Es waren in Zürich keine fünf Minuten gespielt, da tauchte Rückkehrer Silvio ein erstes Mal vor Torhüter Novem Baumann auf. Eiskalt reüssierte zur Führung der Gäste. Auch die zweite Chance gehörte dem Brasilianer und auch hier liess er sich nicht zweimal bitten. Diese frühe Zweitore-Führung der Gäste kam dann überraschend.

Die Reaktion des Heimteams liess nicht lange auf sich warten. Stephen Odey verkürzte für das Heimteam auf 1:2. Der FC Zürich versuchte in der Folge das Spieldiktat an sich zu reissen, hatte aber mit den gut stehenden Wilern sichtlich seine Mühe. Es wäre aber vermessen zu sagen, dass sich der FC Wil nur hinten reingestellt hat.

Offenes Spiel

Immer wieder setzten die Ostschweizer Nadelstiche und versuchten über schnelle Konter vor das Tor zu kommen. Ein wenig mehr Präzision und Kaltblütigkeit hätte durchaus ein drittes Tor zur Folge haben können. Anders der FCZ, dieser war bemüht, erspielte sich aber kaum Chancen zum Ausgleich. Noch fehlten aber im Aufgebot der Zürcher die grossen Namen.

Beide Mannschaften kamen mit völlig unterschiedlichen Teams aus der Pause. Während die Gastgeber nun auf ihre vertrauten Stammkräfte setzten, versuchten sich die Wiler mit einigen Testspielern. Diese Änderungen zeigten Wirkung, das Spiel der Gäste wirkte nun etwas holpriger. Umso gefährlicher wurden aber dafür die Stadtzürcher.

Drei Tore im zweiten Durchgang

Bereits früh markierte der eingewechselte Izer Aliu den Ausgeich für den FCZ. Die Akteure aus der Ostschweiz erspielten sich in der zweiten Spielhälfte kaum nennenswerte Torchancen. Anders das Heimteam, welches durch Michael Frey mit 3:2 in Führung ging und durch Neuzugang Salim Kehlifi gar auf 4:2 erhöhte.

Trotz der Niederlage war Konrad Fünfstück mit dem Gezeigten sehr zufrieden. Er attestierte der Mannschaft eine starke Partie und freute sich über die Leistung, obwohl das Team strenge und intensive Tage hinter sich hatte. «Wir haben den Ball gut laufen gelassen und haben defensiv nichts zugelassen.», so der zufriedene Trainer nach der Partie.


FC Zürich – FC Wil 1900 4:2 (1:2)

Sportanlage Heerenschürli, Zürich: 150 Zuschauer. – SR: Sandro Schärer.

Tore: 3. Silvio 0:1, 10. Silvio 0:2, 16. Odey 1:2, 48. Aliu 2:2, 60. Frey 3:2, 90. Khelifi 4:2.

FC Zürich 1. Halbzeit: Baumann; Sauter, Pálsson, Sohm; Rohner, Rexhepi, H. Kryeziu, Winter; Marchesano (35. Aliu); Odey, Ndiaye

FC Zürich 2. Halbzeit: Baumann; Rüegg, Nef, M. Kryeziu, Pa Modou; Khelifi, Domgjoni, Aliu, Rodriguez; Haile-Selassie; Frey

FC Wil 1900 1. Halbzeit: Kostadinovic; von Niederhäusern, Havenaar, Rahimi; Schällibaum, Breitenmoser, Zé Eduardo, Goncalves; Lombardi; Cortelezzi.

FC Wil 1900 2. Halbzeit: Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, Trachsel; Dzonlagic, Latifi, Scholz, Schällibaum; Breitenmoser; Cakmak; Hoxha.