Wieder in die Spur gefunden

Der Sieg am vergangenen Samstag gegen Schaffhausen zeigte, dass die Wiler auch nach durchzogenen Leistungen durchaus in der Lage sind eine Reaktion zu zeigen. Für die Wiler war es in dieser Saison bislang ein Auf und Ab. Nach guten Leistungen gegen Vaduz oder Thun folgten jeweils Spiele, in welchen man spielerisch nicht vollumfänglich überzeugen konnte und als Verlierer vom Platz ging. Cheftrainer Alex Frei scheint aber jeweils die richtigen Worte zu finden, denn die Wiler können nach schwachen Spielen jeweils eine Reaktion zeigen und lassen durchblicken, dass sie das Fussballspielen beherrschen. Welches Gesicht wird der FC Wil wohl gegen den FC Stade-Lausanne-Ouchy zeigen?

Beim Gegner vom Ufer des Genfersees verhält es sich ähnlich wie bei den Wilern. Man wirft im Cup den grossen FC Sion aus dem Wettbewerb, nur um dann gegen den Neuchâtel Xamax trotz mehr Spielanteilen eine deutliche Niederlage zu beziehen. Was aber bei allen Spielen gleich ist, ist dass die Waadtländer mehr Spielanteile hatten als ihre Gegner. Heisst also, dass sich die Wiler auf einen Spielstarken Gegner einstellen müssen, der keine Probleme hat das Spieldiktat zu übernehmen. Die Lausanner haben übrigens auf diese Saison hin ihr Kader deutlich aufgestockt. Ganze 14 Spieler fungieren seit diesem Sommer neu in der Mannschaft von Trainer Meho Kodro.

Duell der Topscorer

Einer dieser Neuzugänge ist der 25-jährige Brighton Labeau, der es im letzten Spiel gegen Kriens geschafft hat drei Tore zu erzielen. Sollte es bei Labeau mal nicht klappen, dann steht noch Topscorer Sofyan Chader bereit, der in acht Spielen schon fünf Treffer erzielt hat. Die Wiler sind also gewarnt vor der Offensivpower der Lausanner. Aber auch die Wiler haben einen Topscorer auf ihrer Seite der mehr und mehr in Fahrt kommt. Sofian Bahloul hat in den vergangenen vier Spielen vier seiner bislang fünf Saisontore erzielt. Darunter der Doppelpack am vergangenen Wochenende gegen den FC Schaffhausen. Der beste Vorlagengeber der Wiler ist übrigens Silvio, der diese Saison schon dreimal den entscheidenden Pass zu einem Treffer gegeben hat. Damit die Wiler als Sieger vom Platz gehen werden, bedarf es aber sicherlich nicht nur einer guten Offensivabteilung, sondern auch eines konzentrierten Auftritts der Verteidigung.

Alex Frei muss weiterhin auf diverse verletzte Spieler verzichten. Am Samstag nicht zur Verfügung stehen werden ihm Daniel, De Mol, heule, Ismaili, Malinowski und Sauter. Wieder mittun kann dafür Mittelfeldspieler Robin Kamber, der seine Gelbsperre aus dem Aarau Spiel verbüsst hat. Sicherlich ein wichtiger Faktor, kann er doch mit seiner physischen Präsenz im defensiven Mittelfeld für Stabilität sorgen.