Es war manch eine Widrigkeit, welcher die junge Wiler Mannschaft zu trotzen hatte. Neben der ungewissen Situation betreffend nahe Zukunft von Trainer Konrad Fünfstück ist unter der Woche auch noch die Grippewelle über die Mannschaft gerollt. Captain Sandro Lombardi, Ivan Audino, Sergio Cortelezzi und Rrezart Hoxha lagen zwischenzeitlich flach. Dazu kommt eine immer länger werdende Verletztenliste. Auf dieser befinden sich derzeit Teamstützen wie Nikki Havenaar, Silvano Schäppi oder neu auch Stürmer Silvio. Somit stand in Genf kein Wiler Spieler auf dem Platz, der in dieser Saison schon mehr als zwei Treffer erzielt hat. Dazu kam eine Anreise am Matchtag mit ungewollten Ausfahrten durch verschiedene Dörfer, um gleich mehreren Staus auszuweichen.

Lombardi opferte sich schliesslich für die Mannschaft und biss eine Halbzeit lang auf die Zähne, ehe es nicht mehr ging. Ivan Audino nahm zuerst auf der Ersatzbank Platz, kam aber früher zum Einsatz als geplant. Er wurde für Magnus Breitenmoser eingewechselt, noch bevor die erste halbe Stunde verstrichen war. Dies hatte laut Fünfstück nichts mit er Leistung Breitenmosers zu tun, sondern war eine rein taktische Massnahme. «Ich wollte einen Bruch im Spiel der Genfer erzwingen und die Aussenbahnen besser zustellen», begründete der Wiler Trainer.

Kostadinovic rettet den Punkt mehrfach

Tatsächlich hatten die Genfer stark begonnen und waren – angetrieben von einem auffälligen Alex Schalk – immer wieder zu Möglichkeiten gekommen. Vor allem ganz zu Beginn lag der Führungstreffer mehrfach in der Luft. Jedoch bewahrte Wils Goalie Zivko Kostadinovic die Gäste mehrfach vor einem Rückstand. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Äbtestädter die spielstarken Genfer besser unter Kontrolle. Das änderte allerdings nichts an der Spielanlage mit überlegenen «Grenats». Bis zum Schluss hatten sich 19:5-Abschlüsse und 8:0-Corner für die Genfer angehäuft. Mit 68 Prozent Ballbesitz war deren Überlegenheit phasenweise drückend.

Jedoch liessen sich die Wiler nicht erdrücken, weil sie taktisch gut standen und die Räume geschickt zumachten. Trotzdem war es ein langes Zittern, bis der Punkt eingetütet war. Mit einer Willensleistung wurde das Remis eingefahren. Musste sechs Tage zuvor das 1:1 zuhause gegen Schaffhausen als gefühlte Niederlage abgetan werden, so war dieses 0:0 in Genf ein gefühlter Sieg. «Ein Kompliment an die Mannschaft, die eine grosse Laufbereitschaft und taktische Flexibilität an den Tag gelegt hat. Das war der Beweis, dass dieses Team eine richtige Einheit ist», sagte Fünfstück.

Spekulationen nehmen kein Ende

Die Frage, die derzeit aber am meisten beschäftigt: Wie lange ist Fünfstück noch Trainer des FC Wil? Am Dienstag hatte der Verein verlauten lassen, dass die Zusammenarbeit im Sommer nach zwei Jahren endet. Gründe wurden keine genannt, was Raum für viele Spekulationen lässt. Zudem wurde am Donnerstag via Portal «Sport 1» publik, dass Fünfstück beim Deutschen Bundesligisten Nürnberg ein Thema sein soll. Dieser hatte am Dienstag Trainer Michael Köllner entlassen – und trifft am Montagabend zuhause auf Dortmund.

War es also das letzte Spiel von Fünfstück als FC-Wil-Trainer? Darauf angesprochen, sagte er: «Ich beteilige mich grundsätzlich nicht an Spekulationen. Wo, wann und wie mein Weg weitergehen wird, wird sich zeigen. Ich mache mir zu meiner Zukunft keine Sorgen. Es ist wichtig, mit Wil einen sauberen Abschluss zu schaffen.» Wer in Genf bei den Beteiligten aber zwischen den Zeilen las, den würde nicht erstaunen, wenn es zu einem vorzeitigen Abgang käme.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
Im Video: Diese Chancen wurden vergeben.

