Herr Hinder, auch die Burgstall-Musikanten sind von den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen. Seit wann?

Wir mussten im März 2020 unseren Probebetrieb einstellen und auch die geplanten Auftritte wurden abgesagt. Im Sommer war das Musizieren für eine kurze Zeit wieder erlaubt, Wir durften einige schöne Veranstaltungen musikalisch umrahmen. Seit Herbst befindet sich auch unser Verein wieder im ‚Lockdown’. Wir können uns in der Pandemie stets am Schweizer Blasmusikverband orientieren, der jeweils kurz nach den Bundesratsbeschlüssen entsprechende Vorgaben und Empfehlungen abgibt.

Gibt es zurzeit noch Vereinsaktivitäten und wenn ja, wie sehen die aus?

Nein, das Vereinsleben ruht aktuell komplett. Unsere Mitglieder sind trotz allem motiviert und so tauchen ab und zu kurze Videos in unserem Vereins-Chat auf, in denen die Musikanten etwas auf ihren Instrumenten vorspielen oder Grussbotschaften überbringen.

Gibt es wegen Corona finanzielle Einbussen? Und wenn ja, werden Sie dafür entschädigt?

Wir leben hauptsächlich von den Einnahmen aus den Auftritten, entsprechend füllt sich unsere Kasse aktuell nicht. Es kommt uns zugute, dass sich auch die Auslagen auf tiefem Niveau einpendeln und unser Vereinsvermögen nicht bedrohlich belastet wird.

Jetzt beginnt die Zeit der Mitgliederversammlungen? Wie sieht das bei Ihnen aus?

Auch bei uns würde im März die jährliche Hauptversammlung anstehen. So wie es ausschaut, kann diese in absehbarer Zeit nicht physisch stattfinden. Wir haben glücklicherweise keine Zeitnot und so können wir die Versammlung auf ein unbestimmtes Datum im Verlaufe des Jahres verschieben.

Auf was freuen Sie sich am meisten, wenn Vereinsaktivitäten wieder uneingeschränkt erlaubt sind?

Der grösste Dank an einen Musikanten sind der Applaus und das Lächeln in den Gesichtern des Publikums. Entsprechend vermissen wir unsere Auftritte derzeit am meisten, aber auch das anschliessende gesellige Zusammensein fehlt uns.