In den vergangen Wochen ist es im Zentrum von Wil zu mehreren Unfälle gekommen, wie hallowil.ch berichtet hat. So mussten nach zwei Kollisionen mit Autos auf der Hubstrasse eine 83-jährige und eine 42-jährige Fussgängerinnen mit leichten Verletzungen ins Spital gefahren werden. Auch beim Schwanenkreisel beim Fussgängerstreifen in der Nähe des Restaurants «El Burro» wurde eine 35-jährige Frau angefahren, die später mit dem Rettungsdienst ins Spital gebracht wurde.

In Wil sorgen Fussgängerstreifen immer wieder für Diskussionen. In den Jahren 2013 und 2014 wurden alle städtischen Zebrastreifen unter die Lupe genommen. «Die Überprüfung der rund 90 Fussgängerstreifen hat damals gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht», sagt Marcel Frei, Leiter Tiefbau der Stadt Wil auf Anfrage von hallowil.ch. In der Zwischenzeit seien die Beanstandungen aus der Überprüfung «grösstenteils behoben worden». Die restlichen Sanierungsmassnahmen seien entweder durch zwei Einsprachen blockiert oder «weitere 15 Fussgängerstreifen werden im Rahmen von übergeordneten Projekten realisiert».

Hängige Einsprache verhindert Umbau

Während der Überprüfung vor wenigen Jahren ist der Fussgängerstreifen beim Bahnhof Süd auf der Hubstrasse gleich bei der Post am schlechtesten und gefährlichsten bewertet worden. Damals wurden verschiedene Massnahmen geplant, die für mehr Sicherheit sorgen sollten – unter anderem eine Umgestaltung mit einer Mittelinsel. «Unmittelbar nach der Überprüfung wurde ein Projekt ausgearbeitet, das den Bau einer behindertengrechten Mittelschutzinsel, die Anpassung der angrenzenden Bushaltestellen, die Verbesserung der Warteräume für Personen und die Anpassung des Verkehrsregimes im Bereich des Post-Parkplatzes beinhaltet», sagt Tiefbau-Leiter Frei. Doch passiert ist seither noch nichts. Was ist der Grund? Es sind während der öffentlichen Auflage des Projekts zwei Einsprachen eingegangen. «Eine Einsprache konnte mittlerweile bereinigt werden. Die zweite ist beim Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons pendent», sagt Frei.

Ob und wann eine Mittelinsel für mehr Verkehrssicherheit sorgt, kann somit noch nicht gesagt werden. Wird der Fall bis vor Bundesgericht weitergezogen, droht eine neuerliche langjährige Verzögerung. Unfälle wie unlängst müssen somit weiterhin befürchtet werden.