Servette FC – FC Wil 1900 0:0

Stade de Genève: 2842 Zuschauer. – Sr: Klossner.

Servette FC: Frick; Sauthier, Routis, Rouiller, Severin; Maccoppi (74. Iapichino), Stevanovic, Cognat, Wüthrich (81. Duah); Alphonse (81. Chagas), Schalk (85. Follonier).

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, von Niederhäusern, Gasser; Lombardi (46. Schällibaum); Gonçalves, Schmid, Zé Eduardo, Hefti (71. Herrmann); Breitenmoser (29. Audino); Cortelezzi (81. Latifi).

Bemerkungen: Servette ohne Lang, Kone, Busset (verletzt), Mfuyi, Sarr und Antunes (nicht im Aufgebot). Wil ohne Havenaar, Scholz, Silvio, Schäppi, Sejdija (verletzt), Chande, Herter, Gülünay und Hoxha (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 24. von Niederhäusern (Foul). 30. Rouiller (Foul). 69. Routis (Unsportlichkeit). 91. Gonçalves (Foul). 94. Audino (Foul).

Resultate, Challenge League, 21. Runde:
Servette - Wil 0:0
Aarau - Chiasso 1:0
Lausanne-Sport - Rapperswil-Jona 1:0
Schaffhausen - Kriens 1:2
Winterthur - Vaduz 3:0

Rangliste:
1. Servette 21/41. 2. Lausanne-Sport 21/37. 3. Winterthur 20/34. 4. Aarau 21/32. 5. Wil 21/31. 6. Schaffhausen 21/27. 7. Kriens 21/22. 8. Vaduz 21/21. 9. Chiasso 20/21. 10. Rapperswil-Jona 20/18.

Nächste Spiele:
Mittwoch, 20. Februar: Winterthur - Rapperswil-Jona (19.30 Uhr)
Freitag, 22. Februar: Wil - Lausanne-Sport (20.00 Uhr)
Samstag, 23. Februar: Rapperswil-Jona - Schaffhausen (17.00 Uhr), Kriens - Servette (17.30 Uhr), Chiasso - Winterthur (18.30 Uhr).
Sonntag, 24. Februar: Vaduz - Aarau (16.00 Uhr).

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 
Im Video: Das sagen Verteidiger Cédric Gasser und Trainer Konrad Fünfstück.

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Der Ticker zu Servette - FC Wil:

Das soll’s gewesen sein aus dem fernen Genf. Wir melden uns in diesem Gefäss noch mit einem Artikel zu diesem Spiel. Vorerst mal einen angenehmen Rest dieses Samstags. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für die Wiler am kommenden Freitag, 22. Februar. Dann wartet schon der nächste Grosse. Ab 20 Uhr spielen die Äbtestädter in der IGP-Arena gegen das aufstiegswillige Lausanne-Sport. Auch dieses Spiel kann im hallowil.ch-Liveticker werden. Lukas Tannò tickert für Sie dann durch das Spiel.

Schlussfazit: Dieses Unentschieden nehmen die Wiler sehr gerne mit - und für die Genfer gibt es Pfiffe von den eigenen Fans. Eine kämpferisch tadellose Leistung wird für die Gäste mit einem Zähler belohnt. Etwas Glück war freilich nötig. 19:5-Schüsse für die Genfer, 8:0-Corner, 68 Prozent Ballbesitz. Wenn es einen Sieger gegeben hätte, wären es die Gastgeber gewesen. In diesem Spiel hatten die Wiler jenes Glück, das ihnen zuletzt oft gefehlt hat. Aufgrund das grossen Einsatzes ist der Punkt aber nicht gestohlen. Die Genfer gehen vor eigenem Anhang erstmals seit dem 25. September 2018 nicht als Sieger vom Feld. Die Wiler bleiben zwar im sechsten Spiel hintereinander ohne Vollerfolg. Aber dieses Remis gibt Moral für die Zukunft. Der Vorsprung von Servette an der Tabellenspitze auf Verfolger Lausanne-Sport schmilzt auf noch vier Punkte.

Schlusspfiff im Stade de Genève: Servette und Wil trennen sich 0:0. Ein wahrlich guter Punkt für den FC Wil.

