Aus dem neuen Richtplan geht es klar hervor: Der Standort Thurhof – auf Gemeindegebiet Oberbüren und der nördlichen Seite der Thur gelegen – wurde in die Liste der künftigen Deponien aufgenommen. Doch es gibt Widerstand. Zum Beispiel von der Gemeinde Oberbüren selber. Der Standort befinde sich in einem Auenschutzgebiet und das Gebiet reagiere auf negative Umwelteinflüsse sehr sensibel. Zudem sieht die Gemeinde ein Problem bezüglich des Radwegs Sonnental-Oberbüren. Oberbüren fordert vom Kanton, dass dieser zuerst eine Strategie festlegen solle, bevor weitere Deponiestandorte im kantonalen Richtplan aufgenommen werden. «Es darf nicht sein, dass die Region Gossau-Oberbüren einer Überbelastung ausgesetzt wird und willkürliche Deponiestandorte definiert werden. Zudem wird erwartet, dass klare Aussagen gemacht werden, wie das durch die Deponie verursachte Verkehrsaufkommen bewältigt werden soll», lässt der Oberbürer Gemeinderat verlauten.

Niederhelfenschwil fordert «fundierte Analyse»

Das war im Juli. Nun kommt Unterstützung aus der Nachbargemeinde Niederhelfenschwil. Auch diese kann sich nicht damit anfreunden, dass beim Thurhof eine Deponie angelegt werden soll. «Durch die Schaffung der Deponie im Gebiet Thurhof in der Gemeinde Oberbüren ist anzunehmen, dass das Verkehrsaufkommen aus nördlicher Seite, via Zuckenriet, massiv zunehmen wird. Der Schwerverkehrsanteil dürfte dadurch ebenfalls steigen.» Das schreibt die Gemeinde Niederhelfenschwil im aktuellen Mitteilungsblatt. Dieses erhöhte Verkehrsaufkommen müsse im Zusammenhang mit der Schaffung des neuen Deponiestandortes im Sinne einer langfristigen Planung analysiert und mit den beteiligten Gemeinden abgesprochen werden.

Anzumerken sei, dass die Strecke durch Niederhelfenschwil an zwei Schulen – der Primarschule Zuckenriet und der Oberstufenschule Sproochbrugg – durchführe. Ohne eine fundierte Analyse durch den Kanton zu einer möglichen Zunahme des Verkehrs könne der Gemeinderat dem Deponiestandort nicht zustimmen. Eine entsprechende Stellungnahme wurde dem Baudepartement eingereicht. (gk/sdu)