Es ist ein Spiel, für das der Begriff des 6-Punkte-Spiels erfunden wurde. Die Wiler auf Rang neun haben momentan acht Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten SC Kriens. Mit einem Sieg könnten sich die Wiler wieder mehr vom Abstiegsplatz absetzten. Bei einer Niederlage hingegen würden die Krienser bis auf fünf Punkte an die Wiler heranrücken. Die Wiler zeigten vergangene Woche Moral, als sie in Schaffhausen einen 1:3-Rückstand noch aufholten und mit einem Punkt im Gepäck die Heimreise antraten. Die Krienser ihrerseits schafften es im 12. Anlauf den ersten Saisonerfolg einzufahren. Sie gewannen im heimischen Kleinfeld mit 1:0 gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy. Nach der Entlassung von Trainer Davide Morandi werden die Krienser interimsmässig vom Ex-Wiler Michel Renggli gecoacht. Er spielte in der Saison 2003/2004 bei den Wilern und konnte mit ihnen den Cupsieg feiern.

Für die Wiler spricht klar ihre Heimstärke. Bislang lieferten sie auf dem heimischen Kunstrasen gegen alle Gegner gute Spiele ab. Dazu kommt, dass die Wiler im Bergholz immer mindestens zwei Tore erzielt haben. Auf der anderen Seite haben die Krienser bislang in der Ferne nur zwei Punkte geholt. Dies mit einem Torverhältnis von 3:20.

Gleich viel Abstand zum Abstiegs- und zum Barrageplatz

Für die Wiler wäre mit einem Sieg sogar der Sprung auf den siebten Rang möglich. Dies wenn das punktgleiche Schaffhausen in Neuenburg und der Yverdon Sport FC, der einen Punkt mehr als die Wiler auf dem Konto hat, in Aarau nicht gewinnen. Dass das Mittelfeld in der Challenge League breit gefächert ist, zeigt die Tatsache, dass die Wiler genauso viele Punkte vor dem Abstiegsplatz liegen, wie sie Rückstand auf den Barrageplatz haben.

Cheftrainer Alex Frei dürfte bis auf die weiterhin verletzten de Mol, Daniel, Ismaili und Malinowski das ganze Kader zur Verfügung stehen. Gesperrte Spieler fungieren nicht in der Wiler Mannschaft. Eine Gelbsperre droht jedoch Captain Muntwiler, sofern er am Samstag seine vierte gelbe Karte kassieren sollte.