94. Minute: Audino wird verwarnt für ein taktisches Foul an der Mittellinie.

94. Minute: Ein Genfer steht im Offside. Nur noch eine Minute.

93. Minute: Viel fehlt nicht mehr zu diesem guten Punkt. Ein Verzweiflungsschuss von Iapichino fliegt weit drüber.

91. Minute: Gelb für Gonçalves, weil er Follonier zurückhält.

91. Minute: Vier Minuten Nachspielzeit. Oha.

90. Minute: Seit der Cortelezzi-Auswechslung ist übrigens Audino einziger Stürmer. Und alleine auf weiter Flur.

89. Minute: Da wird es laut im weiten Rund. Aber Klossner hat eine Genfer Offside-Position gesehen. Noch knapp zwei Minuten in der regulären Spielzeit.

87. Minute: Es ist jetzt eine richtige Wiler Abwehrschlacht.

85. Minute: Letzter Wechsel bei Servette und auch in diesem Spiel. Für Schalk ist der Arbeitstag etwas früher vorbei. Follonier darf dafür noch ran.

85. Minute: Chagas gleich mit einer ersten Szene. Wie von ihm gewohnt, wird es spektakulär. Der Abschluss verfehlt das Ziel aber doch recht deutlich.

84. Minute: In dieser Phase kaum mehr Entlastung für Wil.

83. Minute: Stevanovic versucht es für Servette. Aber doch deutlich drüber. Weiter hält die "Null".

81. Minute.: Eine kleine Wechselorgie: Servette nimmt einen Doppelwechsel vor. Alphonse geht raus, Chagas kommt rein. Und Wüthrich geht auch raus und macht Duah platz. Bei Wil geht Cortelezzi raus und Latifi kommt.

80. Minute: Das werden noch zehn lange Minuten …! Servette drückt nun auf das Führungstor.

79. Minute: 2842 Zuschauer sind heute hier. Das scheint mir optimistisch gezählt.

78. Minute: Ein Schüsschen von Schalk. Das hat Kostadinovic keinerlei Schwierigkeiten.

77. Minute: Hochspannung für die Schlussphase. Servette wird nun das 1:0 mit Vehemenz suchen. Gibt das Räume für Wiler Konter?

75. Minute: Das war wichtig von Schmid: Er grätscht im Strafraum Stevanovic sauber ab. Nur Corner, der dann nichts einbringt. Noch eine Viertelstunde. Aber Servette erhöht nun, wie erwartet, die Kadenz für die Schlussphase.

74. Minute: Erster Wechsel bei Genf: Maccoppi wird ersetzt durch Iapichino.

73. Minute: Das sah gut aus bei den Wilern: Schöner Doppelpass Audino-Cortelezzi-Audino. Doch der Eingewechselte schliesst dann zu zentral ab. Frick hat die Murmel.

72. Minute: Das war  knapp: Zé Eduardo verschätzt sich. Routis kommt aus zwei Metern zum Abschluss, schiesst aber Rahimi an. Kein Tor.

71. Minute: Dritter Wechsel bei Wil: Hefti macht platz für Herrmann. Hefti ist viel gelaufen.

69. Minute:  Servettes Routis sieht Gelb, nachdem er Cortelezzi etwas gar energisch anging.

69. Minute: Was auch klar ist: Seit Audino Breitenmoser ersetzt hat, wurde das Wiler Spiel klarer.

68. Minute: Drei Viertel des Spiels sind rum. Die "Null" steht noch immer. Auf beiden Seiten.

66. Minute: Ouh, was macht denn da Audino? Ein katastrophaler Rückpass direkt in den Lauf von Schalk. Doch der herauseilende Kostadinovic kann noch entscheidend stören. Solche Sachen erträgt es in der Regel nicht beim Leader.

65. Minute: Dann doch mal wieder Genf: Schalk lässt mit einer geschickten Körpertäuschung von Niederhäusern stehen und kommt recht frei zum Abschluss. Aber links neben das Tor.

63. Minute. Ui, schade: Cortelezzi wollte Audino lancieren. Doch ein Genfer ging dazwischen. Das wäre sonst eine Grosschance für Wil geworden. Wäre.

62. Minute: Wieder machen die Genfer wenig. Alphonse kann losziehen, holt aber nicht einmal einen Eckball raus. Weiter 0:0 für Wil.

61. Minute: Die ersten Pfiffe ertönen vom gewohnt kritischen Genfer Publikum nun auch gegen das eigene Team, weiil dieses passiv und fehlerhaft geworden ist. 

