Cheftrainer Brunello Iacopetta hatte eine Woche Zeit seine erste Niederlage als Trainer des FC Wil zu verarbeiten und die Mannschaft auf das kommende Auswärtsspiel in Lausanne vorzubereiten. Die beiden Mannschaften zeigen in der Statistik ganz unterschiedliche Werte. Auf der einen Seite die Wiler, die mit 34 erzielten Toren immer noch der Spitzenreiter der Liga sind, auf der anderen Seite die Lausanner, die mit lediglich 21 erzielten Treffern den zweitschwächsten Sturm der Liga haben, nach dem SC Kriens. In den vergangenen acht Partien blieben die Waadtländer ganze sechsmal ohne eigenen Treffer. In der Defensive sehen die Zahlen genau anders aus. Die Wiler haben bereits 33 Gegentore hinnehmen müssen, was der zweithöchste Wert in der Challenge League ist, wieder nach dem SC Kriens. Lausanne-Torhüter Justin Hammel wurde in dieser Saison erst 20-mal bezwungen, was Ligabestwert ist, zusammen mit dem FC Aarau. Es wird also spannend welche Philosophie sich am Ende des Tages durchsetzen wird.

Die Wiler könnten bei einem Sieg auf Rang fünf überwintern, weil der FC Thun und der FC Schaffhausen, die beide zwei Punkte vor den Wilern liegen, im Direktduell aufeinandertreffen. Bei einer Niederlage droht den Wilern aber auch der Absturz auf Rang neun, da die Mannschaften hinter dem FC Wil entweder punktgleich sind oder zwei Punkte weniger auf dem Konto haben. An das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Saison haben die Wiler keine guten Erinnerungen. In der neunten Runde lagen die Wiler bis zur 83. Minute in Führung ehe sie den Ausgleich hinnehmen mussten. In der 94. Minute trafen die Lausanner dann gar zum Sieg.

Brunello Iacopetta muss auf die gesperrten Izmirlioglu und Zumberi verzichten. Zudem werden dem Wiler Übungsleiter ebenfalls die Daniel, de Mol, Krunic, Malinowski und Saho fehlen. Fraglich ist zum jetzigen Zeitpunkt Ismaili.