Es war der dritte Spieltag in der Challenge League, als der FC Wil gegen den Yverdon Sport FC seinen ersten Saisonsieg feierte und das gleich mit einem 3:0 im heimischen Bergholz. Seit diesem Spiel hat sich beim kommenden Gegner der Wiler aber viel verändert. Es wurden viele Transfers getätigt und ein neuer Trainer eingestellt, nämlich den ex-Wiler Uli Forte. Unter ihm wurde die Mannschaft deutlich stabiler. Das mussten auch die Wiler erfahren, als sie vor gut einem Monat im Stade Municipal in der zweiten Runde des Schweizer Cups gegen die Gastgeber chancenlos mit 0:3 unterging. Das Verdickt hätte durchaus noch höher sein können, verschossen die Waadtländer in der ersten Halbzeit doch auch noch einen Penalty. Insgesamt wurden in dieser Saison übrigens schon vier Penaltys gegen die Wiler gepfiffen, sie wurden aber allesamt nicht verwandelt.

Auch wenn die Wiler nach dem ersten Viertel der Saison zwei Punkte Vorsprung auf Yverdon haben, sind sie in diesem Spiel sicherlich nicht in der Favoritenrolle. Durch die vielen Spieler mit Super League Erfahrung, die Uli Forte zur Verfügung hat, braucht es von den Wilern eine disziplinierte Leistung, damit man reüssieren kann. Die Wiler tun vor allem gut daran, die Konzentration bis zur letzten Minute hoch zu halten. Bereits fünf Gegentore kassierten die Wiler in den letzten zehn Minuten des Spiels und jedes Mal brachten sich die Wiler mit diesen späten Gegentoren um den Sieg. Gegen den FC Vaduz und gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy kassierte man jeweils kurz vor Ablauf der regulären 90 Minuten und tief in der Nachspielzeit jeweils ein Gegentor und ging in beiden Spielen statt mit einem 2:1-Sig mit einer 2:3-Niederlage vom Feld. Gegen den FC Thun reiche es immerhin noch zu einem Unentschieden.

Heimstärke vs. Auswärtsschwäche

Was bei den Wilern in dieser Saison bislang sehr augenscheinlich ist, sind die unterschiedlichen Auftritte im heimischen Stadion und auf fremden Rasen. Während die Wiler in jedem ihrer Heimspiele bislang eine gute bis sehr gute Leistung abriefen und mit den Gegnern über weite Strecken mithalten konnten, so waren in der Ferne sehr oft eher zurückhaltende Leistungen zu verzeichnen. Die einzige Ausnahme bildet das Auswärtsspiel beim immer noch sieglosen SC Kriens Anfangs September, das 2:0 gewonnen werden konnte.

Die Wiler nutzten die Nationalmannschaftspause, um mit einem Testspiel den Spielrhythmus beizubehalten. Am vergangenen Freitag gastierte die U23 des SC Freiburg im Bergholz. Auch hier zeigten die Wiler auf heimischem Terrain eine gute Leistung und konnten diesen Vergleich mit 1:0 für sich entscheiden. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Lukembila nach 66 Minuten. Die Wiler hatten in diesem Spiel sehr viele hochkarätige Chance und müssen sich sicherlich ankreiden lassen, dass sie nicht mehr Tore erzielt haben.