59. Minute: Kostadinovic, jetzt vor der Genfer Fankurve spielend, macht sich dort je länger je unbeliebter, weil er sich bei seinen Aktionen viel Zeit lässt. Noch ging das ohne Verwarnung durch.

57. Minute: Die Genfer agieren in der zweiten Halbzeit zu ungenau. Darum hatten sie nach dem Seitenwechsel noch keine Torchance.

55. Minute: So was wie eine Wiler Chance. Das war eine 4-gegen-3-Überzahl für die Gäste. Doch sie machen zu wenig draus. Am Schluss dann Audino akrobatisch, aber ungefährlich. Frick kann den Ball aufnehmen.

53. Minute: Servette nimmt das Spiel nun wieder in die Hand. Allerdings noch ohne Abschluss in der zweiten Halbzeit.

51. Minute: Kein Startfurioso der Genfer in der zweiten Hälfte.

48. Minute: Die Wiler eröffnen die zweite Halbzeit: Schmid mit einem Freistoss von rechts in den  Strafraum. Der Ball kommt mit Zug. Doch Frick ist zur Stelle und kann klären.

47. Minute: von Niederhäusern trägt nun übrigens die Captain-Binde bei den Gästen.

46. Minute: Der Ball rollt wieder. Wil wechselte ein zweites Mal. Captain Lombardi blieb in der Garderobe. Für ihn kam Schällibaum. Lombardi war unter der Woche krank. Das ist natürlich nicht eben förderlich für die Gäste.

Pause: Ausgefidelt auf dem Feld. Die Mannschaften sind zurück. Gleich geht es weiter. Wie lange hält die Wiler "Null"?

Zwischenfazit: Ein paar Zahlen der ersten Halbzeit, welche die Überlegenheit von Servette unterstreichen: 11:3-Schüsse für die Gastgeber, 67 Prozent Ballbesitz für die "Grenats", 3:0-Eckbälle für Genf. Aber das Entscheidende: 0:0 nach Toren.

Zwischenfazit: Mit einigem Glück hat der FC Wil die erste Halbzeit schadlos überstanden. Servette war die bessere Mannschaft und dem Führungstreffer mehr als einmal sehr nahe. Doch ein starker Kostadinovic im Tor der Wiler und fehlende Präzision der Genfer verhinderten ein Führungstor der Gastgeber. Man sieht es klar: Die Gäste wären mit einem Punkt mehr als zufrieden. Es dürfte aber noch ein langer Abend werden, um dieses Resultat über die Zeit zu retten. Zumal Servette die Kadenz in Halbzeit zwei erhöhen dürfte. Was aber auch klar ist: Je länger es 0:0 steht, desto besser ist das für die Wiler. Geraten sie aber in Rückstand, dürfte es ein äusserst schwieriges Unterfangen werden, hier zu punkten. Die Spannung ist voll da. Wir sind gespannt auf die zweite Hälfte. Vorerst gehört hier die Bühne der Dudelsack-Kombo.

Pausenpfiff in Genf: Zwischen Servette und Wil sind in der ersten Halbzeit keine regulären Tore gefallen. 0:0.

45.+1: Dann liegt der Ball im Tor der Wiler, natürlich von Schalk. Aber Alphonse hatte zuvor Rahimi den Ellbogen ins Gesicht gesetzt. Schiedsrichter Klossner hat es gesehen und das Spiel unterbrochen. Kein Tor.

45. Minute: Eine Minute gibt es noch obendrauf in Halbzeit eins.

43. Minute: Nächste Szene des omnipräsenten Schalk: Seine Flanke kann Gonçalves in extremis klären. Auch das war wichtig.

42. Minute: Dann wieder Servette: Schalk schliesst aus acht Metern Distanz direkt ab. Aber knapp drüber. Wieder Glück für Wil.

41. Minute: Der Ball läuft zum teil sehenswert über viele Stationen bei den Genfern. Eine Flanke von Stevanovic findet dann aber "nur" Kostadinovic.

38. Minute: Langsam blickt man schon Richtung Matchuhr. Es wäre natürlich ein schöner Erfolg, dieses 0:0 in die Pause zu nehmen.

35. Minute: Mal wieder die Wiler: Schmid kommt aus gut 20 Metern zum Abschluss. Er lässt den Ball einmal aufprallen und schliesst dann ab. Da fehlten knapp zwei Meter beim linken Pfosten.

