Musiktheater Wil steht mitten in den Vorbereitungen für die Aufführung der komischen Oper von Gaetano Donizetti „Die Regimentstochter“. Am Dienstag stellten die Verantwortlichen im kleinen Saal der Tonhalle Wil das Stück in den Details vor, so auch die künstlerische Leitung und die Solisten und Chöre. Die Musikproben sind schon gestartet, die Regieproben beginnen Mitte November in Räumlichkeiten des Turm. Am 6. Januar 2018 starten die 25 Aufführungen mit der Premiere. Eugen Weibel, Präsident von Musiktheater Wil, konnte von einem optimalen Verlauf der Vorbereitungen informieren. Alle Positionen für die Vorstellung seien optimal besetzt, teils in abgesicherter Doppelbesetzung. Auch organisatorisch sind die Startpunkte gesetzt mit dem Ticket-Vorverkauf, der mit dem 25. Oktober startet.


Sichere Werte bei Leitung und Solisten
Die musikalische Leitung obliegt einmal mehr Kurt Pius Koller. Mit Marcel Blanchart steht eine Stellvertretung bereit, der auch sechs der 25 Aufführungen dirigieren wird. Eine Stellvertretung in der Person Lina Sticks erhält auch Regina Heer bei der Inszenierung. Das Bühnenbild wird wie schon bei La Traviata von Marion Andrea Menziger aus Basel gestaltet. Für die Kostüme ist Bernhard Duss aus Luzern zuständig, ebenfalls bei La Traviata schon im Einsatz..


Bei den Solisten gibt es ebenfalls Stellvertretungen. Marie, die Regimentstochter wird von Nicole Bosshard gespielt, Flurina Ruoss nimmt die Stellvertretung wahr. Den Tonio, der Tiroler Soldat, spielt Remy Burnens, Vertretung ist Christoph Waltle. Sulpiz (Feldweibel) spiel Daniel Reumiller. Die Marchesa spielt Aline Camenzind, Hortensio, ihr Hofmeister präsentiert Pascal Ganz, die Herzogin, wird von Esther Siebenmann gespielt und als Korporal zeigt sich Daniel Sollberger.


Als bewährte Chöre treten der der Chor St. Nikolaus und der Männerchor Concordia auf. Das sinfonische Orchester Wil begleitet musikalisch.


Fokus bei der Liebesgeschichte
Zur Vorstellung der Handlung wies Regieführung Regina Heer darauf hin, dass der Entstehung aus Wort und Klang die visuelle Umsetzung folgen soll. Krieg werde in den meisten Opern geführt, zusammen mit einer Liebesgeschichte als Happy End, so auch beim Stück „Die Regimentstochter“. Einfach formuliert gehe es auch um die Auseinandersetzung einfacher Leute mit Adeligen. Die damalige Kriegsführung müsse dahin verstanden werden, dass es zu Ehren des Vaterlandes ging. In der Umsetzung des Stückes habe sie klar den Fokus auf die Liebesgeschichte gesetzt, ohne dabei Kriegsgetöse ausblenden zu wollen.


Marie als einzige Frau im Regiment sorgt für Emotionen, welche Liebesgefühle hervor rufen. Der Abschied von den Soldaten und der Gang zum Schloss fällt schwer. Die vorgesehene Heirat mit dem Herzogssohn wird jäh unterbrochen mit dem unerwarteten Erscheinen der Soldaten, welche alles durcheinander bringen, sodass das Happy End nach Wunsch stattfinden kann.


Musikalische Glanzstücke erwartet
Kurt Pius Koller, musikalischer Leiter, kennt sich gut aus in den Werken von Gaetano Donizetti, der neben weiteren 70 Opern auch das Stück „die Regimentstochter“ um 1840 geschrieben hat. Hier dürfe man eine Invasion blühender musikalischer Inspiration erwarten. Bewundernswert beim Schnellschreiber Donizetti sei die Tatsache, dass er technisch immer fehlerfrei komponiert habe.


Nach Koller werden die Musiknummern in ihrer Prägung auch die Stimmung auf der Bühne betonen helfen. Beim Ertönen von Horn, Solo Alphorn fühle man sich im Alpenland. Allegretto wirke leicht und humorvoll. Wenn Trommel und Trompeten ertönen, spüre man schnell, dass es jetzt um Militär gehe. Kurt Koller wird besonderen Wert auf die Betonung des komischen Elements, des Witzes und musikalischen Stringenz und des rhythmischen Flusses legen.


Die Premiere naht
Katrin Meyerhans, zuständig für Marketing wies zur Gestaltung des Plakates darauf hin, dass mit der Symbolisierung der Soldatenwelt mit den blühenden Blumen auch Lieblichkeit im Stück angezeigt werde.


Der Vorverkauf für Tickets startet mit dem 25. Oktober. Mittels Ticket-Gutscheinen könnten Kollegen und Freunde zu Weihnachten beschenkt werden. Bei den Preisen wird unter vier Kategorien unterschieden, Gruppen ab 12 Personen erhalten Rabatte.


Auf den 4. Januar 2018 ist die Generalprobe angesetzt. Die eigentliche Premiere findet am Samstag 6. Januar statt. Die weiteren 24 Aufführungen finden bis 24 März jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag statt.