Der EC Wil scheint seine zwischenzeitliche Baisse definitiv überwunden zu haben. Auf drei Niederlagen in Folge reagierte er mit drei Siegen hintereinander. Nach dem 6:3-Heimerfolg gegen Herisau lässt sich sagen, dass in den letzten vier Partien mit Wiler Beteiligung satte 40 Treffer gefallen sind: 21 für die Wiler, 19 für die Gegner. Mit durchschnittlich zehn Treffer pro Partie wird der EC Wil immer mehr zum EC Spektakel. Wie schon am vergangenen Dienstag in Widnau gegen Rheintal legten die Wiler die Basis zum Erfolg auch gegen Herisau schon früh. Noch keine 22 Minuten waren gespielt, als die Gastgeber dank zwei Treffern von Elia-Marius Mettler und einem Tor von Colin Swart mit 3:0 führten. Doch die Appenzeller fanden ins Spiel und verkürzten bis zur 42. Minute auf 3:2. Doch just als wieder Spannung aufgekommen war, machten die Wiler mit Treffern von Remo Heitzmann und Matteo Schärer binnen drei Minuten alles klar. Herisau kämpfte aber weiter und kam vier Minuten vor Schluss auf 5:3 heran. Bereits zu jenem frühen Zeitpunkt wurde Goalie Marc Klingler durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Dies ermöglichte Wils Leeroy Rüsi schon über dreieinhalb Minuten vor Schluss einen Treffer ins leere Tor zum 6:3-Schlusstand.

Auch der EHC Uzwil bleibt seinem Muster der vergangenen Partien treu – was in seinem Fall aber kein gutes Zeichen Ist. In einer Phase, in welcher er gegen lauter Teams aus der Strich-Region spielt, reiht sich Niederlage an Niederlage. Das 1:4 in de Uzehalle gegen Prättigau-Herrschaft war der siebte «Nuller» am Stück, womit der Rückstand auf die Playoff-Plätze auf bereits acht Punkte und mehr angewachsen ist. Zum Muster gehört auch, dass die Uzwiler viel zu selten ins Schwarze treffen. Mit elf erzielten Toren in acht Partien stellt das Team von Trainer Mischa Wasserfallen den mit Abstand harmlosesten Angriff der Liga. Selbst Schlusslicht Reinach hat schon sieben Treffer auf dem Konto. Gegen die Bündner lief der EHC Uzwil bereits ab der 2. Minute einem Rückstand hinterher und kassierte im zweiten Drittel einen zweiten Gegentreffer. Zwar verkürzte Mischa Broder mit seinem zweiten persönlichen Tor binnen drei Tagen nach knapp 45 Minuten auf 1:2. Keine zwei Minuten später führte Prättigau-Herrschaft aber die frühe Entscheidung herbei – mit einem Treffer in Unterzahl. Das 1:4 gut eine Minute vor Schluss war Resultatkosmetik. Nur noch 153 Zuschauer wohnten der Partie bei – und dies an einem Samstagabend. Am Dienstag kommt es in der Uzehalle zum Vergleich mit dem noch sieglosen Schlusslicht Reinach.

1. Liga, Gruppe Ost, 8. Runde:
Wil – Herisau 6:3
Uzwil – Prättigau-Herrschaft 1:4
Argovia – Rheintal 3:2 n.P.
Frauenfeld – Arosa 2:9
Reinach – Pikes Oberthurgau 3:4 n.V.
Wetzikon – Bellinzona 3:2 n.P.

Rangliste:
1. Arosa 8/23. 2. Wetzikon 8/21. 3. Frauenfeld 8/18. 4. Bellinzona 8/13. 5. Wil 8/13. 6. Prättigau-Herrschaft 8/12. 7. Pikes Oberthurgau 8/12. 8. Rheintal 8/11. 9. Herisau 8/10. 10. Argovia 8/6. 11. Uzwil 8/3. 12. Reinach 8/3.

Nächste Spiele:
Dienstag, 30. Oktober: Uzwil – Reinach (20.00 Uhr), Prättigau-Herrschaft – Arosa (20.00 Uhr)
Mittwoch, 31. Oktober: Pikes Oberthurgau – Wil (20.00 Uhr), Herisau – Argovia (20.00 Uhr), Wetzikon – Frauenfeld (20.15 Uhr), Bellinzona – Rheintal (20.15 Uhr)