34. Minute: Dann lief der Ball lange durch die Reihen der Genfer. Am Schluss versucht es Routis aus der Distanz. Doch genau auf Kostadinovic. Da war er schon mehr gefordert heute Abend als bei diesem Abschluss.

32. Minute: Alles in allem ist das Spiel nun aber ausgeglichener als zu Beginn. Das Startfurioso scheint überstanden. Aber Servette ist natürlich so gut besetzt individuell, dass es jederzeit zuschlagen kann.

30. Minute: Nun ist auch ein erster Genfer verwarnt: Rouiller sieht nach einem Foul an Cortelezzi völlig zurecht den Karton. Das war überhart.

29. Minute: Hier ist also der Wechsel: Breitenmoser muss raus. Der scheint nicht verletzt zu sein und wird nun durch Audino ersetzt. Wohl eine taktische Massnahme.

27. Minute: Die "Null" steht. Das ist das Positive. Aber Genf drückt. Gleich gibt es einen ersten Wechsel bei Wil. Audino steht bereit.

24. Minute: Wieder braucht es einen hellwachen Kostadinovic mit einer starken Parade. Freistoss von Wüthrich in den Strafraum. Am Schluss kommt Schalk an den Ball aus kurzer Distanz. Doch der Wiler Goalie bringt gerade noch seine Hände hoch. Das wäre sonst Tor gewesen.

24. Minute: Die erste Verwarnung des Spiels ist fällig: Es trifft Wils von Niederhäusern nach einem taktischen Foul am aktiven Schalk.

21. Minute: Riiiiiiesenchance Servette: Schalk lässt mit einer Körpertäuschung Schmid stehen und spielt in den Strafraum. Dort kommt Stevanovic vor Gasser an den Ball und ist frei vor dem Tor. Er schiesst aber rund einen halben Meter links vorbei. Den macht er normalerweise. Glück für Wil.

18. Minute: Die Wiler tun das, was von ihnen erwartet werden darf. Kämpferisch dagegenhalten. Bis jetzt sind sie auch ganz gut organisiert.

16. Minute: Die erste Viertelstunde ist rum und somit die Startphase mal überstanden. Das ist ganz wichtig gegen die beste Defensive der Liga. Aber Servette ist die spielbestimmende Mannschaft.

14. Minute: Auch die Wiler sind da. Ein Schmid-Freistoss aus dem rechten Halbfeld findet den Kopf von Cortelezzi. Das Spielgerät landet auf dem Tordach. Goalie Frick wäre zur Stelle gewesen.

11. Minute: Wieder Servette: Der aufgerückte Innenverteidiger Rouiller versucht es aus knapp 20 Metern. Er trifft den Ball aber nicht optimal. Rechts am Pfosten vorbei.

10. Minute: Da musste Gasser ein Foul gegen Stevanovic "ziehen", da der Genfer schlicht schneller war. Den fälligen Freistoss, von nahe der Cornerfahne getreten, boxt dann Wils Goalie Kostadinovic weg.

10. Minute: Wir stellen erfreut fest: Es sind 50 Prozent mehr Wiler Fans mitgereist als noch im vergangenen Oktober. Nämlich sechs.

8. Minute: Die Startphase gehört den Genfern. Wie erwartet.

5. Minute: Hier ist die erste Top-Chance für Servette: Flanke von rechts von Sauthier. Schalk kommt aus rund vier Metern zum Kopfball. Doch Kostadinovic verhindert mit einer ganz starken Parade den frühen Wiler Rückstand. Beim fälligen Corner kommt dann Schalk zum Kopfball. Doch dieser streicht am linken Pfosten vorbei. Durchatmen.

3. Minute: Nach einem Servette-Freistoss kommt Routis zum Kopfball. Doch er wehrt eigentlich mehr für Wil ab, als das er für Servette Gefahr erzeugte. Zum Glück. Das sah gefährlich aus.

2. Minute: Kein Scherz: Schalk mit dem ersten Abschluss für Servette. Aber ungefährlich. Kostadinovic hat keine Probleme, dieses Schüsschen abzuwehren.

2. Minute: Das Spiel verlagert bereits in die Wiler Hälfte

1. Minute: So, genug des Vorgeplänkels. Der Ball rollt. Viel Vergnügen mit Servette gegen Wil.

Die Mannschaften sind auf dem Feld. Eine erste Enttäuschung gibt es vor dem Spiel. Die Servette-Hymne wird heute nicht wie immer gesungen. Der Opern-Sänger, der das Genfer-Lied sonst jeweils innbrünstig vorträgt, ist heute nicht da. Dafür spielt eine Dudelsack-Kombo das Lied. Auch mal was ...

