Beim Gebäude der ehemaligen Strumpffabrik angekommen, lockt mich schnell die kühle Luft in die Galerie. Der erste Eindruck dann ist geprägt von Farben, Formen, Glaskunst durch die das Licht sich bricht. Grossformatige Frauenbilder faszinieren durch Blicke, welche mich anzuschauen scheinen. Tommy Bertolf malt in Acryl und nutzt auch Teer, was ungewohnte und speziell anmutenden Strukturen hervorruft. Das Leuchten der Bilder von Karim Haab an der schwarzen Wand zieht mich zu den nächsten Werken. Der Riesenteddy wirkt von Weitem, bei näherer Betrachtung fallen mir lustige kleine Kreaturen auf und Songtexte, Fragment artig in die Bilder gearbeitet. Welches Lied war das schon wieder? Plötzlich fällt es mir ein und eine Melodie macht sich breit in meinem Kopf.

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Besucher*innen schauen sich in der Ausstellung «Team Fafou & friends» um.

Der Fisch aus Glas vor der Tür zum zweiten Raum mutet fast lebendig an, als würde er sich durch Seegras hindurchschlängeln – glitzernd, irisierend. Die aussergewöhlichen Glasobjekte sind von Georges Radzik, der seit über 20 Jahren mit Glas arbeitet. Die Grafik an der Wand vis à vis der Türe – die Machart nennt sich Tapeart, wird die Kunst doch mit Klebband direkt auf die Wand geklebt – ist von Andrea Flammer. Auf dem Heizkörper entdecke ich eine drollige Katze, auch mit Tape geklebt.

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Ich wende den Blick und was ich sehe, trifft mich unerwartet. Eine Wand ist über und über mit bizarren kleinen Formen bedeckt: die sonderbare Welt der Claire Liengme. Insekten, Weichtiere, Pilze eigentlich eher abstossende Wesen, tauchen den Raum in eine wohltuende Harmonie. Unglaublich viele diverse unerwartete Figuren sind zu entdecken. Hier will ich bleiben und entdecken, schmunzle über das Portrait von Reto Bühler und lasse mir die Zeit, die fotografischen Werke von Astrid Bohren, Urs Sohmer und Frau Edixa eingehend zu betrachten. Erstaunlich, wie vielfältig und unterschiedlich Fotografie umgesetzt werden kann.

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Die Ausstellung läuft noch bis 14. August 2022. Die Galerie kann auf Anmeldung hin auch neben den offiziellen Öffnungszeiten für interessiertes Publikum geöffnet werden. Mail oder Telefon genügt. Weitere Informationen auf www.fafou.ch