiwillige. Gestützt auf die Resultate einer Tagung aller Räte habe Franz Schibli als Leiter einer Arbeitsgruppe das Freiwilligenkonzept für die Pfarrei erarbeitet. Die von Barbara Staub gestalteten Ausstellungspaneels laden ein, über ein freiwilliges Engagement nachzudenken.


„Wir alle sind die Kirche“
Stadtpfarrer Roman Giger stellte in seiner Ansprache die Frage in den Raum was oder wer die Kirsche sei. Zur Beantwortung käme Verschiedenes in Frage, von Kirchengebäuden, über den Papst, die Bischöfe und das Seelsorgeteam bis zum Kirchenverwaltungsrat. Wenn er die Ausstellung auf sich wirken lasse, spüre er die Antwort deutlich: „Wir alle sind die Kirche“. Seinen Heimatpfarrer zitierend fügte Giger an: „Keiner kann alles sein, Keiner braucht alles zu sein, nur Alle können alles sein“.


Weitergehend gab der Stadtpfarrer einen zahlenmässigen Eindruck vom Potential der Freiwilligenarbeit. In 56 verschiedenen Freiwilligengruppen engagierten sich weit über 1'000 Personen in der Pfarrei Wil. Dies bestätige auf eindrückliche Weise, das hier eine lebendige und starke Kirche wirke. Die grosse Zahl Freiwilligen hätten einen grossen Dank verdient für ihren Einsatz. Er lud die Anwesenden ein, die Portraits auf den den Paneels zu lesen. „Die Freiwilligen bringen zum Ausdruck, was der Glaube und was die Kirche für sie ist“. Vielfach werde zum Ausdruck gebracht wie Helfen auch Nächstenliebe bedeute, oder, es mache glücklich, etwa Gutes tun zu können. Hier werde ein Dienst geleistet, den man gar nicht genug schätzen könne.


Beim anschliessenden Apéro fand ein reger Austausch unter den anwesenden Freiwilligen statt. Sicher wurden neben schwierigen Einsätzen auch unterhaltsame Ereignisse ausgetauscht. Die Ausstellung kann während den Öffnungszeiten des Pfarreizentrums Wil im Foyer noch bis Mittwoch, 28. Februar 2018 besichtigt werden. Danach werden die Ausstellungstafeln in den Pfarreiheimen der einzelnen Seelsorgebereiche gezeigt.

„Heller als Licht“, Gedichte unterwegs zu Gott
Die Kirchgemeinde lädt auf Montag 12. März, 20.15 Uhr zu einem Informationsabend ins Pfarreizentrum ein mit Bruder Andreas Knapp aus Leipzig. Sein Thema: „Heller als Licht – Gedichte unterwegs zu Gott“.

Andreas Knapp, aktuell in der Gefängnisseelsorge und Flüchtlingsarbeit tätig, suchte eine Sprache, in der die religiöse Sehnsucht des Menschen zum Ausdruck kommt. Seine Gedichtbände sind sprachlich eindrucksvolle Beispiele von spirituelle Poesie.

Der Lyriker Andreas Knopp ist einer der Preisträger der Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche. Die Verleihung findet am 11. März in Luzern statt.