Noch ein Blick zu einem anderen Challenge-League-Spiel des Tages, das hier in Genf beide Teams interessiert: Lausanne hat gegen Rapperswil-Jona mit 1:0 gewonnen. Die Lausanner erzielten zum dritten Mal hintereinander einen späten Treffer, der ihren Ertrag erhöhte. Dieses Mal durch den Ex-Wiler Igor Nganga. Somit liegt Lausanne nun mit einem Mehrspiel nur noch drei Punkte hinter Servette - und schon sieben vor Wil.

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In Kürze gilt es ernst in Genf.

Geleitet wird das Spiel vom Super-League-Schiedsrichter Stephan Klosser.

Bei den Wilern gibt es im Vergleich zum Schaffhausen-Spiel zwei Wechsel. Der wieder gesunde Cortelezzi ersetzt den verletzten Silvio im Sturm und Hefti rückt auf dem linken Flügel für Schällibaum in die Stammformation. Ausserdem ist die Taktik etwas anders, nämlich ein 3-1-4-1-1-System, mit einer Art Raute im Mittelfeld. Das Tor hütet auch heute Kostadinovic. Die Abwehr bilden von rechts nach links Rahimi, von Niederhäusern und Geburtstagskind Gasser. Defensiver Mittelfeldspieler ist Lombardi. Im Mittelfeld spielen von rechts nach links Gonçalves, Schmid, Zé Eduardo und Hefti. Offensiver Mittelfeldspieler ist Breitenmoser. Als einziger Stürmer agiert Cortelezzi. Das schaut auf den ersten Blick nach «Safety First» aus.

Kommen wir zu den Mannschaftsaufstellungen. Die Genfer spielen im traditionellen 4-4-2-System. Im Tor steht Frick. Die Verteidigung bilden von rechts nach links Sauthier, Routis, Rouiller und Severin. Das Mittelfeld besteht von rechts aus gesehen aus Maccoppi, Stevanovic, Cognat und Wüthrich. Das Sturm-Duo bilden Alphonse (rechts) und Schalk.

Kommt dazu, dass bei den Wilern derzeit einiges Ungemach zusammenkommt. Da wäre mal die Sache mit der Trainerdiskussion. Warum wird die Zusammenarbeit mit Konrad Fünfstück nach zwei erfolgreichen Jahren beendet? Bleibt er überhaupt noch bis Sommer? Wer wird Nachfolger? Viele unbeantwortete Fragen, welche auch die Spieler beschäftigen. Zudem tritt der FC Wil ohne drei wichtige Team-Stützen an. Nachdem die beiden Verteidiger Nikki Havenaar und Silvano Schäppi weiterhin ausfallen, gesellt sich nun auch Top-Torschütze Silvio zu den Verletzten. Der Stürmer liess sich am vergangenen Sonntag in der Schlussphase des Spiels gegen Schaffhausen angeschlagen auswechseln. Wie lange er ausfällt, ist unklar. Um es offen zu sagen: Schon ein Punkt wäre hier eine gute Sache.

Die Ausgangslage ist schnell erklärt: Obwohl Servette am vergangenen Sonntag in Chiasso die erste Niederlage seit Ende August bezogen hat, sind die Genfer als Tabellenführer haushoher Favorit. Die letzten sieben Heimspiele haben sie alle gewonnen, dabei im Durchschnitt pro Spiel mehr als drei Tore erzielt und weniger als eines kassiert.

Guten Fussball-Abend, geschätzte Sportfreunde. Herzlich willkommen aus dem fernen Genf zu einer wahren Herkules-Aufgabe für den FC Wil. Es geht ersatzgeschwächt gegen den deutlichen Leader Servette. Simon Dudle begrüsst Sie aus dem vierten Stock des grossen Stade de Genève und tickert für Sie durch den Abend.

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Die Vorschau:

Eine grosse Frage wurde am Dienstag dieser Woche beantwortet – und verneint. Und zwar jene, ob Trainer Konrad Fünfstück mittelfristig eine Zukunft in Wil hat. Ende Mai oder im besten Fall Anfang Juni wird er ein letztes Mal bei den Äbtestädtern an der Seitenlinie stehen. Zeitgleich sind aber neue Fragen aufgetaucht. Erstens: Wie reagieren die Spieler auf die veränderte Situation? Gehen Sie noch an die Leistungsgrenze, obwohl sie wissen, dass die Hackordnung im Sommer eine andere sein wird? Zweitens: Wie heisst der neue Trainer? Während auf diese Frage erst im Verlauf des Frühjahrs mit einer Antwort zu rechnen ist, wird die erste schon am Samstag beantwortet. Drittens: Gehf Fünfstück allenfalls doch schon vor dem Sommer? Laut dem deutschen Portal "Sport 1" soll der deutsche Bundesligist Nürnberg Interesse bekunden.

Die Wiler:

Losgelöst von der Trainer-Diskussion wird die Aufgabe für den FC Wil im Stade de Genève äusserst anspruchsvoll. Er ist deutlicher Aussenseiter. Ausgerechnet bei der klaren Nummer 1 der Challenge League soll er nach fünf Partien ohne Vollerfolg auf die Siegesstrasse zurückfinden. Vor allem stellt sich die Frage, wer die Tore schiessen soll. Während der FC Wil seit über drei Monaten höchstens einen Treffer pro Spiel erzielt hat, kassierten die Genfer in der gesamten Saison in einem Heimspiel noch nie mehr als einen Treffer - zusammengezählt erst sechs in zehn Heimspielen. Zudem ist das Stade de Genève nun wahrlich nicht die Lieblingsdestination der Äbtestädter. Seit dem Jahr 2014 gab es keinen Auswärtssieg mehr gegen Servette und in der gesamten Vereinsgeschichte durften erst zwei Siege in La Praille gefeiert werden. Zudem fehlen die wichtigen Abwehrspieler Nikki Havenaar und Silvano Schäppi weiterhin verletzt. Zudem müssen die Wiler auch auf ihren besten Torschützen Silvio verzichten. Er musste in der Schlussphase des Spiels gegen Schaffhausen verletzt ausgewechselt werden. Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest. Die Reise nach Genf macht Silvio aber nicht mit.

Auch wenn Servette am Samstag der klare Favorit ist, gilt es, die Stärkenverhältnisse richtig einschätzen. Denn eine Übermacht ist das Team von Trainer Alain Geiger nicht und die beiden bisherigen Direktduelle dieser beiden Teams im laufenden Championat waren ausgeglichen. Im Bergholz siegte der FC Wil mit 2:1. Im Stade de Genève durften die Ostschweizer bis in die 95. Minute auf einen Punktgewinn hoffen. Erst mit einem «Empty Netter», weil auch Goalie Zivko Kostadinovic aufgerückt war, machten die Genfer tief in der Nachspielzeit mit dem 2:0 alles klar.

Die Genfer:

Die «Grenats» sind auf bestem Weg, ins Oberhaus des Schweizer Fussballs zurückzukehren. Vor allem die Heimstärke ist beeindruckend. Die vergangenen sieben Partien vor eigenem Anhang wurde alle gewonnen – und dabei im Durchschnitt mehr als drei Treffer pro Partie erzielt. 23:3 lautet das Torverhältnis in diesen Partien. Die Dominanz wiederspiegelte sich auch an den Swiss Football Awards Ende Januar, wo gleich fünf Spieler der Genfer in das Challenge-League-Dream-Team des Jahres 2018 gewählt wurden.

Dass Servette nicht unverwundbar ist, liess es am vergangenen Sonntag erkennen, als beim damaligen Schlusslicht Chiasso eine überraschende 1:2-Niederlage resultierte. Besonders auffällig: 6:1-Schüsse aufs Tor für die Tessiner. Es war die erste Genfer Niederlage seit Ende August und einem 0:1 zuhause im Derby gegen Lausanne. Dieser Misserfolg kam allerdings auf einem Geläuf zustande, das gegen Ende mehr Morast als Rasen war. Es waren beileibe nicht die Lieblingsbedingungen der spielstarken Genfer.

Der Liveticker:

Gelingt den Wilern in Genf ein Coup? Von dieser Partie gibt es keine Livebilder zu sehen. hallowil.ch bietet dafür am Samstag ab 19 Uhr an dieser Stelle einen ausführlichen Liveticker aus Genf an. Alles Wissenswerte wird in Echtzeit übermittelt.